EQS-News: AUSTRIACARD HOLDINGS AG
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H1 2026: Wachstumsdynamik wie angekündigt zurückgekehrt, mit einer Beschleunigung des Umsatzwachstums auf +20% im Q2 Digital Technologies sowie Identity & Payment Solutions treiben das breit abgestützte Wachstum in allen drei geografischen Segmenten voran 96,55% der Aktionäre von AUSTRIACARD haben das Übernahmeangebot von DNP angenommen;
26. August 2026 - AUSTRIACARD HOLDINGS AG (ACAG), ein internationaler Konzern für angewandte Technologien mit Hauptsitz in Wien, gibt seine Finanzergebnisse für das erste Halbjahr 2026 bekannt. Manolis Kontos, Vorstandsvorsitzender und Group CEO, kommentiert : "Das erste Halbjahr 2026 bestätigt, was wir zu Jahresbeginn angekündigt haben: Die Rückkehr zu nachhaltigem Wachstum setzt sich fort und ist kein einmaliger Effekt eines einzelnen Quartals. Das Umsatzwachstum hat sich im Verlauf des zweiten Quartals beschleunigt, wobei alle drei geografischen Segmente zu diesem Erfolg beigetragen haben und insbesondere unsere Geschäftsbereiche Digital Technologies sowie Identity & Payment Solutions die Entwicklung vorantreiben. Die strategischen Entscheidungen der vergangenen Jahre - die Märkte, die wir erschlossen haben, die Fähigkeiten, die wir aufgebaut haben, und die Kundenbeziehungen, die wir vertieft haben - spiegeln sich nun zunehmend in unseren Ergebnissen wider. Die Breite und Beständigkeit dieser Entwicklung geben uns großes Vertrauen in den weiteren Kurs des Unternehmens. Gleichzeitig wird sich die Profitabilität im Gesamtjahr voraussichtlich anders entwickeln als das Umsatzwachstum. Wettbewerbsbedingter Preisdruck bei Bankkarten in Teilen Zentral- und Osteuropas und der Türkei sowie die strukturelle Weiterentwicklung unseres Geschäftsbereichs Document Lifecycle Management hin zu digitalen Lösungen führen aktuell zu Margendruck. Diesen Herausforderungen begegnen wir aktiv durch weiteres Wachstum unserer Digital Technologies-Aktivitäten, ganzheitlicher Bürgeridentitätslösungen und Fintech-orientierter Payment Solutions, während wir unseren Fokus konsequent auf operationale Exzellenz und die Qualität unseres Geschäftsportfolios richten. Darüber hinaus führen der Übernahmeprozess durch DNP sowie die Erfüllung des früheren Managementbeteiligungs-programms im Jahr 2026 zu einmaligen Zusatzkosten. Die daraus resultierenden Zahlungsmittelabflüsse werden jedoch im zweiten Halbjahr voraussichtlich weitgehend durch die deutliche Verbesserung des Working Capitals kompensiert. Diese Faktoren stellen die Herausforderungen dar, die wir derzeit aktiv steuern - an der grundsätzlichen positiven Entwicklung unseres Geschäftsmodells ändern sie nichts. Die im ersten Halbjahr erzielten Ergebnisse sind das Ergebnis konsequenter Aufbauarbeit über mehrere Jahre hinweg: des Aufbaus unserer Teams und Kompetenzen, der Erschließung neuer Märkte sowie der Entwicklung langfristiger Kundenbeziehungen. Wir sehen im Bereich Digital Technologies die Entwicklung von Pilotprojekten zu großvolumigen Implementierungen, wie sich Identity Solutions in der MEA-Region zunehmend zu wiederkehrenden Umsatzquellen etablieren und wie das Geschäft mit Fintech- und Neobank-Kunden im Vereinigten Königreich und in den Vereinigten Staaten weiter wächst. Nach Abschluss der Annahmefrist des DNP-Angebots konzentriert sich AUSTRIACARD nun auf die Erfüllung der noch ausstehenden aufschiebenden Bedingung. Vorbehaltlich der Erfüllung dieser Bedingung und des erfolgreichen Abschlusses der Transaktion wird erwartet, dass der geplante Zusammenschluss mit DNP voraussichtlich die geografische Reichweite, die Kompetenzen sowie die Kundenbeziehungen in Europa, Asien, den USA und dem Nahen Osten sinnvoll ergänzt und stärkt. Wie in den Angebotsunterlagen dargelegt, hat DNP seine Absicht bekundet, die weitere Umsetzung der Strategie der Gruppe zu unterstützen. Unser Fokus bleibt unverändert auf unsere Kunden, unsere Mitarbeitenden und die konsequente Nutzung der vor uns liegenden Wachstumschancen gerichtet."
KONZERN GESCHÄFTSVERLAUF HIGHLIGHTS
Group Revenues Die Konzernumsatzerlöse stiegen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 14,0% auf € 186,6 Mio. Wesentliche Wachstumstreiber waren:
Alle drei Segmente verzeichneten ein solides Umsatzwachstum. Die Segmente MEA (rund +26%) und WEST (rund +23%) entwickelten sich dabei besonders dynamisch. Hervorzuheben ist zudem, dass sich das Umsatzwachstum im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem ersten Quartal 2026 in allen drei regionalen Segmenten weiter beschleunigte.
Eine ausführliche geografische Segmentanalyse des Konzerns finden Sie in den Anhängen auf den Seiten 20-22 und 29-30. Central Eastern Europe & DACH (CEE) Die Umsatzerlöse des Segments stiegen gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 7% auf € 111,5 Mio. Der Bereich Digital Technologies erwies sich als bedeutendster Wachstumstreiber im Segment CEE. Maßgeblich hierfür war die beschleunigte Umsetzung großvolumiger Digitalisierungsprojekte im öffentlichen Sektor in Griechenland, die zu zusätzlichen Umsatzerlösen von rund € 14 Mio. führte. Demgegenüber wirkten sich Basiseffekte aus Kartenerneuerungen im rumänischen Bankenmarkt sowie bei Gesundheitskarten (e-card) in Österreich im Vergleichszeitraum des Vorjahres belastend auf die Umsatzentwicklung aus und überkompensierten die insgesamt solide Entwicklung im Bereich Payment Solutions. Die Umsatzerlöse im Bereich Identity & Payment Solutions gingen infolgedessen gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 2% zurück. Darüber hinaus reduzierte sich der Umsatz im Bereich Document Lifecycle Management um 11%, was insbesondere auf den anhaltenden strukturellen Rückgang des Post- und Druckgeschäfts in Rumänien und Griechenland im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung der Kundenkommunikation zurückzuführen ist. Identity & Payment Solutions machten 39% der gesamten Umsatzerlöse des CEE-Segments aus (€ 44 Mio. Umsatzerlöse), dicht gefolgt von Document Lifecycle Management mit € 39 Mio. bzw. 35% der gesamten Segmentumsatzerlöse. Das oben beschriebene starke Wachstum im Bereich Digital Technologies erhöhte dessen Anteil an den gesamten Umsatzerlösen des CEE-Segments auf 25% gegenüber 14% in H1 2025. Western Europe, Nordics, Americas (WEST) Die Umsatzerlöse des Segments entwickelten sich erneut sehr positiv und stiegen gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 23% auf € 67,3 Mio. Wesentlicher Wachstumstreiber war die anhaltend starke Entwicklung im Bereich Payment Solutions (+23 % gegenüber H1 2025), getragen vom kontinuierlichen Ausbau des Geschäfts mit Fintechs aus Großbritannien und den USA. Besonders hervorzuheben ist die weiterhin starke Entwicklung des US-Geschäfts des Segments (€ 15 Mio. Umsatzerlöse, +35% gegenüber dem ersten Halbjahr 2025). Wesentliche Treiber waren Versanddienstleistungen für personalisierte Karten (Fulfilment), Metallkarten sowie Leistungen im Bereich der Kartenpersonalisierung. Auch das Geschäft mit Kunden in Großbritannien entwickelte sich sehr dynamisch (+36% gegenüber dem ersten Halbjahr 2025). Das Wachstum spiegelt die erfolgreiche Ausrichtung des Konzerns auf die wachstumsstarken Marktsegmente Fintech und Neobanken wider. Türkiye, Middle East and Africa (MEA) Die Umsatzerlöse im Segment verzeichneten das stärkste Wachstum (+26% gegenüber H1 2025) unter den geografischen Segmenten. Das Wachstum wurde getragen von (i) Identity Solutions (Umsatzbeitrag von rund € 5 Mio. gegenüber H1 2025), was die erfolgreiche Geschäftsentwicklung der Gruppe bei der Bereitstellung von digitalen Identitäts- und Bürgerauthentifizierungslösungen in verschiedenen Ländern widerspiegelt, (ii) Document Lifecycle Management (zusätzliche Umsatzerlöse von € 0,6 Mio. gegenüber H1 2025) infolge eines Auftrags zur Produktion und Auslieferung von Wahlmaterialien für ein ostafrikanisches Land, sowie (iii) Digital Technologies (zusätzliche Umsatzerlöse von € 0,5 Mio. gegenüber H1 2025), unterstützt durch einen ersten Großauftrag für die Implementierung der GaiaB Appliance in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Wachstum in den vorgenannten Bereichen konnte die Effekte aus der anhaltenden Normalisierung des türkischen Zahlungskartenmarktes (Umsatzrückgang von
1. Bitte beachten Sie (gemäß dem entsprechenden Hinweis in der Pressemitteilung zu den Ergebnissen des ersten Quartals 2026) die Umgliederung von Umsatzerlösen aus Versanddienstleistungen für personalisierte Karten (Fulfilment) vom Bereich "Document Lifecycle Management" in den Bereich "Identity & Payment Solutions". Diese Umgliederung stellt nun sicher, dass die Umsatzerlöse den Zahlungslösungen des Konzerns sachgerecht zugeordnet werden. Identity & Payment Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 13% auf € 117,6 Mio. und wurden von einer positiven Entwicklung in beiden Geschäftsbereichen getragen. Hervorzuheben ist die deutliche Beschleunigung des Umsatzwachstums im zweiten Quartal 2026, das mit +19% gegenüber dem Vorjahr deutlich über dem Wachstum des ersten Quartals 2026 von +7% lag. Die Umsatzerlöse im Bereich Payment Solutions erhöhten sich um 11% gegenüber dem ersten Halbjahr 2025, gestützt durch:
Die Umsatzerlöse im Bereich Identity Solutions stiegen um 33% gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Diese Entwicklung spiegelt die erfolgreiche Geschäftsentwicklung des Konzerns bei Bürgeridentitätslösungen in verschiedenen Märkten der MEA-Region wider. Document Lifecycle Management Die Umsatzerlöse gingen gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 10% auf € 39,8 Mio. zurück. Die Entwicklung war insbesondere auf den anhaltenden strukturellen Volumenrückgang im Post- und Druckgeschäft in Rumänien und Griechenland zurückzuführen, da Unternehmen und öffentliche Institutionen ihre Transaktionskommunikation (z. B. Kontoauszüge, Rechnungen, Bescheide usw.) zunehmend auf elektronische Zustellkanäle verlagern. Demgegenüber stiegen die Umsatzerlöse im Zusammenhang mit Dokumentendruck (Druck und Sicherheitsdruck) im Segment MEA gegenüber H1 2025 um das Vierfache an (Umsatzanstieg von rund € 0,6 Mio. gegenüber H1 2025). Dies spiegelt die erfolgreiche Geschäftsentwicklungstrategie des Konzerns wider, gezielte Initiativen und Chancen im Bereich komplexer digitaler Sicherheitsdruckprojekte für öffentliche Verwaltungen in ausgewählten afrikanischen Märkten zu verfolgen. Digital Technologies Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 nahezu auf das Doppelte und erreichten € 29,1 Mio. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war die Umsetzung großvolumiger Digitalisierungsprojekte im öffentlichen Sektor in Griechenland, die gegenüber dem Vorjahreszeitraum zusätzliche Umsatzerlöse in Höhe von € 14 Mio. bzw. insgesamt € 20 Mio. erzielten. Bis zum 30.06.2026 wurden dem Konzern in Griechenland direkt und indirekt Aufträge für Digitalisierungsprojekte im öffentlichen Sektor mit einem Gesamtauftragswert von rund € 73,5 Mio. erteilt. Von diesem Betrag wurden seit 2023 bis Ende Juni 2026 bereits kumuliert rund € 55,5 Mio. als Umsatzerlöse erfasst, während die verbleibenden rund € 18 Mio. voraussichtlich ab dem dritten Quartal 2026 umsatzwirksam werden. Darüber hinaus gewinnt die Markteinführung der gruppeneigenen KI-Lösung zur Automatisierung von Geschäftsprozessen und Betriebsabläufen, der GaiaB Appliance, zunehmend an Dynamik. Im April 2026 gab der Konzern die Bildung einer strategischen Partnerschaft mit MDS SI Technology & Security Solutions (MDS SI TSS), einer Tochtergesellschaft der MDS SI Group und einem führenden Technologieanbieter im Nahen Osten, Osteuropa und Afrika, bekannt. MDS SI TSS übernimmt dabei die Rolle eines Value-Added Resellers und Systemintegrators für die GaiaB Appliance in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Rahmen dieser strategischen Partnerschaft wurde ein erster Großauftrag zur Implementierung der GaiaB Appliance in den Vereinigten Arabischen Emiraten gewonnen, der im ersten Halbjahr 2026 Umsatzerlöse von € 0,6 Mio. generierte.
Der Bruttogewinn I stieg gegenüber H1 2025 um 12% und wurde durch das Umsatzwachstum (+14,0% gegenüber H1 2025) unterstützt. Die Bruttomarge I verringerte sich um 1 Prozentpunkt auf 45,9%, was insbesondere auf höhere Fremdleistungsaufwendungen im Zusammenhang mit der beschleunigten Umsetzung großvolumiger Digitalisierungsprojekte im öffentlichen Sektor in Griechenland sowie auf Margendruck im Bereich Document Lifecycle Solutions, insbesondere im rumänischen Markt, zurückzuführen ist. Der Bruttogewinn II erhöhte sich gegenüber H1 2025 um 14% und entwickelte sich damit im Einklang mit dem Umsatzwachstum, da Skaleneffekte in der Produktion die niedrigere Bruttomarge I kompensierten. Infolgedessen blieb die Bruttomarge II mit 22,4% nahezu unverändert.
Die Konzern-OPEX (ohne Abschreibungen und Wertminderungen) erhöhten sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 13% auf € 68,6 Mio. Der Anstieg ist in erster Linie zurückzuführen auf: (i) höhere Produktionskosten (+9% vs. H1 2025) im Zusammenhang mit der gestiegenen Geschäftstätigkeit im Bereich Payment Solutions im WEST-Segment sowie im Bereich Digital Technologies Solutions im CEE-Segment, insbesondere aufgrund der Digitalisierungsprojekte im öffentlichen Sektor in Griechenland, (ii) höhere Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Aufwendungen (+13% gegenüber H1 2025), was insbesondere auf den weiteren Ausbau der Konzernmanagement-, Vertriebs- und F&E-Teams, sowie einen Anstieg der Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erfüllung des auslaufenden Managementbeteiligungsprogramms, Bewertungseffekten aus den LTI-Programmen sowie dem laufenden freiwilligen Übernahmeangebot der DNP um rund € 1 Mio. zurückzuführen ist
Das Konzern-EBITDA erhöhte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 10% auf € 19,4 Mio., während die EBITDA-Marge um 0,4 Prozentpunkte auf 10,4% zurückging. Ohne die Aufwendungen im Zusammenhang mit bilanziellen Effekten des auslaufenden Managementbeteiligungsprogramms und des Long-Term-Incentive-(LTI)-Plans sowie mit dem freiwilligen Übernahmeangebot für DNP hätte das Konzern-EBITDA € 21,9 Mio. betragen, verglichen mit einem entsprechenden EBITDA von € 19,3 Mio. im ersten Halbjahr 2025. Dies entspricht einem Anstieg von 13,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum und steht im Einklang mit dem ausgewiesenen Umsatzwachstum. Das Konzern-EBIT erhöhte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 22% auf € 9,9 Mio., getragen vom EBITDA-Wachstum sowie leicht niedrigeren Abschreibungen (-1% gegenüber H1 2025). Die EBIT-Marge verbesserte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 5,3%.
Das Konzernergebnis hat sich gegenüber H1 2025 auf € 5,8 Mio. mehr als verdoppelt, unterstützt durch:
KONZERN VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Die Bilanzsumme belief sich zum 30. Juni 2026 auf € 348,2 Mio. und lag damit um 6% über dem Stand zum
Die Gesamtverbindlichkeiten beliefen sich zum 30. Juni 2026 auf € 217,5 Mio.
Working Capital: Der Anstieg des Net Working Capital um € 15 Mio. (+20%) gegenüber dem 31. Dezember 2025 auf € 89,2 Mio. ist im Wesentlichen zurückzuführen auf:
Insgesamt ist der Anstieg des Net Working Capital in Relation zum Umsatz vor allem auf den zeitlichen Verlauf der Projektabrechnung, die damit verbundene höhere Kapitalbindung während der Projektumsetzung sowie Veränderungen im Umsatzmix zurückzuführen und nicht auf eine strukturelle Verschlechterung des Working-Capital-Managements. Hervorzuheben ist, dass zum 30. Juni 2026 Vertragsvermögenswerte in Höhe von rund € 18 Mio. bzw. 48% der Vertragsvermögenswerte des Konzerns auf vertraglich vereinbarte Digitalisierungsprojekte für den öffentlichen Sektor in Griechenland entfielen. Diese werden nach Projektabschluss fakturiert und in Zahlungsmittelzuflüsse überführt. Das Management erwartet für das zweite Halbjahr 2026 eine deutliche Verbesserung des Working Capitals. Diese Entwicklung wird insbesondere unterstützt durch die Umwandlung der genannten Vertragsvermögenswerte in Fakturierungen und Zahlungseingänge nach Projektabschluss, den weiteren Abbau der Vorräte, die positiven Effekte aus der im Sommer 2025 erfolgten Neuverhandlung von Einkaufsvereinbarungen mit wesentlichen Lieferanten (geringere Abnahmeverpflichtungen und verbesserte Einkaufskonditionen) sowie den Einzug der oben genannten Umsatzsteuerforderungen, die die sonstigen Forderungen im ersten Halbjahr 2026 belastet haben.
Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2025 um € 22 Mio. auf € 103,9 Mio., da der vorstehend beschriebene Anstieg des Net Working Capital sowohl durch vorhandene liquide Mittel als auch durch zusätzliche Finanzverbindlichkeiten finanziert wurde. In diesem Zusammenhang erhöhten sich die Finanzverbindlichkeiten um rund € 7 Mio. Der Verschuldungsgrad des Konzerns (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) erhöhte sich zum 30. Juni 2026 infolge der höheren Nettofinanzverschuldung auf 2,1x, verglichen mit 1,7x zum Geschäftsjahresende 2025 und 2,3x zum 1. Halbjahr 2025.
Das Eigenkapital belief sich zum 30. Juni 2026 auf € 130,7 Mio. und lag damit um 4% unter dem Stand zum Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) verringerte sich von 41,5% zum 31. Dezember 2025 auf 37,5% zum 30. Juni 2026, in erster Linie aufgrund des oben erläuterten Rückgangs des Eigenkapitals.
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit führte im ersten Halbjahr 2026 zu einem Nettoabfluss von € 9,3 Mio. Diese Entwicklung ist insbesondere auf einen deutlichen Anstieg des Mittelabflusses aus Veränderungen des Working Capitals zurückzuführen (Cash-Verbrauch von € 26 Mio. in H1 2026 gegenüber € 7 Mio. in H1 2025). Darüber hinaus belastete auch die erste Zahlung im Zusammenhang mit der Erfüllung des Managementbeteiligungsprogramms 2022-2025 in Höhe von € 2,6 Mio. den operativen Cashflow des Berichtszeitraums zusätzlich. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit führte zu einem Nettoabfluss von € 7,7 Mio., was einem Anstieg von 40% gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 entspricht. Darin enthalten sind:
Die gesamten Investitionsausgaben (CAPEX) des Konzerns einschließlich Nutzungsrechten (Right-of-Use Assets) beliefen sich im ersten Halbjahr 2026 auf € 12,3 Mio. und lagen damit um 56% über dem Vorjahreswert. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit führte zu einem Nettozufluss von € 2,1 Mio. Wesentliche Bestandteile waren Kreditaufnahmen in Höhe von € 13,3 Mio., die Rückzahlungen von Finanzverbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt € 8,0 Mio. sowie gezahlte Zinsen von € 3,1 Mio. mehr als kompensierten.
Dai Nippon Printing Co., Ltd. freiwilliges Übernahmeangebot Am 13. Mai 2026 gab die Dai Nippon Printing Co., Ltd. ("DNP") ihre Absicht bekannt, ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche ausstehenden Aktien der AUSTRIACARD HOLDINGS AG (das "Angebot") zu einem Angebotspreis von € 10,00 je Aktie in bar zu unterbreiten. Die Angebotsunterlage wurde am 12. Juni 2026 veröffentlicht. Am 19. Juni 2026 veröffentlichten Vorstand und Aufsichtsrat ihre begründeten Stellungnahmen und empfahlen den Aktionären der Gesellschaft, das Angebot anzunehmen. Die Annahmefrist für das Angebot begann am 12. Juni 2026 und endete am 21. August 2026 (was einer Gesamtdauer von 10 Wochen entspricht). Rund 96,55% der Aktionäre haben das Angebot angenommen, insgesamt wuden 35.099.096 Aktien in das Angebot eingeliefert. Gemäß dem österreichischen Übernahmegesetz begann am 26. August 2026 eine dreimonatige zusätzliche Annahmefrist für jene Aktionäre, die das Angebot bislang nicht angenommen haben. Diese endet am 26. November 2026 um 17:00 Uhr Wiener Ortszeit bzw. 18:00 Uhr Athener Ortszeit. Das Angebot steht unter den in Abschnitt 4.1 der Angebotsunterlage festgelegten aufschiebenden Bedingungen. Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Pressemitteilung zu den Finanzergebnissen für das erste Halbjahr 2026 waren die aufschiebenden Bedingungen noch nicht vollständig erfüllt (die investitionskontrollrechtliche Freigabe durch die zuständige österreichische Behörde steht noch aus). Daher war das Angebot zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Pressemitteilung noch nicht unbedingt rechtsverbindlich geworden. Darüber hinaus hat DNP seine Absicht bekannt gegeben, vorbehaltlich der Erfüllung der noch ausstehenden aufschiebenden Bedingung (investitionskontrollrechtliche Freigabe durch die zuständige österreichische Behörde) einen Ausschluss der Minderheitsaktionäre gemäß den Bestimmungen des österreichischen Gesellschafter-Ausschlussgesetzes durchzuführen. Dies würde letztlich zu einem Delisting der AUSTRIACARD-Aktien sowohl von der Wiener Börse als auch von Euronext Athen führen.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Central Eastern Europe & DACH (CEE)
Western Europe, Nordics, Americas (WEST)
Türkiye / Middle East and Africa (MEA)
Der vollständige Halbjahresfinanzbericht der AUSTRIACARD HOLDINGS AG für die Periode 1. Jänner bis 30. Juni 2026, aus dem Auszüge in dieser Pressemitteilung zu den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2026 verwendet wurden, ist auf der Webseite des Unternehmens verfügbar: https://www.austriacard.com/investor-relations-ac/financial-reporting-ac/
Telefonkonferenz H1 2026 Finanzergebnisse Das Management der AUSTRIACARD HOLDINGS AG wird eine Telefonkonferenz und einen Live-Webcast veranstalten, um die Finanzergebnisse des ersten Halbjahres 2026 zu präsentieren.
ÜBER AUSTRIACARD HOLDINGS AG AUSTRIACARD HOLDINGS AG ist ein Unternehmen, das auf mehr als 130 Jahre Erfahrung und Innovation in den Bereichen Informationsmanagement, Druck und Kommunikation zurückgreift, um Kundenerlebnisse zu schaffen, die von Transparenz und Sicherheit geprägt sind. Das Unternehmen bietet ein komplementäres Produkt- und Dienstleistungsportfolio in den Bereichen Zahlungslösungen, Identifikation, Smart Cards, Personalisierung, Digitalisierung und sicheres Datenmanagement. ACAG beschäftigt international 2.360 Mitarbeiter und ist an der Euronext Athener und Wiener Börse unter dem Symbol ACAG notiert.
Ansprechpartner: Mr. Dimitris Haralabopoulos, Group IR Director E-Mail:investors@austriacard.com Tel (AT): +43 1 61065 357 Tel (GR): +30 210 669 78 60 Website:www.austriacard.com Symbol: ACAG ISIN: AT0000A325L0 Börse(n): Wiener Börse (Prime Market), Euronext Athener Börse (Main Market)
ANHANG A. PRIMÄRE FINANZBERICHTE
B. GESCHÄFTSSEGMENTE
Umgliederung der Umsatzerlöse pro Geschäftsbereich Ab dem ersten Quartal 2026 umfassen die Umsätze im Bereich "Identity & Payment Solutions" auch Umsätze aus dem Vertrieb personalisierter Karten (Fulfilment), die zuvor den Umsätzen im Bereich "Document Lifecycle Management" zugeordnet waren. Diese Umgliederung spiegelt die Umsätze im Zusammenhang mit den Zahlungslösungen des Konzerns korrekt wider. Die nachstehende Tabelle enthält Einzelheiten zur Umgliederung für jeden Zeitraum im Jahr 2025.
26.08.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS Group | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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