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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA

Nvidia steigerte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 den Umsatz um 106 Prozent auf 96,22 Milliarden Dollar und übertraf damit die Markterwartung von 92,27 Milliarden. Der Umsatz im Rechenzentrumsgeschäft verdoppelte sich auf 89 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 2,22 Dollar ebenfalls klar über den erwarteten 2,09 Dollar. Der Nettogewinn erreichte 59,69 (Vorjahr: 26,42) Milliarden Dollar. Für das laufende dritte Quartal erwartet Nvidia einen Umsatz von 108 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von rund 89 Prozent entsprechen würde. Gleichzeitig dürfte die Bruttomarge wegen stark gestiegener Speicherchipkosten von derzeit rund 75 Prozent auf 74 Prozent im dritten Quartal und anschließend auf 71 bis 72 Prozent sinken.

Für das Geschäftsjahr 2028 stellte Nvidia ein Umsatzwachstum von rund 70 Prozent in Aussicht und übertraf damit die Markterwartung von 45 Prozent deutlich. Zusammen mit den deutlich über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen beruhigte dies die Sorgen über die hohen Investitionen in KI-Infrastruktur und Nvidias zunehmende Finanzierungshilfe für Kunden. Nvidia will unter anderem Finanzierungen für Rechenzentren mit bis zu 500 Milliarden Dollar absichern und beteiligt sich an einem großen Rechenzentrumsprojekt von OpenAI. Finanzchefin Colette Kress verteidigte diese Strategie mit dem Hinweis auf die erwarteten hohen Renditen. Belastend bleiben derweil die fehlenden erwarteten Umsätze aus dem chinesischen Rechenzentrumsgeschäft sowie die steigenden Speicher- und Komponentenpreise. Nachbörslich legte der Nvidia-Kurs um gut 5 Prozent zu.

+++++ TAGESTHEMA II

Südkoreas Zentralbank hat die Zinsen bei der zweiten Sitzung in Folge erhöht, weil sie für dieses Jahr von einem stärkeren Wirtschaftswachstum ausgeht. Der leitzinsgebende Sieben-Tage-Rückkaufssatz wurde um einen Viertelprozentpunkt auf 3,00 Prozent hochgesetzt. Im Vorfeld der Entscheidung befragte Analysten waren sich nicht einig darüber, ob die Zentralbank die Zinsen erhöhen oder unverändert lassen würde. Die Bank of Korea rechnet nun für dieses Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent. Im Mai ging die Notenbank noch von 2,6 Prozent aus. Für das kommende Jahr prognostiziert sie jetzt ein Wachstum von 2,9 statt 2,1 Prozent.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Keine wichtigen Termine angekündigt

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) Vorwoche 
     PROGNOSE: 208.000 
     zuvor:  206.000 
 

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.712,50  +0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.454,75  +0,6 
S&P/ASX 200 (Sydney)     9.030,50  -1,1 
Topix-500 (Tokio)      4.112,50  +0,0 
Kospi (Seoul)        6.881,31  +1,1 
Shanghai-Composite      3.942,86  +0,8 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.560,82  -0,4 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Uneinheitlich - Der technologielastige Kospi in Seoul verbessert sich nach stark ausgefallenen Nvidia-Zahlen deutlich. Dass die südkoreanische Notenbank den Leitzins erneut um 25 Basispunkte angehoben hat, belastet nicht, obgleich der Schritt nicht einhellig so erwartet wurde. Dazu dürfte auch beitragen, dass die Notenbanker nun für dieses Jahr und das nächste mit einem höheren Wirtschaftswachstum rechnen als bislang angenommen. Insgesamtz zeigen sich Chipaktien in Asien aber nur uneinheitlich. Der Margenausblick von Nvidia sei schwächer, weil Nvidia mit deutlich höheren Speicherkosten konfrontiert sei und die Prognose für das dritte Quartal sehe keine Umsätze aus Data-Center-Computing in China vor, heißt es. Das resultiere in einer selektiveren Reaktion. Speicherchiphersteller schnitten besser ab, während Aktien aus den Bereichen Chip-Testing und -Ausrüstung schwächer tendierten. In Seoul steigen SK Hynix und Samsung Electronics um 3,0 bzw. 2,1 Prozent. Die beiden Unternehmen gelten als die klarsten asiatischen Profiteure von Nvidias Investitionen in KI-Infrastruktur. In Tokio ziehen Kioxia um 5,0 Prozent an, Murata Manufacturing um 2,2 Prozent. In Taipeh in Taiwan springen Largan um fast 10 Prozent an, Taiwan Semiconductor kommen aber nur um 0,4 Prozent voran. In Hongkong verteuern sich Hua Hong um über 4 und SMIC um gut 2 Prozent. In Tokio verlieren Advantest dagegen 1,8 Prozent. In Sydney legen Qantas um 4 Prozent zu. Die Fluggesellschaft hat insgesamt ein besseres Jahresergebnis ausgewiesen als gedacht.

WALL STREET

Index      Schlussstand %-Veränderung 
Dow-Jones     53.463,88    -0,2 
S&P-500      7.675,70    -0,0 
Nasdaq Composite 26.130,20    -0,1 
 
           Mittwoch  Dienstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 965 Mio  992 Mio 
Gewinner       1.262   1.586 
Verlierer      1.458   1.147 
unverändert       97     95 
 

Knapp behauptet - Nah an den Prognosen ausgefallene Inflationsdaten setzten zwar keinen stärkeren Impuls, sorgten aber auch für keine Erleichterung. Der Kernpreisindex der persönlichen Konsumausgaben - ein von der US-Notenbank präferiertes Preismaß - stieg exakt wie erwartet zum Vorjahr. Der Preisanstieg lag damit weiter deutlich über dem Zielwert der Fed und sprach eher für Zinserhöhungen. Für Zurückhaltung dürfte auch gesorgt haben, dass das KI-Flaggschiff Nvidia nach Handelsende seine Quartalszahlen präsentierte. Die zentrale Frage ist, ob sich aus Zahlen und Ausblick ablesen lässt, wie nachhaltig und rentabel die aktuell immer noch immensen KI-Investitionen weltweit sind. Die Nvidia-Aktie handelte 1,6 Prozent schwächer. Zoom Communications wurden 7,0 Prozent tiefer gestellt. Der Umsatz des Videokonferenzunternehmens war im zweiten Quartal zwar gestiegen, allerdings verfehlte der Ausblick die Erwartungen. Meta Platforms teilte mit, im dritten Quartal im Zusammenhang mit dem Vergleich in einem Rechtsstreit um Jugendschutz in Sozialen Medien eine Belastung in Höhe von rund 10 Milliarden Dollar zu verbuchen. Die Aktie legte dennoch um 1,1 Prozent zu. Offenbar rechnete der Markt mit Schlimmerem. Abercrombie & Fitch haussierten um 36 Prozent, der Modehändler profitierte von Zollrückerstattungen und einer robusten Nachfrage.

US-ANLEIHEN

Rendite  +/- 
2 Jahre    4,22   +0,02 
10 Jahre   4,66   +0,03 
 

Nach den Rückgängen an den Vortagen stiegen die Renditen wieder etwas, nachdem neue Inflationsdaten eher Argumente für steigende Leitzinsen geliefert hatten, obgleich sie wie erwartet ausgefallen waren. Die Blicke waren auch auf den Freitag gerichtet, wenn der neue Fed-Chef Kevin Warsh seine Rede auf dem Notenbankertreffen in Jackson Hole halten wird.

DEVISEN

zuletzt +/- %     00:00  Mi, 9:30 Uhr % YTD 
EUR/USD      1,1656  +0,1     1,1649     1,1669  -0,8 
EUR/JPY      185,68  +0,0     185,62     185,59  +0,9 
EUR/GBP      0,8577  +0,1     0,8567     0,8556  -1,6 
USD/JPY      159,28  -0,0     159,29     159,02  +1,7 
USD/KRW     1.379,98  -0,4    1.384,86    1.384,50  -4,2 
USD/CNY      6,7208  -0,0     6,7225     6,7202  -3,9 
USD/CNH      6,7203  -0,0     6,7216     6,7199  -3,7 
USD/HKD      7,8393  +0,0     7,8389     7,8400  +0,7 
AUD/USD      0,7181  +0,2     0,7167     0,7176  +7,6 
NZD/USD      0,5949  +0,1     0,5942     0,5948  +3,4 
BTC/USD    78.664,74  +0,3   78.440,05    78.932,74 -10,3 
 
 

Der Dollar zog mit den Marktzinsen etwas an. Der Euro wurde zuletzt 0,2 Prozent niedriger mit 1,1655 Dollar gehandelt.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold   4.611,83  +0,4     19,80    4.592,03 
Silber    68,70  +0,9      0,60      68,10 
Platin  1.840,58  +0,6     11,30    1.829,28 
 

Der Goldpreis gab zum Settlement um 0,9 Prozent auf 4.598,20 Dollar nach. Bremsend wirkte der etwas festere Dollar und leicht gestiegen Marktzinsen.

ÖL

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    81,51  -0,9     -0,72      82,23 
Brent/ICE    87,33  -0,6     -0,51      87,84 
 

Die Ölpreise gaben zunächst mit Berichten über die mögliche Freigabe einer Passage durch die Straße von Hormus dank einer Vereinbarung zwischen dem Iran und Oman weiter deutlich nach; im Handelsverlauf kam es aber zu einer Tendenzwende und die Verluste wurden wieder aufgeholt. Am Ende des Tages stand dann aber doch ein Minus von 0,8 Prozent auf 87,84 Dollar pro Fass.

MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR

CHINA - Konjunktur

Das Wachstum der chinesischen Industriegewinne hat sich im Juli verlangsamt, blieb aber im zweistelligen Bereich. Gestützt wurde es von einem globalen KI-Boom, der die Fabrikproduktion und die Gewinne im Technologiesektor weiter antreibt. Die Industriegewinne stiegen um 11,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Juni hatte es noch 15,1 Prozent betragen.

CROWDSTRIKE

ist im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat ein Umsatzwachstum von 26 Prozent verzeichnet dank wachsender Nachfrage nach Cybersicherheit infolge der zunehmenden Verbreitung von Künstlicher Intelligenz. Das Unternehmen sprach vom besten Quartal seiner Geschichte. Crowdstrike erwartet nun einen Jahresumsatz zwischen 5,99 und 6,01 statt zwischen 5,91 und 5,96 Milliarden Dollar und prognostiziert einen bereinigten Gewinn zwischen 1,25 und 1,26 Dollar je Aktie statt zwischen 4,88 und 4,96 Dollar - vor der Durchführung eines Aktiensplits im Verhältnis 1:4. Analysten erwarteten zuletzt einen bereinigten Jahresgewinn von 1,23 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 5,94 Milliarden Dollar. Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal einen Gewinn von 5,3 Millionen Dollar, verglichen mit einem Verlust von 70,2 Millionen im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte lag der Gewinn bei 31 Cent je Aktie. Analysten hatten mit 29 Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg auf 1,47 (Vorjahr: 1,17) Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 1,44 Milliarden gerechnet.

HP INC.

hat im dritten Quartal den Umsatz um fast 13 Prozent auf 15,68 Milliarden Dollar gesteigert und die Markterwartung von 14,44 Milliarden übertroffen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 83 Cent ebenfalls über den erwarteten 66 Cent. Weiterhin belasteten hohe Speicher- und Rohstoffkosten, weshalb HP für das vierte Quartal mit einer niedrigeren Marge rechnet. Für das Gesamtjahr wurde die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie auf 3,19 bis 3,29 von zuvor 2,90 bis 3,10 Dollar angehoben; der Markt erwartete bislang 3,05 Dollar. Der Ausblick für den freien Cashflow wurde auf 3,0 bis 3,2 Milliarden Dollar erhöht.

QANTAS AIRWAYS

erhöht die Schlussdividende erhöht, trotz eines um 14 Prozent gesunkenen Jahresgewinns. Der Gewinnrückgang ist Kosten für die Flottenerneuerung und einem durch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran ausgelösten Anstieg der Treibstoffpreise geschuldet. Qantas meldete für die zwölf Monate bis Ende Juni einen bereinigten Vorsteuergewinn von 2,06 Milliarden australischen Dollar. Auf statutarischer Basis fiel der Nettogewinn um 20 Prozent auf 1,29 Milliarden australische Dollar. Der Umsatz stieg angesichts einer starken Nachfrage im Inlands- und internationalen Reiseverkehr um 7,1 Prozent auf 25,52 Milliarden australische Dollar. Das Ergebnis übertraf beim Gewinn die Konsensschätzungen. Analysten hatten einen bereinigten Vorsteuergewinn von 2,00 Milliarden australischen Dollar bei einem Umsatz von 25,62 Milliarden prognostiziert.

SALESFORC

Ehat im zweiten Quartal dank der steigenden Nachfrage nach seinen Angeboten für künstliche Intelligenz und Daten einen höheren Gewinn und Umsatz verbucht und zudem seine Partnerschaft mit dem KI-Unternehmen Anthropic erweitert. Die Ergebnisse veranlassten das Unternehmenssoftware-Unternehmen, seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das Gesamtjahr anzuheben. Der Gewinn im zweiten Quartal belief sich auf 3,53 (Vorjahr: 1,89) Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 5,90 Dollar, verglichen mit Analystenschätzungen von 3,27 Dollar. Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf 11,35 Milliarden Dollar, verglichen mit Analystenschätzungen von 11,33 Milliarden. "KI schafft auf jeder Ebene unserer Plattform einen Mehrwert. Wir sehen eine unglaubliche Nachfrage nach unseren KI- und Datenprodukten", sagte CEO Benioff. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nun mit einem Umsatz von 46,1 bis 46,4 statt mit 45,9 bis 46,2 Milliarden Dollar. Es prognostiziert nun einen bereinigten Gewinn je Aktie von 16,67 bis 16,71 Dollar, nach zuvor 14,06 bis 14,12 Dollar.

SOUTH32

hat eine Verfünffachung des Jahresnettogewinns gemeldet. Gestützt wurde das Ergebnis durch einen Anstieg der Preise für Rohstoffe wie Silber, Kupfer und Aluminium. Der Netogewinn erreichte 1,09 (Vorjah: 0,213) Milliarden US-Dollar. Der Verwaltungsrat kündigte eine Schlussdividende an. Analysten hatten einen Jahresnettogewinn von rund 1,01 Milliarden erwartet. Das bereinigte EBITDA stieg um 28 Prozent auf 2,46 Milliarden Dollar.

WESFARMERS

Der Mischkonzern hat für die zwölf Monate bis Juni einen Nettogewinn von 2,87 (Vorjahr: 2,93) Milliarden australischen Dollar gemeldet. Der Umsatz stieg um 3,4 Prozent auf 47,27 Milliarden, während das EBIT um 0,6 Prozent auf 4,49 Milliarden zulegte.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/flf/gos

(END) Dow Jones Newswires

August 27, 2026 01:45 ET (05:45 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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