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MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Chemieaktien nach guten Ifo-Daten gesucht

DJ MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Chemieaktien nach guten Ifo-Daten gesucht

DOW JONES--Europas Börsen halten am Freitagmittag dien Kursgewinne vom Morgen. Der DAX legt zu um 0,6 Prozent auf 26.513 Punkte. Im Tageshoch war er schon bis auf rund 20 Punkte an sein Rekordhoch bei 26.573 Punkte herangerückt. Der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,7 Prozent auf 6.470 Zähler. Für Kauflaune sorgt laut Börsianern Konjunkturoptimismus nach zuletzt vermehrt ermutigenden Konjunkturdaten. Daneben werden auch die unter der Woche überzeugend ausgefallenen Geschäftszahlen und der Ausblick des KI-Schwergewichts Nvidia genannt.

Der Höhepunkt des Tages steht derweil erst noch bevor. Um 16.00 Uhr MESZ hält der neue US-Notenbankchef Kevin Warsh seine erste Rede auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole. Der Markt erhofft sich eine klare Stellungnahme zur Inflationsbekämpfung. Nach Einschätzung der Ökonomen von Merck Finck geht es um mehr als den Zinspfad. Warsh müsse erklären, wie unabhängig, berechenbar und entschlossen die US-Notenbank in einem Umfeld agieren wolle, in dem die Inflation hartnäckig bleibe und die Staatsverschuldung hoch sei und immer weiter steige. Verschärfen komme noch die jüngste Unruhe der Anleihemärkte hinzu mit vom US-Finanzministerium angekündigten Maßnahmen, um die Renditen am langen Ende zu senken. Aktuell wird eine Zinserhöhung im September mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 30 Prozent eingepreist.

Unterdessen ist die Inflation in Frankreich und Spanien im August stärker gestiegen als erwartet, angetrieben von hohen Kosten für Energie, allen voran Öl. Dies erhöht den Druck auf EZB, die Zinsen zu erhöhen. Entsprechend steigen am Anleihemarkt die Renditen etwas. Der Euro profitiert davon nicht, er kostet 1,1645 Dollar, etwas weniger als am Vortag.

Mit Kursgewinnen reagieren europaweit Chemieaktien auf positive Daten des Ifo-Instituts. Demnach kletterte der Geschäftsklimaindex für die Branche von minus 26,3 Punkten im Juli auf nun minus 2,4 Punkte. Erstmals seit vier Jahren beurteilen die Chemieunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage wieder positiv: Der entsprechende Indikator stieg von minus 14,6 auf plus 11,6 Punkte. Auch bei den Geschäftserwartungen zeigt der Trend nach oben. BASF steigen um 1,7, Brenntag um 2,3 und Lanxess sogar um 5,2 Prozent. In Paris verteuern sich Arkema um 2,6 und Air Liquide um 1,7 Prozent, in Amsterdam DSM-Firmenich um 2,3 Prozent.

Französische Bankaktien zeigen sich leicht erholt von den kräftigeren Kursrückgängen am Vortag. BNP, Credit Agricole und Societe Generale erholen sich um bis zu 1,5 Prozent. Von der mit Spannung erwarteten Präsidentschaftsdebatte am Vorabend waren keine klaren Signale in Richtung Staatsverschuldung gekommen. Die Schuldenlast on Frankreich ist fast doppelt so hoch, wie eigentlich nach den Maastricht-Kriterien erlaubt ist.

In Wien schnellen Strabag nach Geschäftszahlen über den Erwartungen und einem angehobenen Ausblick um über 14 Prozent nach oben. Im Sog geht es für die Bauwerte Heidelberg Materials und Buzzi um 2,0 bzw. 1,8 Prozent nach oben. In Zürich gewinnen Holcim 0,6 Prozent.

Mit einem Kursplus von 2,9 Prozent bei Essilorluxottica quittiert der Markt, dass der Optikkonzern eigene Aktien zurückkaufen will.

Aktien von Flughafenbetreibern stehen nach Zahlen von Flughafen Zürich unter Druck. Flughafen Zürich fallen um 5,9 Prozent, Fraport um 2,4, Aeroports de Paris um 0,7 und Flughafen Wien um 0,8 Prozent. Der Ausblick der Schweizer sei trotz Passagierwachstums etwas konservativ, heißt es im Handel. Dazu kämen höhere Investitionsausgaben über die kommenden Jahre.

INDEX        zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag    +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50    6.470,89  +0,7   46,16    6.424,73       11,7 
Stoxx-50      5.470,88  +0,5   29,29    5.441,59       11,2 
DAX        26.512,61  +0,6   145,37    26.367,24       8,3 
MDAX        33.105,11  +0,5   157,83    27.039,42       8,1 
TecDAX       4.109,21  +0,1    4,69    3.091,28       13,4 
SDAX        19.038,39  +0,5   85,84    13.062,07       10,9 
FTSE        10.813,25  +0,2   20,71    10.792,54       8,9 
CAC         8.403,63  +1,0   83,76    8.319,87       3,1 
SMI        14.418,71  +0,2   34,34    14.384,37       8,7 
ATX         6.767,03  +1,4   90,80    6.676,23       27,0 
 
 
DEVISEN       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag  Do, 17:15 Uhr 
EUR/USD        1,1645  -0,1  -0,0006     1,1651      1,1651 
EUR/JPY        185,95  +0,1   0,2300     185,72     185,6100 
EUR/CHF        0,9361  -0,1  -0,0009     0,9370      0,9361 
EUR/GBP        0,857  -0,0  -0,0002     0,8572      0,8574 
USD/JPY        159,66  +0,2   0,2700     159,39     159,3000 
GBP/USD        1,3585  -0,1  -0,0007     1,3592      1,3587 
USD/CNY        6,7207  +0,0   0,0009     6,7198      6,7198 
USD/CNH        6,7207  +0,0   0,0022     6,7185      6,7181 
AUS/USD        0,7194  0,0   0,0000     0,7194      0,7193 
Bitcoin/USD    79.701,14  -0,5  -390,14    80.091,28    80.684,34 
 
 
ROHOEL        zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex       83,13  -0,5   -0,40      83,53 
Brent/ICE       89,74  +0,0    0,04      89,70 
 
 
Metalle       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold        4.598,49  -0,1   -2,51    4.601,00 
Silber         70,16  +1,3    0,90      69,26 
Platin       1.892,25  +2,5   45,84    1.846,41 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 28, 2026 08:06 ET (12:06 GMT)

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KI braucht Strom
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