DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutsche Arbeitslosenzahl steigt im August leicht
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat im August wie erwartet leicht zugenommen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 4.000, nachdem sie sich im Juli um 6.000 erhöht hatte. Die Arbeitslosenquote blieb bei 6,4 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um 5.000 und eine unveränderte Quote von 6,4 Prozent prognostiziert. Ohne Berücksichtigung der saisonalen Faktoren stieg die Zahl der Arbeitslosen um 54.000 auf 3,061 Millionen. Die Arbeitslosenquote kletterte auf 6,5 (6,4) Prozent.
Geschäftsklima der Eurozone verbessert sich trotz geopolitischer Unsicherheit
Die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern in der Eurozone hat sich im August aufgehellt. Dies gibt den Investitionen und der Haushaltsnachfrage Auftrieb, angesichts der anhaltenden Unsicherheit über Dauer und Intensität des Iran-Krieges. Wie die Europäische Kommission am Freitag mitteilte, ist ihr Indikator für das Wirtschaftsvertrauen von 97,1 im Juli auf 98,4 gestiegen und nähert sich damit seinem langfristigen Durchschnitt von 100. Der Wert lag über den Erwartungen der von The Wall Street Journal befragten Ökonomen, die mit 97,5 gerechnet hatten. Es war der höchste Stand seit Januar, vor dem Ausbruch des Krieges im Nahen Osten.
Inflation in Frankreich und Spanien hat sich im August beschleunigt
Die Inflation ist in Frankreich und Spanien im August stark gestiegen, da die hohen Energiekosten das Preiswachstum weiterhin über das Ziel hinaustrieben. Dies erhöht den Druck auf die Europäische Zentralbank vor ihrer Zinsentscheidung im September. Die französischen Verbraucherpreise lagen nach EU-Standards harmonisierten Daten der nationalen Statistikbehörde Insee um 2,7 Prozent über dem Vorjahresniveau, nach einer jährlichen Inflationsrate von 2,4 Prozent im Juli. Dies entsprach dem Konsens der von The Wall Street Journal befragten Ökonomen. In Spanien lag die jährliche Inflationsrate im August unterdessen bei 4,5 Prozent, verglichen mit 3,9 Prozent im Vormonat. Dieser Wert fiel etwas höher aus als die von Ökonomen erwarteten 4,4 Prozent.
Frankreichs Wirtschaft im 2Q schwächer als bisher angenommen
Die französische Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal schwächer entwickelt als bisher angenommen. Wie die Statistikbehörde Insee in zweiter Veröffentlichung mitteilte, stagnierte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf dem Niveau des Vorquartals. In erster Veröffentlichung war am 30. Juli ein BIP-Zuwachs von 0,2 Prozent gemeldet worden. Die Prognose hatte auf ein Plus von 0,1 Prozent gelautet. Im ersten Jahresviertel war das BIP um 0,2 Prozent gesunken.
BoE dürfte Quantitative Tightening mit langsamerem Tempo fortsetzen
Die Bank of England dürfte den Abbau ihrer Anleihebestände durch Verkäufe und Tilgungen von Staatsanleihen (Gilts) im Rahmen ihres Programms zur quantitativen Straffung (Quantitative Tightening) in dem im Oktober beginnenden 12-Monats-Zeitraum fortsetzen, schreiben die Strategen von RBC Capital Markets in einer Research Note. Die Ergebnisse der BoE zeigten, dass das QT-Programm nur minimale Auswirkungen auf die Renditen von Staatsanleihen gehabt habe, was darauf hindeute, dass das Programm wahrscheinlich fortgesetzt werde, so die Strategen.
Goldman Sachs: BLS dürfte Job-Daten hochrevidieren
Goldman-Sachs-Volkswirt Ronnie Walker nimmt an, dass das Bureau for Labor Statistics (BLS) die monatlichen Beschäftigtenzahlen für April 2025 bis März 2026 am Freitag um 5.000 bis 40.000 nach oben revidieren wird. Dabei handelt es sich um die übliche vorläufige Schätzung der regelmäßig stattfindenden Benchmark-Revisionen. Deren Basis sind die Quartals-Zensus-Daten zu Beschäftigung und Löhnen (Quarterly Census of Employment and Wages - QCEW). "Sollte es so kommen, wäre das die erste Aufwärtsrevision seit 2022", schreibt Walker in einer Analyse. In den drei Jahren zuvor sei es wegen Problemen bei der Erfassung "nicht-autorisierter Arbeitskräfte" durchgängig zu Abwärtsrevisionen gekommen.
+++ Konjunkturdaten +++
Belgien Aug Verbraucherpreise +3,97% (Juli: +3,56%) gg Vorjahr
DJG/DJN/apo
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August 28, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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