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MÄRKTE USA/Aktien nach Preisdaten nah an Erwartung knapp behauptet erwartet

DJ MÄRKTE USA/Aktien nach Preisdaten nah an Erwartung knapp behauptet erwartet

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Nach nah an den Prognosen liegenden neuen Inflationsdaten sieht es am Mittwoch nach einem knapp behaupteten Start an der Wall Street aus. Der Kernpreisindex der persönlichen Konsumausgaben (Kern-PCE-Deflator) für Juli - ein von der US-Notenbank präferiertes Preismaß - ist exakt wie erwartet zum Vormonat um 0,2 und zum Vorjahr um 3,3 Prozent gestiegen. Bei den Gesamtraten fiel der jeweilige Anstieg minimal höher aus als geschätzt. Die Daten dürften somit kaum für stärkere Impulse sorgen, auch wenn der Preisanstieg weiter deutlich über dem Zielwert der US-Notenbank von 2 Prozent liegt. Gespannt warten die Akteure nun auf den ersten Auftritt des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh beim Notenbanker-Treffen in Jackson Hole am Freitag und wie er sich dort zur Inflationsbekämpfung auslassen wird.

Derweil ist die Nachfrage nach langlebigen Gütern in den USA im Juli stärker als erwartet gestiegen, während das BIP-Wachstum im zweiten Quartal in zweiter Lesung annualisiert mit 1,5 Prozent bestätigt wurde.

Nach dem Rückgang der Renditen am Anleihemarkt an den beiden Vortagen tut sich dort aktuell kaum etwas, die Zehnjahresrendite steigt um 1 Basispunkt auf 4,65 Prozent.

Dass die Ölpreise erneut deutlich nachgeben, wird wohlwollend zur Kenntnis genommen, bewegt die Renditen aber nicht. Brent-Öl verbilligt sich um 2,7 Prozent auf gut 86 Dollar. Mit sinkenden Ölpreisen gehen gemeinhin nachlassende Inflationssorgen einher. Für Druck auf die Ölpreise sorgen Hoffnungen auf Fortschritte bei diplomatischen Bemühungen zur Freigabe der Straße von Hormus. Unter anderem sollen sich der Iran und Oman auf eine neue temporäre Route durch die Straße von Hormus geeinigt haben. Daneben kursieren Berichte über eine neue Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran.

Beim Dollar tut sich erneut wenig, der Euro wird mit 1,1662 Dollar kaum verändert gehandelt. Der Goldpreis gibt um knapp 1 Prozent nach auf 4.620 Dollar je Unze.

Als weiteres wichtiges Ereignis des Tages gilt der Quartalsbericht von Nvidia. Das KI-Flaggschiff wird die Zahlen aber erst nach dem Handelsende präsentieren, sie können also erst am Donnerstag den Markt bewegen. Die zentrale Frage ist, ob sich aus Zahlen und Ausblick ablesen lassen wird, wie nachhaltig und rentabel die aktuell immensen KI-Investitionen weltweit sind. Vorbörslich tendiert die Nvidia-Aktie knapp behauptet.

Intuit sacken um über 10 Prozent ab. Der Experte für Steuer- und Buchhaltungssoftware hat für das kommende Jahr ein langsameres Umsatzwachstum in Aussicht gestellt. Zoom Communications werden rund 6 Prozent tiefer gestellt. Der Umsatz des Videokonferenzunternehmens stieg im zweiten Quartal zwar, allerdings verfehlt der Ausblick für das laufende Quartal die Erwartungen.

Meta Platforms hat derweil laut einem Bloomberg-Bericht mit mehreren Generalstaatsanwälten von US-Bundesstaaten über eine mögliche Einigung verhandelt. Dabei geht es um ein Verfahren, in dem Meta vorgeworfen wird, Facebook und Instagram für junge Nutzer süchtig machend gestaltet zu haben. Meta liegen knapp 2 Prozent im Plus.

J.M. Smucker hat einen über Erwarten liegenden Umsatz und Gewinn gemeldet und die Prognosen erhöht. Die Aktie des Lebensmittel- und Getränkekonzerns zieht vorbörslich um 3,6 Prozent an.

US-Treasuries   Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,21 +0,01    4,22      4,17 
5 Jahre       4,36 +0,01    4,37      4,33 
10 Jahre       4,65 +0,01    4,65      4,62 
 
 
DEVISEN      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 19:00 
EUR/USD      1,1664  -0,1  -0,0010     1,1674   1,1671 
EUR/JPY      185,67  -0,1  -0,1600     185,83  185,9100 
EUR/CHF       0,938  +0,3   0,0027     0,9353   0,9365 
EUR/GBP      0,8566  +0,2   0,0014     0,8552   0,8559 
USD/JPY      159,17  +0,0   0,0100     159,16  159,2700 
GBP/USD      1,3614  -0,3  -0,0035     1,3649   1,3631 
USD/CNY      6,7206  0,0   0,0003     6,7203   6,7203 
USD/CNH      6,7199  +0,1   0,0032     6,7167   6,7179 
AUS/USD       0,718  +0,3   0,0020      0,716   0,7153 
Bitcoin/USD   78.352,66  +0,2   140,48    78.212,18 79.117,76 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex      80,25  -2,6   -2,11      82,36 
Brent/ICE      86,21  -2,7   -2,37      88,58 
 
 
Metalle      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold       4.623,71  -0,7   -32,88    4.656,59 
Silber       68,73  +0,1    0,09      68,64 
Platin      1.855,70  -0,1   -1,90    1.857,60 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 26, 2026 09:06 ET (13:06 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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