Osnabrück (ots) -
Osnabrück. Die Ökonomin Monika Schnitzer sieht den Abbau von Tausenden VW-Stellen in Deutschland als notwendigen Versuch, das Unternehmen neu aufzustellen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte die Vorsitzende des Sachverständigenrats, der die Bundesregierung berät: "VW fehlen konkurrenzfähige Produkte, die sich auf dem Weltmarkt gut verkaufen." Bei den neuen Technologien seien die deutschen Hersteller "schlicht nicht innovativ genug, um die gewohnt hohen Preise durchzusetzen". "Dass VW in China hochautomatisiert preiswerte Autos baut, zeigt das Versäumnis hierzulande. Der Stellenabbau ist bitter für ganze Regionen, aber wirtschaftlich ein Versuch, wieder produktiver zu werden", so Schnitzer. Arbeitsplätze ließen sich "nicht dadurch erhalten, dass man Restrukturierung ablehnt, sondern dadurch, dass man sich erneuert". Auf die Frage, wo künftig neue Arbeitsplätze zu guten Löhnen entstehen könnten, sagte die Ökonomin: "Die Zukunft liegt nicht im Festhalten am Alten, sondern in Start-ups, neuen Geschäftsmodellen und Künstlicher Intelligenz."
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