DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Falken im EZB-Rat wollten leicht restriktives Zinsniveau - Protokoll
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) ist im Juli einig darin gewesen, die bis zu Sitzung im September anstehenden Daten zu Wirtschaftswachstum, Inflation, Löhnen und Inflationserwartungen abzuwarten und den Leitzins bis dahin unverändert zu lassen. In dem jetzt veröffentlichten Protokoll der Beratungen am 22./23 Juli heißt es: "Im September würden neue Projektionen sowie die Schätzung für das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal vorliegen, zusätzlich zu weiteren Inflationsdaten und neuen Erkenntnissen über die Entwicklung der Löhne sowie der Lohn- und Inflationserwartungen." Einige Ratsmitglieder sahen die Notwendigkeit einer restriktiveren Geldpolitik.
US-Arbeitslosenanträge gehen erneut zurück
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche erneut gesunken. Damit setzte sich die Achterbahnfahrt bei den Arbeitslosenzahlen in diesem Sommer fort. Die Zahl der Personen, die einen Antrag auf Arbeitslosenunterstützung stellten, lag in der Woche bis zum 22. August bei 203.000. Das sind 4.000 weniger als die auf 207.000 nach oben korrigierte Zahl der Vorwoche, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit 208.000 gerechnet.
Kanadas Beschäftigtenzahl im Juni stagniert - Dynamik lässt nach
Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft in Kanada ist im Juni gegenüber dem Vormonat kaum verändert geblieben. Das teilte die kanadische Statistikbehörde mit und wertete dies als Zeichen für eine nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt. Die Erhebung der Statistikbehörde zu den Gehaltsabrechnungen ergab, dass die Beschäftigung im Juni um 4.800 Stellen zunahm, was im Vergleich zum Vormonat im Wesentlichen einer Stagnation entspricht. Im Jahresvergleich stieg die Zahl der Beschäftigten um 0,8 Prozent beziehungsweise 155.000.
Kanada erzielt im 2. Quartal dank Energiepreisen Leistungsbilanzüberschuss
Kanada hat im zweiten Quartal einen Leistungsbilanzüberschuss verzeichnet. Es ist der erste seit vier Jahren und der größte seit über zwei Jahrzehnten. Der Überschuss wurde durch einen Anstieg der Energiepreise befeuert, der aus dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran resultiert. Die kanadische Leistungsbilanz, der breiteste Indikator für die Handels- und Investitionsbeziehungen mit anderen Nationen, verzeichnete im zweiten Quartal einen saisonbereinigten Überschuss von 8,84 Milliarden kanadischen Dollar (6,37 Milliarden US-Dollar), wie Statistics Canada mitteilte. Markterwartungen lagen nicht unmittelbar vor.
Mexiko verzeichnet im Juli Handelsdefizit von 848 Mio USD
Mexiko hat im Juli ein Handelsdefizit von 848 Millionen US-Dollar verzeichnet. Ein hohes Defizit im Erdölhandel wurde dabei teilweise durch einen Überschuss im Handel mit Nichterdölwaren ausgeglichen. Die Exporte stiegen im vergangenen Monat im Vergleich zum Juli 2025 um 43,7 Prozent auf 81,42 Milliarden Dollar. Die Importe legten um 45 Prozent auf 82,27 Milliarden Dollar zu, wie das nationale Statistikinstitut Inegi mitteilte. Die Exporte von Industriegütern stiegen um 45,7 Prozent auf 76,31 Milliarden Dollar, wobei sich die Lieferungen von Elektronikgeräten gegenüber dem Vorjahresniveau mehr als verdoppelten. Die Autoexporte legten um 2,4 Prozent auf 16,47 Milliarden Dollar zu.
Brasilien Leistungsbilanz Juli Defizit 8,1 Mrd USD (Juni: Defizit 2,3 Mrd USD)
Brasilien/Ausländische Direktinvestitionen Juli 7,5 Mrd USD
Brasilien/Ausländische Direktinvestitionen 12 Monate 88,4 Mrd USD
DJG/DJN/apo/sha
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August 27, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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