Anzeige
Mehr »
Freitag, 28.08.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Vom Forschungstrend zum Milliardenmarkt
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
441 Leser
Artikel bewerten:
(1)

MÄRKTE USA/Knapp behauptet - Zinsen am kurzen Ende ziehen nach Warsh-Rede an

DJ MÄRKTE USA/Knapp behauptet - Zinsen am kurzen Ende ziehen nach Warsh-Rede an

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Die mit großer Spannung erwartete Rede des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh beim Notenbankertreffen in Jackson Hole bewegt den US-Aktienmarkt am Freitag kaum, den Anleihemarkt aber deutlich - vor allem am kurzen Ende. Hier ziehen die Renditen merklich an, im Zweijahresbereich um 10 Basispunkte auf 4,33 Prozent. Im Zehnjahresbereich geht es um 4 Basispunkte auf 4,72 Prozent nach oben.

Der Markt interpretiert die Warsh-Ausführungen eher falkenhaft angesichts der Betonung einer starken Wirtschaft und der Risiken durch eine erhöhte Inflation. Am Zinsterminmarkt wird nun mit fast 60- nach zuvor noch rund 30-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine Zinssenkung im September eingepreist.

Warsh signalisierte, dass die Zentralbank den Kampf gegen die Inflation möglicherweise noch nicht abgeschlossen habe. Die Finanzierungsbedingungen wirkten auf ihn nicht restriktiv, und die jüngst besseren Preisdaten hätten ihn nicht davon überzeugt, dass sich der Trend nachhaltig verbessert habe. Er beschrieb eine Wirtschaft, die nur wenige Anzeichen einer Dämpfung durch den aktuellen Leitzins der Fed von rund 3,6 Prozent zeige. Warsh hielt sich mit einer Aussage darüber zurück, ob er eine Anhebung der Leitzinsen bei der nächsten Fed-Sitzung im kommenden Monat unterstützen würde, und gab keinen Pfad für die künftige Geldpolitik vor.

Der Dow-Jones-Index liegt zur Mittagszeit 0,1 Prozent im Plus, der breite S&P-500 bewegt sich noch weniger. Die zinsreagibleren Nasdaq-Indizes büßen bis 0,4 Prozent ein. Der Dollar steigt mit den Marktzinsen, der Euro verbilligt sich deutlich auf 1,1591 Dollar. Die Aussicht auf höhere Zinsen wie auch der teurere Dollar drücken den Goldpreis stark um 88 auf 4.512 Dollar.

Die Konjunkturdaten des Tages gehen eher unter, obgleich der August-Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago deutlich schlechter als erwartet ausgefallen und sogar in den Schrumpfung anzeigenden Bereich abgerutscht ist. Dafür fiel der von der Uni Michigan ermittelte Index der Verbraucherstimmung in zweiter Lesung etwas besser aus als gedacht.

Unternehmensseitig hat der Chipdesigner Marvell mit seinen Quartalszahlen und dem Ausblick die Erwartungen des Marktes zwar leicht übertroffen, die "Flüsterschätzungen" hätten aber höher gelegen, zumal nachdem Nvidia am Vortag die Latte sehr hoch gelegt habe, heißt es im Handel. Die Marvell-Aktie gibt um 10,1 Prozent nach. Nvidia kommen um 3,4 Prozent zurück. Am Donnerstag war der Kurs in Reaktion auf die starken Zahlen und einen beeindruckenden Ausblick um 8,7 Prozent gestiegen. Auch die Chipaktien AMD und Intel geben deutlicher nach um je knapp 2 Prozent.

Paypal sacken um gut 12 Prozent ab. Einem Bericht von Bloomberg zufolge hat eine Gruppe, zu der das Zahlungsunternehmen Stripe und das Private-Equity-Unternehmen Advent International gehören, ihre Bemühungen um eine Übernahme des Fintech-Unternehmens aufgegeben.

Für Gap geht es um fast 13 Prozent aufwärts. Der Textilkonzern hat mit Michael Francis, ehemals Marketingchef beim Einzelhändler Target, einen erfahrenen Manager verpflichtet, der die schwächelnde Marke Old Navy wieder in die Spur bringen soll.

Sehr gut kommen auch die Zahlen von Affirm Holdings an. Das Unternehmen, das "Jetzt kaufen und später bezahlen" anbietet, hat die Erwartungen übertroffen, vor allem beim Gewinn. Der Kurs steigt um 4,4 Prozent.

Die an der Nasdaq gehandelte Aktie des Mainzer Biotechnologieunternehmens Biontech rutscht um 7,2 Prozent ab, nachdem eine Phase-2-Studie für einen experimentellen personalisierten mRNA-Krebsimpfstoff zur Behandlung von Darmkrebs beendet wurde.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      53.637,70  +0,1   +68,26    53.569,44 
S&P-500     7.729,41  -0,0   -1,58    7.730,99 
NASDAQ Comp  26.489,39  -0,2   -51,96    26.541,35 
NASDAQ 100   29.509,48  -0,4  -132,08    29.641,56 
 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,33 +0,10    4,34      4,22 
5 Jahre       4,47 +0,07    4,47      4,38 
10 Jahre      4,71 +0,04    4,72      4,65 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:15 Uhr 
EUR/USD      1,1591  -0,5  -0,0060     1,1651     1,1651 
EUR/JPY      185,54  -0,1  -0,1800     185,72    185,6100 
EUR/CHF      0,9376  +0,1   0,0006     0,9370     0,9361 
EUR/GBP      0,8556  -0,2  -0,0016     0,8572     0,8574 
USD/JPY      160,06  +0,4   0,6700     159,39    159,3000 
GBP/USD      1,3545  -0,4  -0,0047     1,3592     1,3587 
USD/CNY      6,726  +0,1   0,0062     6,7198     6,7198 
USD/CNH      6,7309  +0,2   0,0124     6,7185     6,7181 
AUS/USD      0,7162  -0,4  -0,0032     0,7194     0,7193 
Bitcoin/USD  77.877,47  -2,8 -2.213,81    80.091,28   80.684,34 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     83,18  -0,4   -0,35      83,53 
Brent/ICE     89,28  -0,5   -0,42      89,70 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.512,49  -1,9   -88,51    4.601,00 
Silber       67,87  -2,0   -1,38      69,26 
Platin     1.852,72  +0,3    6,31    1.846,41 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/sha

(END) Dow Jones Newswires

August 28, 2026 12:33 ET (16:33 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die besonders stark vom explodierenden Energiehunger der KI profitieren könnten – und bei Anlegern bislang teilweise noch unter dem Radar laufen.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – und die nächsten Gewinner des KI-Booms entdecken!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.