München (ots) -
Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik zeigt: Durch Erbschaften und Vermächtnisse wurden im Jahr 2025 Vermögenswerte in Höhe von 77,9 Milliarden Euro übertragen - 18,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Vermögensübertragungen durch Schenkungen stiegen um 28,7 Prozent auf 63,2 Milliarden Euro.
Die Statistik erfasst nur Vermögensübergänge, für die Erbschaft- oder Schenkungsteuer festgesetzt wurde. Die meisten Erbschaften, Vermächtnisse und Schenkungen liegen innerhalb der steuerlichen Freibeträge und sind daher in der Regel nicht enthalten. Die tatsächliche Gesamtsumme des jährlich vererbten und verschenkten Vermögens liegt deshalb höher als die in der Steuerstatistik ausgewiesenen Beträge.
Für Petra Sorge-Booms, Vorständin der SOS-Kinderdörfer weltweit, ist klar: Die Statistik bestätigt einen Trend, der gesellschaftspolitisch weit über Steuerfragen hinausgeht. Immer größere Vermögen wechseln die Generation. Was das für Chancen, Teilhabe und den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedeutet, steht zunehmend im Mittelpunkt gesellschaftlicher Debatten.
"Die Statistik über die Erbschaft- und Schenkungsteuer zeigt, wie viel Vermögen bei der Weitergabe zwischen Generationen steuerlich erfasst wird. Sie bildet aber nur einen Teil der Vermögensübertragungen ab. Wir möchten die Veröffentlichung zum Anlass nehmen, um die Debatte über Fairness, Verantwortung und Zusammenhalt zu vertiefen."
Erbschaftsteuer in der politischen Debatte - Testamentsspenden als direkter Hebel
Eine forsa-Umfrage* im Auftrag der SOS-Kinderdörfer weltweit hat Anfang des Jahres gezeigt, dass die Deutschen eine klare Haltung zu Vermögen haben: 80 Prozent waren der Meinung, dass Menschen mit großem Vermögen eine größere Verantwortung für die Gesellschaft und kommende Generationen tragen. 71 Prozent sprachen sich dafür aus, sehr große Erbschaften stärker zu besteuern als bisher. Neben der Debatte über die Reform der Erbschaftsteuer sieht Petra Sorge-Booms eine zweite, oft übersehene Möglichkeit gesellschaftlicher Verantwortung: Gemeinnütziges Vererben.
"Die Erbschaftsteuer finanziert wichtige staatliche Aufgaben - von Bildung bis hin zur Infrastruktur. Doch die Gesellschaft profitiert von Erbschaften nicht allein durch Steuereinnahmen. Testamentsspenden ermöglichen es Menschen, ihr Vermögen gezielt für Herzensprojekte zu hinterlassen. Sie machen aus privatem Nachlass einen Beitrag für das Gemeinwohl und können dort helfen, wo gesellschaftliche Unterstützung besonders gebraucht wird, etwa für Kinder und Jugendliche."
Bereitschaft und Zustimmung zu Testamentsspenden wächst
Gemeinnütziges Vererben ist kein Nischenphänomen mehr. Die Bereitschaft, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken, wächst. 73 Prozent der potenziellen Erb:innen sind laut der forsa-Befragung außerdem bereit, auf einen Teil ihres Erbes zugunsten gemeinnütziger Zwecke zu verzichten.
"Das zeigt: Die Bereitschaft ist groß. Umso wichtiger ist es, Menschen in der Breite frühzeitig über ihre Möglichkeiten zu informieren und ihnen unabhängige Beratung anzubieten, damit sie ihren letzten Willen selbstbestimmt und im Einklang mit ihren Werten gestalten können."
* Quellen:
destatis: "Statistik über die Erbschaft- und Schenkungsteuer 2025".
forsa-Umfrage im Auftrag der SOS-Kinderdörfer weltweit, Februar 2026. Befragt wurden 1.622 repräsentativ ausgewählte Personen ab 18 Jahren im Rahmen eines Online-Panels.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de
Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/1658/6340228
Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik zeigt: Durch Erbschaften und Vermächtnisse wurden im Jahr 2025 Vermögenswerte in Höhe von 77,9 Milliarden Euro übertragen - 18,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Vermögensübertragungen durch Schenkungen stiegen um 28,7 Prozent auf 63,2 Milliarden Euro.
Die Statistik erfasst nur Vermögensübergänge, für die Erbschaft- oder Schenkungsteuer festgesetzt wurde. Die meisten Erbschaften, Vermächtnisse und Schenkungen liegen innerhalb der steuerlichen Freibeträge und sind daher in der Regel nicht enthalten. Die tatsächliche Gesamtsumme des jährlich vererbten und verschenkten Vermögens liegt deshalb höher als die in der Steuerstatistik ausgewiesenen Beträge.
Für Petra Sorge-Booms, Vorständin der SOS-Kinderdörfer weltweit, ist klar: Die Statistik bestätigt einen Trend, der gesellschaftspolitisch weit über Steuerfragen hinausgeht. Immer größere Vermögen wechseln die Generation. Was das für Chancen, Teilhabe und den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedeutet, steht zunehmend im Mittelpunkt gesellschaftlicher Debatten.
"Die Statistik über die Erbschaft- und Schenkungsteuer zeigt, wie viel Vermögen bei der Weitergabe zwischen Generationen steuerlich erfasst wird. Sie bildet aber nur einen Teil der Vermögensübertragungen ab. Wir möchten die Veröffentlichung zum Anlass nehmen, um die Debatte über Fairness, Verantwortung und Zusammenhalt zu vertiefen."
Erbschaftsteuer in der politischen Debatte - Testamentsspenden als direkter Hebel
Eine forsa-Umfrage* im Auftrag der SOS-Kinderdörfer weltweit hat Anfang des Jahres gezeigt, dass die Deutschen eine klare Haltung zu Vermögen haben: 80 Prozent waren der Meinung, dass Menschen mit großem Vermögen eine größere Verantwortung für die Gesellschaft und kommende Generationen tragen. 71 Prozent sprachen sich dafür aus, sehr große Erbschaften stärker zu besteuern als bisher. Neben der Debatte über die Reform der Erbschaftsteuer sieht Petra Sorge-Booms eine zweite, oft übersehene Möglichkeit gesellschaftlicher Verantwortung: Gemeinnütziges Vererben.
"Die Erbschaftsteuer finanziert wichtige staatliche Aufgaben - von Bildung bis hin zur Infrastruktur. Doch die Gesellschaft profitiert von Erbschaften nicht allein durch Steuereinnahmen. Testamentsspenden ermöglichen es Menschen, ihr Vermögen gezielt für Herzensprojekte zu hinterlassen. Sie machen aus privatem Nachlass einen Beitrag für das Gemeinwohl und können dort helfen, wo gesellschaftliche Unterstützung besonders gebraucht wird, etwa für Kinder und Jugendliche."
Bereitschaft und Zustimmung zu Testamentsspenden wächst
Gemeinnütziges Vererben ist kein Nischenphänomen mehr. Die Bereitschaft, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken, wächst. 73 Prozent der potenziellen Erb:innen sind laut der forsa-Befragung außerdem bereit, auf einen Teil ihres Erbes zugunsten gemeinnütziger Zwecke zu verzichten.
"Das zeigt: Die Bereitschaft ist groß. Umso wichtiger ist es, Menschen in der Breite frühzeitig über ihre Möglichkeiten zu informieren und ihnen unabhängige Beratung anzubieten, damit sie ihren letzten Willen selbstbestimmt und im Einklang mit ihren Werten gestalten können."
* Quellen:
destatis: "Statistik über die Erbschaft- und Schenkungsteuer 2025".
forsa-Umfrage im Auftrag der SOS-Kinderdörfer weltweit, Februar 2026. Befragt wurden 1.622 repräsentativ ausgewählte Personen ab 18 Jahren im Rahmen eines Online-Panels.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de
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