DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
VOLKSWAGEN - Der Volkswagen-Konzern beziffert den Kostennachteil seiner deutschen Autowerke gegenüber dem künftigen Werk des chinesischen Konkurrenten BYD in Ungarn auf mehrere Tausend Euro pro Auto. Eine interne Unterlage, die Konzernchef Oliver Blume seinem Aufsichtsrat präsentiert hat und die der Spiegel einsehen konnte, schätzt die Fabrikkosten in den deutschen Werken des Volkswagen-Konzerns pro Auto auf fast 6.500 Euro. Für das BYD-Werk im ungarischen Szeged weist das gleiche Dokument dagegen Kosten von 2.000 bis 2.400 Euro pro Auto aus. (Spiegel)
DEUTSCHE TELEKOM - Die Deutsche Telekom muss sich vor einem US-Gericht gegen den Vorwurf verteidigen, sich die Kontrolle über ihre Tochter T-Mobile US auf Kosten der Minderheitsaktionäre gesichert zu haben. Das zeigen Gerichtsakten aus Delaware, die das Handelsblatt ausgewertet hat. Hintergrund ist die Fusion von T-Mobile und Sprint vor sechs Jahren. Für die Freigabe von Aktien der japanischen Softbank kassierte der Konzern damals Kaufoptionen weit unter Marktpreis - die freien Aktionäre erhielten lediglich 47 Millionen Dollar. "We give them nothing!!!", soll Konzernchef Timotheus Höttges Gerichtsakten zufolge seinerzeit per SMS geschrieben haben. Die Vorsitzende des unabhängigen Aktionärsausschusses sagte später unter Eid aus, man sei unter Druck gesetzt worden. Es gehe um "vielschichtige, werthaltige Ansprüche im Namen von T-Mobile und seiner freien Aktionäre", sagte Klägeranwalt Jeffrey Gorris dem Handelsblatt. "Wir freuen uns auf den Prozess." Die Schadensmodelle der Kläger reichen bis zu 10,1 Milliarden Dollar plus Zinsen. Hinzu kommen Vorwürfe gegen Softbank-Manager, die mit Konzernkrediten T-Mobile-Aktien gekauft hatten. Der Prozessbeginn in Delaware ist für Oktober 2027 geplant. Sowohl die Telekom als auch Softbank lehnten auf Anfrage eine Stellungnahme ab. (Handelsblatt)
SCHLEICH - Beim angeschlagenen Spielzeughersteller Schleich bahnt sich nach Informationen der Wirtschaftswoche ein Eigentümerwechsel an. Kreditgeber des Unternehmens, darunter die Beteiligungsgesellschaft H.I.G. Capital, wollen die Kontrolle bei Schleich übernehmen. Geplant sei, dass Forderungen der Finanzgläubiger in Anteilsrechte umgewandelt werden, heißt es in Finanzkreisen. H.I.G. Capital hat beim Bundeskartellamt bereits den "indirekten Erwerb einer Minderheitsbeteiligung" an der Schleich Group Holding angemeldet. Auch bei den österreichischen Wettbewerbsbehörden wurde ein Antrag eingereicht. Eine Gruppe von Kreditgebern beabsichtige im Zuge einer finanziellen Restrukturierung "mittelbar sämtliche Anteile an der Schleich Group Holding" zu erwerben, heißt es darin. Seit 2019 gehört Schleich der Schweizer Private-Equity-Gesellschaft Partners Group. H.I.G. und Partners Group wollte den Vorgang nicht kommentieren. (Wirtschaftswoche)
SCHWARZ-GRUPPE - Bis zu 5,6 Milliarden Euro will die Schwarz-Gruppe bis zum Jahr 2033 in ein neues Rechenzentrum in der Nähe von Rostock investieren. Dort sollen sowohl die Entwicklung wie auch der Betrieb von Cloud- und KI-Lösungen nach deutschem Recht möglich werden. "Wir wollen, dass digitale Wertschöpfung wieder in Europa stattfindet. Der Ausfall kritischer Dienste ist heutzutage kein IT-Problem mehr, sondern betrifft die Versorgungssicherheit der Bürger", sagte Schwarz-Vorstandschef Gerd Chrzanowski auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. "Unser Land wird in vielfacher Weise von dieser Investition profitieren", stellte Schwesig in Aussicht und nannte als Beispiel die absehbaren Bauaufträge während der Bauzeit des Rechenzentrums, mehr digitale Unabhängigkeit und Cybersicherheit - aber auch einen positiven Effekt auf den Strompreis. (FAZ)
ANTHROPIC - Anthropic hat einen Deal mit dem britischen Cloud-Computing-Startup Nscale geschlossen und mietet Rechenkapazität von dessen Datenzentrum in West Virginia in einem 45 Milliarden US-Dollar schweren Deal, der sechs Jahre läuft. Anthropic wird in der Anlage auf 460 Megawatt der Nvidia-Prozessoren der nächsten Generation, "Vera Rubin", zugreifen, sobald die Chips Ende kommenden Jahres einsatzbereit sind, wie die Financial Times berichtet. (Financial Times)
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August 28, 2026 00:21 ET (04:21 GMT)
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