DJ MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet - Softwareaktien schwach - Ölpreise fallen weiter
DOW JONES--Mit kleinen Gewinnen zeigen sich die europäischen Börsen am Mittwochmittag. Der DAX legt um 0,2 Prozent zu auf 26.327 Punkte, der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,3 Prozent auf 6.474 Zähler. Das Umfeld verbessert sich weiter. Der Ölpreis fällt erneut deutlich um rund 3 Prozent auf 86 Dollar. Auslöser sind Berichte, wonach Iran und Oman über ein Rahmenabkommen zur Öffnung der Straße von Hormus verhandeln. Daneben kursieren Berichte, nach denen sich USA und Iran auf einen neuen Waffenstillstand geeinigt haben sollen. Derweil geht es an den Anleihemärkten ruhig zu, nachdem an den beiden Vortagen die Renditen wieder deutlich gesunken waren nach dem vorangegangenen Anstieg auf Mehrjahreshochs.
Für Zurückhaltung sorgen wichtige anstehende Ereignisse. Am Nachmittag werden neue US-Inflationsdaten veröffentlicht, am Abend nach Handelsende in New York öffnet die KI-Ikone Nvidia ihre Bücher und am Freitag steht die Rede des neuen US-Notenbankchefs Warsh auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole auf dem Programm. Von letzterer erhoffen sich die Märkte klare Signale zum Umgang mit der weiter zu hohen Inflation. Solle Warsh wenig Orientierung bieten, dürfte der Druck auf das lange Ende der Zinskurve zunehmen, glaubt Marktexperte Kevin Thozet vom Vermögensverwalter Carmignac.
Von Nvidia wird zwar einerseits erneut ein gigantischer Umsatz erwartet, der Fokus hat sich aber verschoben. Die alle umtreibende Frage ist die nach der Nachhaltigkeit der immensen KI-Investitionen weltweit und nach deren Rentabilität.
Der bereits am Nachmittag in den USA anstehende Preisindex der Konsumausgaben (PCE-Deflator) gilt als der von der US-Notenbank präferierte Maßstab zur Inflationsmessung. Volkswirte rechnen mit einem Anstieg um 0,1 Prozent zum Vormonat und 3,6 Prozent zum Vorjahr. Die Inflation läge damit weiter weit über dem Ziel der US-Notenbank von 2 Prozent.
Siemens Energy hat angekündigt, die Sparte Transformation of Industry (TI) ausgliedern zu wollen. Sie umfasst industrienahe Geschäfte rund um Dampfturbinen und Kompressoren. "Wenn wir unsere Struktur nicht verändern, begrenzen wir die Möglichkeiten von Transformation of Industry", sagte Konzernchef Christian Bruch. Für die Analysten von RBC kommt dies nicht überraschend. "Wir gehen davon aus, dass eine Dekonsolidierung dazu beitragen würde, die Siemens-Energy-Story zu vereinfachen und den Fokus auf das Kerngeschäft mit Gas und Netzen zu richten", heißt es. Nachdem die Aktie bereits am Vortag mit entsprechenden Pressemeldungen deutlicher gestiegen war, geht es nun um 1,1 Prozent nach unten.
Mit einem Minus von 3,7 Prozent führen SAP die Verliererliste im DAX mit weitem Abstand an. Die UBS hat die Aktie auf "Neutral" nach "Kaufen" abgestuft, unter anderem mit dem Verweis auf fehlende kurzfristige KI-Kurstreiber. Im Sektor geben Nemetschek und Teamviewer etwa . Im Sektor stehen eine Reihe weiterer Werte unter Druck. Nemetschek fallen um 2,6 und Atoss Software um 1,7 Prozent. In London geht es für Sage um 4,2 Prozent südwärts, in Paris kommen Dassault Systemes um knapp 2 Prozent zurück.
Hauptverlierer sind mit dem weiter nachgebenden Ölpreis Ölaktien. Hier fällt der Stoxx-Sektorindex um 1,6 Prozent. Größter Verlierer bei den Einzelwerten sind BP mit 2,7 Prozent Abschlag. Auf der Gewinnerseite finden sich Stahlwerte, wozu Marktteilnehmer auf zuletzt besseren Konjunkturdaten verweisen, wie den deutschen Ifo-Index oder das nach oben revidierte deutsche BIP-Wachstum. Arcelor und Thyssen steigen um je 3,5 Prozent, Salzgitter sogar um 6,8 Prozent.
Auch Rohstoffaktien legen zu. Der Kurs des Kupferproduzenten Antofagasta steigt um 2,5 Prozent, im MDAX steigt der Kurs der Kupferschmiede Aurubis um 2,4 Prozent.
Geschäftszahlen und bestätigter Ausblick von Aroundtown sind derweil laut JP Morgan weitgehend den Erwartungen entsprechend ausgefallen. Das Immobilienunternehmen hat im ersten Halbjahr gleichbleibende Mieteinnahmen und ein stabiles operatives Ergebnis eingefahren und den Ausblick bestätigt. Die Aktie bewegt sich kaum.
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.474,37 +0,3 18,74 6.455,63 11,8 Stoxx-50 5.497,73 +0,0 1,14 5.496,59 11,8 DAX 26.327,34 +0,2 61,20 26.266,14 7,5 MDAX 32.510,06 +0,8 242,62 27.039,42 6,2 TecDAX 4.025,68 -0,6 -25,04 3.091,28 11,1 SDAX 18.671,62 +0,7 129,80 13.062,07 8,7 FTSE 10.873,55 -0,1 -12,61 10.886,16 9,5 CAC 8.482,33 +0,5 43,13 8.439,20 4,1 SMI 14.573,94 +0,3 48,65 14.525,29 9,8 ATX 6.724,59 +0,8 52,32 6.672,27 26,3 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 19:00 EUR/USD 1,1661 -0,1 -0,0013 1,1674 1,1671 EUR/JPY 185,58 -0,1 -0,2500 185,83 185,9100 EUR/CHF 0,9378 +0,3 0,0025 0,9353 0,9365 EUR/GBP 0,856 +0,1 0,0008 0,8552 0,8559 USD/JPY 159,13 -0,0 -0,0300 159,16 159,2700 GBP/USD 1,3621 -0,2 -0,0028 1,3649 1,3631 USD/CNY 6,7205 0,0 0,0002 6,7203 6,7203 USD/CNH 6,7202 +0,1 0,0035 6,7167 6,7179 AUS/USD 0,7179 +0,3 0,0019 0,716 0,7153 Bitcoin/USD 78.678,88 +0,6 466,70 78.212,18 79.117,76 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 80,22 -2,6 -2,14 82,36 Brent/ICE 86,04 -2,9 -2,54 88,58 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.616,81 -0,9 -39,78 4.656,59 Silber 68,39 -0,4 -0,25 68,64 Platin 1.866,13 +0,5 8,53 1.857,60 (Angaben ohne Gewähr)
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August 26, 2026 07:56 ET (11:56 GMT)
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