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MÄRKTE USA/Etwas leichter - Anleiherenditen steigen wieder

DJ MÄRKTE USA/Etwas leichter - Anleiherenditen steigen wieder

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Mit den Aktienindizes an der Wall Street geht es am Mittwochmittag (Ortszeit) leicht nach unten. Nah an den Prognosen ausgefallene Inflationsdaten setzen zwar keinen stärkeren Impuls, sorgen aber auch für keine Erleichterung. Der Kernpreisindex der persönlichen Konsumausgaben (Kern-PCE-Deflator) für Juli - ein von der US-Notenbank präferiertes Preismaß - stieg exakt wie erwartet zum Vormonat um 0,2 und zum Vorjahr um 3,3 Prozent. Bei den Gesamtraten fiel der jeweilige Anstieg minimal höher aus als geschätzt. Der Preisanstieg liegt damit weiter deutlich über dem Zielwert der US-Notenbank von 2 Prozent und spricht eher für Zinserhöhungen.

Gespannt warten die Akteure nun auf den ersten Auftritt des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh beim Notenbanker-Treffen in Jackson Hole am Freitag und wie er sich dort zur Inflationsbekämpfung auslassen wird.

Der Dow-Jones-Index gibt um 0,3 Prozent nach, der breite S&P-500 um 0,1 Prozent. Die Nasdaq-Indizes kommen um bis zu 0,4 Prozent zurück. Nach dem Rückgang der Renditen am Anleihemarkt an den beiden Vortagen, geht es dort wieder etwas nach oben. Die Zehnjahresrendite steigt um 3 Basispunkte auf 4,67 Prozent.

Bremsend wirkt im Verlauf die Entwicklung bei den Ölpreisen. Sie gaben zunächst weiter deutlich nach angesichts von Berichten, dass sich der Iran und Oman auf eine temporäre Freigabe der Straße von Hormus geeinigt haben sollen. Mittlerweile ziehen die Preise im Vergleich zum Vortag aber wieder an.

Der Dollar zieht mit den Marktzinsen etwas an, der Euro wird mit 1,1652 Dollar gehandelt. Der Goldpreis gibt um gut 1 Prozent nach auf 4.596 Dollar je Unze.

Für Zurückhaltung am Aktienmarkt dürfte sorgen, dass das KI-Flaggschiff Nvidia nach dem Handelsende seine Quartalszahlen präsentieren wird. Die zentrale Frage ist, ob sich aus Zahlen und Ausblick ablesen lässt, wie nachhaltig und rentabel die aktuell immer noch immensen KI-Investitionen weltweit sind. Die Nvidia-Aktie handelt 1,3 Prozent schwächer.

Intuit verlieren 4,5 Prozent. Der Experte für Steuer- und Buchhaltungssoftware hat für das kommende Jahr ein langsameres Umsatzwachstum in Aussicht gestellt. Zoom Communications werden 7,5 Prozent tiefer gestellt. Der Umsatz des Videokonferenzunternehmens stieg im zweiten Quartal zwar, allerdings verfehlt der Ausblick für das laufende Quartal die Erwartungen.

Meta Platforms hat mitgeteilt, im dritten Quartal im Zusammenhang mit dem Vergleich in einem Rechtsstreit um Jugendschutz in Sozialen Medien eine Belastung in Höhe von rund 10 Milliarden Dollar zu verbuchen. In der Gesamtkostenprognose für das laufende Geschäftsjahr von 165 bis 169 Milliarden Dollar ist dies noch nicht berücksichtigt. Die Aktie legt dennoch um 1,2 Prozent zu. Offenbar hat der Markt hier mit Schlimmerem gerechnet.

J.M. Smucker hat einen über Erwarten liegenden Umsatz und Gewinn gemeldet und die Prognosen erhöht. Die Aktie des Lebensmittel- und Getränkekonzerns zieht um 4,0 Prozent an.

Bei der Kaufhauskette Kohl's sind Gewinn und Umsatz zurückgegangen. Das Unternehmen erhöhte zwar den Ausblick, aber vornehmlich dank Zollrückerstattungen. Nach anfänglichen starken Verlusten liegt die Aktie nun 1,4 Prozent im Plus. Bath & Body Works hat die Gewinnprognose nach einem höheren Gewinn im Quartal angehoben. Das Papier des Seifen- und Duftwarenhändlers verteuert sich um gut 6 Prozent. Abercrombie & Fitch machen einen Satz um 36 Prozent, nachdem das Modeunternehmen die Prognose nach einem Gewinn- und Umsatzanstieg angehoben hat.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      53.444,40  -0,3  -133,00    53.577,40 
S&P-500     7.668,21  -0,1   -9,07    7.677,28 
NASDAQ Comp  26.053,87  -0,4   -97,44    26.151,30 
NASDAQ 100   29.138,47  -0,2   -70,76    29.209,23 
 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,22 +0,02    4,23      4,17 
5 Jahre       4,38 +0,03    4,39      4,33 
10 Jahre      4,66 +0,03    4,67      4,62 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag    Di, 19:00 
EUR/USD      1,1652  -0,2  -0,0022     1,1674      1,1671 
EUR/JPY      185,65  -0,1  -0,1800     185,83     185,9100 
EUR/CHF      0,9383  +0,3   0,0030     0,9353      0,9365 
EUR/GBP      0,8568  +0,2   0,0016     0,8552      0,8559 
USD/JPY      159,3  +0,1   0,1400     159,16     159,2700 
GBP/USD      1,3592  -0,4  -0,0057     1,3649      1,3631 
USD/CNY      6,7225  +0,0   0,0022     6,7203      6,7203 
USD/CNH      6,7233  +0,1   0,0066     6,7167      6,7179 
AUS/USD      0,7168  +0,1   0,0008      0,716      0,7153 
Bitcoin/USD  78.105,88  -0,1  -106,30    78.212,18    79.117,76 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     82,87  +0,6    0,51      82,36 
Brent/ICE     88,96  +0,4    0,38      88,58 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.596,97  -1,3   -59,62    4.656,59 
Silber       67,92  -1,1   -0,72      68,64 
Platin     1.837,17  -1,1   -20,43    1.857,60 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 26, 2026 12:38 ET (16:38 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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