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MÄRKTE ASIEN/Uneinheitlich - Seoul trotz Zinserhöhung sehr fest

DJ MÄRKTE ASIEN/Uneinheitlich - Seoul trotz Zinserhöhung sehr fest

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich am Donnerstag trotz gut ausgefallener Nvidia-Zahlen lediglich uneinheitlich. In Tokio geht es nach oben, der Topix gewinnt 0,3 Prozent. Der technologielastige Kospi in Seoul verbessert sich deutlich um 1,8 Prozent. Dass die südkoreanische Notenbank den Leitzins erneut um 25 Basispunkte angehoben hat, belastet nicht, obgleich der Schritt nicht einhellig so erwartet wurde. Dazu dürfte auch beitragen, dass die Notenbanker nun für dieses Jahr und das nächste mit einem höheren Wirtschaftswachstum rechnen als bislang angenommen.

Shanghai liegt 0,6 Prozent höher. Dagegen geht es in Hongkong um ein halbes Prozent nach unten. Schlusslicht ist die Börse in Sydney mit einem Minus von 0,9 Prozent. Die KI-Ikone Nvidia, die weithin als Gradmesser für den Ausgabenboom im Bereich künstliche Intelligenz gilt, meldete für das jüngste Quartal einen Rekordumsatz von 96,2 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Zudem kündigte Nvidia ein 70-prozentiges Umsatzwachstum für das Geschäftsjahr 2028 an. Die Konsensschätzung hier lautete zuletzt lediglich auf 45 Prozent. Nachbörslich ging es für die Nvidia-Aktie um 5,5 Prozent nach oben.

Asiatische Chip-Aktien zeigen sich darauf dennoch nur uneinheitlich. Der Margenausblick von Nvidia sei schwächer, weil Nvidia mit deutlich höheren Speicherkosten konfrontiert sei und die Prognose für das dritte Quartal sehe keine Umsätze aus Data-Center-Computing in China vor, heißt es. Das resultiere in einer selektiveren Reaktion. Speicherchiphersteller schnitten besser ab, während Aktien aus den Bereichen Chip-Testing und -Ausrüstung schwächer tendierten.

In Seoul steigen SK Hynix und Samsung Electronics um 3,0 bzw. 2,1 Prozent. Die beiden Unternehmen gelten als die klarsten asiatischen Profiteure von Nvidias Investitionen in KI-Infrastruktur. SK Hynix ist ein wichtiger Lieferant von Hochgeschwindigkeitsspeicher, der in Nvidias KI-Beschleunigern verwendet wird, während Samsung ebenfalls sein Engagement im Bereich HBM ausbaut.

In Tokio ziehen Kioxia um 5,0 Prozent an, Murata Manufacturing um 2,2 Prozent. In Taipeh in Taiwan springen Largan um fast 10 Prozent an, Taiwan Semiconductor kommen aber nur um 0,4 Prozent voran. In Hongkong verteuern sich Hua Hong um über 4 und SMIC um gut 2 Prozent. In Tokio verlieren Advantest dagegen 1,8 Prozent.

Die Aktie des Technologieinvestors Softbank liegt ein halbes Prozent im Plus. Das Unternehmen verhandelt einem Bericht zufolge über die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung am Entwickler humanoider Roboter 1X Technologies. Die Transaktion würde das Startup demnach mit etwa 6 Milliarden Dollar bewerten.

Der australische Einzelhandels- und Industriekonzern Wesfarmers hat einen Rückgang des Jahresgewinns um 1,8 Prozent gemeldet. Der Markt quittiert das mit einem Minus von 2,1 Prozent. Mineral Resources geben nach Quartalszahlen um gut 3 Prozent nach und Qantas steigen um 4 Prozent. Die Fluggesellschaft hat insgesamt ein besseres Jahresergebnis ausgewiesen als gedacht.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    9.043,10  -0,9    +3,8      08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.219,62  +0,3   +21,0      08:00 
Kospi (Seoul)       6.934,28  +1,9   +64,5      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.538,79  -0,5    -0,4      10:00 
Shanghai-Composite     3.935,99  +0,6    -0,8      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.679,20  -0,7   +22,2      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.439,73  +0,5   -25,5      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.741,69  -0,4    +3,7      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00  Mi, 9:30 Uhr % YTD 
EUR/USD           1,1654  +0,0   1,1649     1,1669  -0,8 
EUR/JPY           185,71  +0,1   185,62     185,59  +0,9 
EUR/GBP           0,8575  +0,1   0,8567     0,8556  -1,6 
USD/JPY           159,32  +0,0   159,29     159,02  +1,7 
USD/KRW          1.379,50  -0,4  1.384,86    1.384,50  -4,2 
USD/CNY           6,7209  -0,0   6,7225     6,7202  -3,9 
USD/CNH           6,7209  -0,0   6,7216     6,7199  -3,7 
USD/HKD           7,8391  0,0   7,8389     7,8400  +0,7 
AUD/USD           0,7183  +0,2   0,7167     0,7176  +7,7 
NZD/USD           0,5952  +0,2   0,5942     0,5948  +3,4 
BTC/USD          78.835,62  +0,5 78.440,05    78.932,74 -10,1 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           81,83  -0,5   -0,40      82,23 
Brent/ICE           87,45  -0,4   -0,39      87,84 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.625,99  +0,7   33,96    4.592,03 
Silber            69,08  +1,4    0,98      68,10 
Platin           1.849,02  +1,1   19,74    1.829,28 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 27, 2026 00:45 ET (04:45 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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