DJ MARKT USA/Verhaltener Start erwartet - Preisdaten dürften Richtung vorgeben
Vor noch vor dem Handelsstart anstehenden neuen Inflationsdaten signalisieren die Futures auf die US-Aktienindizes einen knapp behaupteten Start der Wall Street am Mittwoch. Um 14.30 Uhr MESZ wird neben einer Revision des US-BIP im zweiten Quartal der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE-Deflator) im Juli veröffentlicht. Er gilt als präferiertes Preismaß der US-Notenbank und dürfte daher maßgeblich die Richtung für den Tag vorgeben - am Aktien- wie auch am Anleihemarkt.
Volkswirte rechnen damit, dass der PCE-Deflator zum Vormonat um 0,1 Prozent gestiegen ist und um 3,6 Prozent zum Vorjahr. Für die Kernrate werden Veränderungen von 0,2 bzw. 3,3 Prozent erwartet. Sollten die tatsächlichen Zahlen stärker von den Prognosen abweichen, dürften sie Spekulationen über eine Zinserhöhung der US-Notenbank befeuern oder dämpfen.
Am Zinsterminmarkt gilt aktuell eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bis zum Jahresende als eingepreist. Nach dem Rückgang der Renditen am Anleihemarkt an den beiden Vortagen tut sich dort aktuell kaum etwas, die Zehnjahresrendite steigt minimal auf 4,64 Prozent. Dass die Ölpreise erneut deutlich nachgeben, wird lediglich wohlwollend zur Kenntnis genommen, bewegt die Renditen aber nicht. Mit sinkenden Ölpreisen gehen gemeinhin nachlassende Inflationssorgen einher. Beim Dollar tut sich erneut wenig, der Euro wird mit 1,166 Dollar kaum verändert gehandelt. Der Goldpreis gibt leicht nach.
Als weiteres wichtiges Ereignis des Tages gilt der Quartalsbericht von Nvidia. Das KI-Flaggschiff wird die Zahlen aber erst nach dem Handelsende präsentieren, sie können also erst am Donnerstag den Markt bewegen. Die zentrale Frage ist, ob sich aus Zahlen und Ausblick ablesen lässt, wie nachhaltig und rentabel die aktuell immensen KI-Investitionen weltweit sind. Vorbörslich geht es für die Nvidia-Aktie leicht nach oben.
Intuit sacken um über 11 Prozent ab. Der Experte für Steuer- und Buchhaltungssoftware hat für das kommende Jahr ein langsameres Umsatzwachstum in Aussicht gestellt.
Zoom Communications werden knapp 6 Prozent tiefer gestellt. Der Umsatz des Videokonferenzunternehmens stieg im zweiten Quartal zwar, allerdings verfehlt der Ausblick für das laufende Quartal die Erwartungen.
Meta Platforms hat derweil laut einem Bloomberg-Bericht mit mehreren Generalstaatsanwälten von US-Bundesstaaten über eine mögliche Einigung verhandelt. Dabei geht es um ein Verfahren, in dem Meta vorgeworfen wird, Facebook und Instagram für junge Nutzer süchtig machend gestaltet zu haben. Meta liegen knapp 1 Prozent im Plus.
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August 26, 2026 06:06 ET (10:06 GMT)
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