DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
TAGESTHEMA
Der Inflationsdruck in den USA dürfte - gemessen am Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE-Deflator) - im Juli leicht abgenommen haben. Volkswirte rechnen damit, dass der PCE-Deflator gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent gestiegen ist und um 3,6 (Juni: 3,7) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats ausfällt. Die PCE-Inflation wäre damit etwas höher als die am Verbraucherpreisindex gemessene (3,4 Prozent) und sie liegt deutlich oberhalb der 2-Prozent-Marke, die die Notenbank anstrebt. Das gilt auch für den von der Fed besonders beobachteten Kern-PCE-Index (ohne Nahrungsmittel und Energie). Für ihn werden ein monatlicher Anstieg von 0,2 Prozent und eine unveränderte Jahresrate von 3,3 Prozent prognostiziert. Der Kernverbraucherpreisindex war zuletzt nur noch mit einer Jahresrate von 2,5 Prozent gestiegen. Der neue Notenbankchef Kevin Warsh hat seine Entschlossenheit betont, die Inflation auf 2 Prozent zu senken. Bisher hat er allerdings nicht erklärt, wie genau er das machen will. Beobachter sind gespannt, ob er seine erste Rede beim geldpolitischen Symposium in Jackson Hole dazu nutzen wird.
AUSBLICK UNTERNEHMEN +
22:05 US/Salesforce.com Inc, Ergebnis 2Q
22:05 US/HP Inc, Ergebnis 3Q
22:20 US/Nvidia Corp, Ergebnis 2Q
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
14:30 Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Juli
PROGNOSE: +0,5% gg Vm
zuvor: +0,3% gg Vm
14:30 BIP (2. Veröffentlichung) 2Q
annualisiert
PROGNOSE: +1,5% gg Vq
1. Veröff.: +1,5% gg Vq
1. Quartal: +2,1% gg Vq
BIP-Deflator
PROGNOSE: +6,2% gg Vq
1. Veröff.: +6,2% gg Vq
1. Quartal: +3,6% gg Vq
14:30 Persönliche Ausgaben und Einkommen Juli
Ausgaben / Einkommen
PROGNOSE: +0,1% gg Vm/+0,2% gg Vm
zuvor: +0,3% gg Vm/+0,2% gg Vm
PCE-Preisindex / Gesamtrate
PROGNOSE: +0,1% gg Vm/+3,6% gg Vj
zuvor: -0,1% gg Vm/+3,7% gg Vj
PCE-Preisindex / Kernrate
PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+3,3% gg Vj
zuvor: +0,1% gg Vm/+3,3% gg Vj
ÜBERSICHT INDIZES
Index zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 7.685,50 -0,1 E-Mini-Future Nasdaq-100 29.244,75 -0,1 S&P/ASX 200 (Sydney) 9.134,80 -0,3 Topix-500 (Tokio) 4.113,59 +0,5 Kospi (Seoul) 6.845,02 +1,5 Shanghai-Composite 3.912,82 +0,6 Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.662,96 +0,6
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
An den Börsen in Ostasien überwiegen am Mittwoch positive Vorzeichen, nachdem die Ölpreise deutlich gesunken sind. Die japanische Börse erholt sich von anfänglichen Verlusten und dreht ins Plus. Stützend könnten hier auch Pläne des japanischen Wirtschaftsministeriums wirken, Unternehmen steuerliche Anreize für Restrukturierungen und Investitionen in Wachstum zu gewähren. Gegen die positive Tendenz in der Region gibt die rohstofflastige Börse in Sydney leicht nach. Hier belasten die weiter fallenden Ölpreise Branchenaktien. Überdies schüren die im Juli überraschend stark gestiegenen Verbraucherpreise Zinserhöhungserwartungen. Unter den Einzelwerten verteuern sich in Tokio Terra Drone um gut 21 Prozent. Der japanische Drohnenhersteller hat gute Aussichten auf einen Großauftrag aus dem japanischen Verteidigungsministerium. In Sydney verbessern sich die Aktien von Woolworths um 3,7 Prozent, nachdem der Einzelhändler überzeugende Geschäftszahlen vorgelegt und die Dividende erhöht hat. Zahlen vorgelegt hat auch Anta Sports; die Aktie des Sportartikelherstellers und Großaktionärs der deutschen Puma notiert in Hongkong 0,4 Prozent höher. Aktien der Ölbranche werden im Zuge des Ölpreisrückgangs in der ganzen Region verkauft. Der Kurs der südkoreanischen S-Oil fällt um 3,3 Prozent. Japan Petroleum Exploration und Inpex verbilligen sich in Tokio um 2,7 und 1 Prozent. In Sydney büßen Woodside Energy 3,9 Prozent ein und CNOOC in Hongkong 1,4 Prozent.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- %
Dow-Jones 53.577,40 +0,3
S&P-500 7.677,28 +0,3
Nasdaq Composite 26.151,30 +0,7
Dienstag Montag
Umsatz NYSE (Aktien) 992 Mio 1,04 Mrd
Gewinner 1.586 1.391
Verlierer 1.147 1.351
Unverändert 95 90
Freundlich - Die andauernde Entspannung am Anleihemarkt hellte die Stimmung auf. Die Renditen sanken nach dem vorangegangenen starken Anstieg weiter. Zugleich fielen die Ölpreise deutlich. Das dämpfte Sorgen vor einer steigenden Inflation und damit auch vor steigenden Leitzinsen. Konjunkturseitig fiel der Index des Verbrauchervertrauens für August schwächer aus als erwartet, was ebenfalls nicht für steigende Zinsen sprach. Nvidia beendeten ihre längste Verlustserie seit 2022. Sie zogen um 2,2 Prozent an vor dem wie üblich mit Spannung erwarteten Quartalsbericht am Mittwoch. Der Ausblick des Chipherstellers wird genau beobachtet werden, um zu sehen, ob die massiven Ausgaben für KI-Infrastruktur andauern. Auch in der Breite waren gestiegene Kurse bei Aktien mit KI-Fantasie zu beobachten. Sowohl JPM als auch UBS hatten sich zuversichtlich über die Nachhaltigkeit von KI-Investitionen geäußert. AMD, Intel oder Marvell gewannen bis zu 4,9 Prozent. Dick's Sporting Goods brachen nach einer Senkung der Gewinnprognose um 30,7 Prozent ein. Nike verloren 3,1 und Under Armour 4,4 Prozent.
US-ANLEIHEN
Rendite +/- 2 Jahre 4,20 -0,04 10 Jahre 4,64 -0,07 30 Jahre 5,17 -0,06
Die Renditen fielen weiter. Dazu trug ein Bericht bei, wonach Finanzminister Scott Bessent die fast 1 Billion Dollar umfassenden staatlichen Liquiditätsreserven anzapfen könnte, um gerade erst angekündigte erweiterte Rückkäufe von Staatsanleihen zu finanzieren, mit dem Ziel, die Renditen zu drücken. Dazu zeigte am Berichtstag eine Auktion kurzfristiger US-Staatsanleihen Anzeichen einer starke Nachfrage.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 9:15 Uhr % YTD EUR/USD 1,1666 -0,1 1,1674 1,1659 -0,7 EUR/JPY 185,46 -0,2 185,83 185,81 +0,8 EUR/GBP 0,8553 +0,0 0,8552 0,8546 -1,9 USD/JPY 158,95 -0,1 159,16 159,35 +1,5 USD/KRW 1.384,50 +0,2 1.382,21 1.384,60 -3,9 USD/CNY 6,7209 +0,0 6,7203 6,7232 -3,9 USD/CNH 6,7193 +0,0 6,7167 6,7226 -3,7 USD/HKD 7,8402 +0,0 7,8379 7,8383 +0,8 AUD/USD 0,7183 +0,3 0,7160 0,7144 +7,7 NZD/USD 0,5956 -0,3 0,5974 0,5952 +3,5 BTC/USD 79.094,40 +1,1 78.212,18 80.697,93 -9,8
Der Dollar gab trotz deutlicher gefallener Renditen nur leicht nach, der Dollar-Index büßte 0,1 Prozent ein. Der Euro kostete am Abend mit 1,1676 Dollar 0,1 Prozent mehr. Auch in Europa waren die Renditen deutlich gesunken.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.643,46 -0,3 -13,13 4.656,59 Silber 69,26 +0,9 0,62 68,64 Platin 1.866,15 +0,5 8,55 1.857,60
Beim Gold tat sich nach dem jüngsten Anstieg im US-Handel wenig - trotz deutlich gesunkener Renditen am Anleihemarkt. Die Feinunze verbilligte sich zum Settlement um 0,1 Prozent auf 4.638,10 Dollar.
ÖL
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 80,87 -1,8 -1,49 82,36 Brent/ICE 86,89 -1,9 -1,69 88,58
Die Ölpreise sanken deutlich, Brent-Öl verbilligte sich um 3,9 Prozent auf 88,58 Dollar. Möglicherweise spekulierte der Markt darauf, dass sich bei der weiter kaum passierbaren Straße von Hormus etwas tun werde, nachdem die USA einen globalen Sanktionsplan gegen den Iran gestartet hatten, um diesen in die Knie zu zwingen. Im asiatisch dominierten Handel am Mittwoch geht es mit den Preisen weiter abwärts. Marktteilnehmer verweisen auf Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Oman über die Einrichtung eines sicheren Schifffahrtswegs durch die Straße von Hormus. Eine temporäre Route könnte nach Aussage des omanischen Außenministeriums schon bald festgelegt werden.
MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 20.00 UHR
INFLATION AUSTRALIEN
Die Verbraucherpreise in Australien sind im Juli stärker als erwartet gestiegen. Dies erhöht den Druck auf die Reserve Bank of Australia (RBA), die Zinsen noch vor Jahresende erneut anzuheben. Die jährliche Inflationsrate lag im Juli bei 3,5 Prozent, wie das australische Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Ökonomen hatten eine Inflation von 3,3 Prozent erwartet.
STARBUCKS
Starbucks' gewerkschaftlich organisierte US-Baristas haben die Kunden zu einem Boykott der Kaffeehauskette aufgerufen. Dies erhöht den Druck auf die Bemühungen von CEO Brian Niccol, die Marke wiederzubeleben. Starbucks Workers United, die mehr als 12.000 Baristas vertritt, startete die Kampagne "No Contract, No Coffee" (Kein Vertrag, kein Kaffee). Sie fordert die Kunden auf, keine Starbucks-Produkte mehr zu kaufen, bis beide Seiten eine Tarifvereinbarung erzielt haben.
BOX
hat im zweiten Quartal einen höheren Gewinn ausgewiesen und seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben. Allerdings senkte das Unternehmen seine Prognose für den bereinigten Gewinn und verwies auf Aktienverwässerung und Gegenwind durch Wechselkurseffekte. Der Cloud-Speicher-Anbieter meldete einen Gewinn von 19,2 Millionen US-Dollar oder 9 Cent je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn bei 13,4 Millionen Dollar oder 5 Cent je Aktie gelegen. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte erzielte Box einen bereinigten Gewinn von 40 Cent je Aktie. Dies entsprach den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz stieg auf 321,1 Millionen Dollar, verglichen mit 294 Millionen Dollar im Vorjahr. Damit wurden die Analystenerwartungen von 319,3 Millionen Dollar übertroffen.
INTUIT
hat für das kommende Jahr ein langsameres Umsatzwachstum prognostiziert. Das Unternehmen muss sich mit Rückgängen in seinem Desktop-Geschäft auseinandersetzen und versucht gleichzeitig, mehr Kunden für seine TurboTax-Plattform zu gewinnen. Intuit schloss sein Geschäftsjahr mit einem Gewinn im vierten Quartal von 363 Millionen Dollar oder 1,34 Dollar je Aktie ab, verglichen mit 381 Millionen Dollar oder 1,35 Dollar je Aktie ein Jahr zuvor. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 4,03 Dollar, verglichen mit den Analystenschätzungen von 3,58 Dollar. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 4,35 Milliarden Dollar, verglichen mit den Analystenschätzungen von 4,27 Milliarden Dollar.
SEMTECH
ist im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat höhere Einnahmen gemeldet. Das Unternehmen teilte mit, es erwarte einen Wendepunkt beim Umsatzwachstum. Der Halbleiterkonzern meldete für das am 26. Juli beendete Quartal einen Gewinn von 160,1 Millionen US-Dollar oder 1,59 Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 27,1 Millionen Dollar oder 31 Cent je Aktie verzeichnet. Bereinigt um bestimmte einmalige Posten lag der Gewinn bei 71 Cent je Aktie. Von Factset befragte Analysten hatten mit 61 Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg auf 341,9 Millionen Dollar von 257,6 Millionen Dollar. Analysten hatten mit Einnahmen von 328,7 Millionen Dollar gerechnet.
OPENAI
at offenbar einen weiteren wichtigen Manager verloren. Chris Malone, zuständig für den Ausbau der Rechenzentren des KI-Unternehmens, habe OpenAI vergangene Woche verlassen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Eine ganze Reihe von Managern hat dem Unternehmen zuletzt vor dem geplanten Börsengang den Rücken gekehrt.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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August 26, 2026 01:45 ET (05:45 GMT)
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