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XETRA-SCHLUSS/DAX gut behauptet - deutlich unter Tageshoch

DJ XETRA-SCHLUSS/DAX gut behauptet - deutlich unter Tageshoch

DOW JONES--Mit einem am Ende nur kleinen Plus hat sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch aus dem Handel verabschiedet. Zwischenzeitlich hatte es nach einem erfolgreicheren Tag ausgesehen: Im Hoch erreichte der Leitindex über 26.450 Punkte, ehe die Gewinne am Nachmittag immer weiter abbröckelten. Am Ende des Tages stand ein Plus von 0,1Prozent auf 26.286 Punkte.

Für etwas Gegenwind sorgte der Ölpreis. Zunächst war der Brent-Ölpreis mit Berichten über eine temporäre Wiederöffnung der Straße von Hormus durch den Iran und Oman um rund 3 Prozent noch weiter abgerutscht, am Nachmittag wurde der Rückgang dann aber fast komplett wieder aufgeholt.

Mit Spannung erwartete neue US-Inflationsdaten verpufften weitgehend, weil der Anstieg der Kernrate mit 3,3 Prozent im erwarteten Rahmen ausfiel. Sie liegt damit aber weiter klar über dem Inflationsziel der US-Notenbank von 2 Prozent, spricht also tendenziell für steigende Leitzinsen. Im Blick haben Börsianer nun den Freitag, wenn die Rede des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole auf dem Programm steht. Von ihr erhofft man sich neue Erkenntnisse zur Inflationsbekämpfung.

Unternehmensnachrichten waren weiter rar. SAP führten mit einem Minus von 2,9 Prozent die Verliererliste im DAX an. Die UBS hatte die Aktie auf "Neutral" nach "Kaufen" abgestuft, unter anderem mit dem Verweis auf fehlende kurzfristige KI-Kurstreiber. Im Sektor standen aber auch andere Werte unter Druck: Nemetschek fielen um 1,4 und Atoss Software um 1,6 Prozent.

Aufwärts ging es mit den Kursen der Stahlaktien nach zuletzt wieder besseren Konjunkturdaten, wie dem deutschen Ifo-Index. Thyssenkrupp legten um 5,5 Prozent zu, Salzgitter sogar um 9,1 Prozent. Ein Händler sprach von "Konjunkturoptimismus auf fast ganzer Breite". Auch Werte rund um Bau und Dienstleistungen zogen kräftig an. Heidelberg Materials stiegen um 5,2 Prozent oder Bilfinger um 4,2 Prozent.

Siemens Energy schlossen 1,1 Prozent schwächer nach der Mitteilung, das industrienahe Geschäfte rund um Dampfturbinen und Kompressoren ausgliedern zu wollen. "Wenn wir unsere Struktur nicht verändern, begrenzen wir die Möglichkeiten von Transformation of Industry", sagte Konzernchef Christian Bruch. Für die Analysten von RBC kam dies nicht überraschend. "Wir gehen davon aus, dass eine Dekonsolidierung dazu beitragen würde, die Siemens-Energy-Story zu vereinfachen und den Fokus auf das Kerngeschäft mit Gas und Netzen zu richten", hieß es. Am Dienstag war die Aktie mit entsprechenden Pressemeldungen noch etwas deutlicher gestiegen.

Geschäftszahlen und bestätigter Ausblick von Aroundtown fielen laut JP Morgan weitgehend den Erwartungen entsprechend aus. Das Immobilienunternehmen fuhr im ersten Halbjahr gleichbleibende Mieteinnahmen und ein stabiles operatives Ergebnis ein und bestätigte den Ausblick. Die Aktie schloss knapp 1 Prozent fester.

Index     zuletzt* +/- % +/- % YTD 
DAX       26.286  +0,1    7,5 
DAX-Future    26.358  +0,2    6,7 
XDAX       26.310  +0,3    7,0 
MDAX       32.521  +0,8    6,1 
TecDAX      4.019  -0,8    11,0 
SDAX       18.642  +0,5    8,6 
zuletzt       +/- Ticks 
Bund-Future   124,11 -17,0 
*gerundet 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/gos

(END) Dow Jones Newswires

August 26, 2026 11:47 ET (15:47 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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