DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Warsh: Kampf gegen Inflation möglicherweise noch nicht beendet
Fed-Chairman Kevin Warsh, hat signalisiert, dass die Zentralbank den Kampf gegen die Inflation möglicherweise noch nicht abgeschlossen hat. Die Finanzierungsbedingungen wirkten auf ihn nicht restriktiv, und die jüngst besseren Preisdaten hätten ihn nicht davon überzeugt, dass sich der Trend nachhaltig verbessert habe. "Wir müssen sicher sein, dass sich die zugrundeliegende Inflation klar und mit ausreichender Geschwindigkeit auf unser Ziel zubewegt. Andernfalls haben wir noch Arbeit vor uns", sagte Warsh in seiner ersten Rede als Fed-Chef bei seinem viel beachteten Debüt auf dem jährlichen Symposium der Kansas City Fed in Wyoming. Warsh hielt sich mit einer Aussage darüber zurück, ob er eine Anhebung der Leitzinsen bei der nächsten Fed-Sitzung im kommenden Monat unterstützen würde, und gab keinen Pfad für die künftige Geldpolitik vor.
Warsh: Finanzkonditionen nicht restriktiv
In einer hawkisheren Rede als von vielen erwartet, zählte der Vorsitzende der US-Notenbank, Kevin Warsh, eine Reihe gesunder Wirtschaftsindikatoren auf: hohe Gewinne, stabile Konsumausgaben, enge Kreditspreads und mehr. "Meiner Ansicht nach zeigen die Kredit- und Darlehensmärkte kaum Anzeichen für eine geldpolitische Restriktion", sagte Warsh. "Alles in allem würde es mir schwerfallen, die allgemeinen Finanzkonditionen als restriktiv zu bezeichnen." Die Äußerungen beflügelten die Wetten an der Wall Street auf Zinserhöhungen.
Verbraucherstimmung laut Michigan-Umfrage im August schwächer
Die Verbraucherstimmung hat sich im August eingetrübt und damit die vorläufige Messung von Anfang des Monats bestätigt, wie aus der monatlichen Umfrage der Universität von Michigan hervorgeht. Laut den Endergebnissen fiel der Stimmungsindex der Umfrage im August auf 51,7 von 55,2 im Juli. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Wert von 51 erwartet. Mit dem Rückgang im August liegt die Stimmung zwar über den historischen Tiefstständen im mittleren 40er-Bereich, die Anfang des Jahres erreicht wurden. Allerdings sei die Stimmung gegenüber dem Vormonat um etwa 6 Prozent und im Vergleich zum Vorjahr um etwa 11 Prozent gesunken, hieß es in der Umfrage. Grund dafür seien die anhaltenden Sorgen, dass die Inflation auf absehbare Zeit hoch bleiben werde.
Geschäftsaktivität in Chicago im August gesunken
Die Geschäftsaktivität im Raum Chicago ist in diesem Monat unerwartet gesunken, wie eine monatliche Umfrage ergab. Der von MNI Indicators erstellte Chicago Business Barometer fiel im August um 10,5 Punkte auf 47,1, nach 57,6 im Vormonat. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Wert von 58 erwartet. Ein Wert von unter 50 deutet auf eine schrumpfende Aktivität hin. Der Rückgang war auf einen Einbruch bei den Auftragseingängen, den Auftragsbeständen, der Produktion und den Lieferfristen zurückzuführen. Die Beschäftigung verzeichnete einen leichten Anstieg. Die Auftragseingänge fielen um 15,4 Punkte und schrumpften damit stark, lagen aber immer noch über dem Tiefstand vom April. Die Auftragsbestände gaben um 12,1 Punkte nach, fielen unter die neutrale Marke und erreichten den niedrigsten Stand seit vergangenem November.
Dienstleistungsindex der Fed Kansas City fällt im August
Die Dienstleistungsaktivität in der Mitte der USA ist im August gesunken, und die Erwartungen für die zukünftige Aktivität haben sich abgeschwächt. Dies geht aus einer monatlichen Umfrage der Federal Reserve Bank of Kansas City hervor. Der Composite-Index der Umfrage zum Dienstleistungssektor des zehnten Distrikts, ein gewichteter Durchschnitt von Indizes, die Umsatz/Verkäufe, Beschäftigung und Lagerbestände abdecken, lag im August bei minus 3. Im Juli hatte der Wert noch bei 14 und im Juni bei 5 gelegen. Werte über null deuten auf eine Expansion hin, während Werte unter null eine Kontraktion anzeigen.
Kanadas Wirtschaft wächst im zweiten Quartal um 3,3 Prozent
Das kanadische Wirtschaftswachstum hat sich im zweiten Quartal kräftig beschleunigt. Grund dafür waren ein Anstieg der Exporte, robuste Konsumausgaben der privaten Haushalte und eine Erholung der Unternehmensinvestitionen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Zeitraum von April bis Juni auf das Jahr hochgerechnet um 3,3 Prozent auf 2,524 Billionen kanadische Dollar, was 1,822 Billionen US-Dollar entspricht, wie die kanadische Statistikbehörde Statistics Canada mitteilte. Dies ist die stärkste Expansion seit mehr als drei Jahren. Ökonomen hatten für das Quartal ein etwas stärkeres Wachstum von rund 3,5 Prozent erwartet.
Kanadas Haushaltsdefizit im ersten Quartal deutlich gesunken
Kanadas Haushaltsdefizit für das erste Quartal des laufenden Haushaltsjahres ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken, gestützt durch starke Zuwächse bei den Einnahmen aus der Einkommens- und Umsatzsteuer. Die Daten spiegeln möglicherweise die Einkommenszuwächse wider, die Kanada als Nettoexporteur von Rohöl erzielt, da die Energiepreise infolge des Konflikts zwischen den USA und dem Iran gestiegen sind. Wie das kanadische Finanzministerium mitteilte, verzeichnete die Regierung im Juni einen Haushaltsüberschuss von 989 Millionen kanadischen Dollar (713,8 Millionen US-Dollar). Dieser war geringer als der Überschuss von 3,63 Milliarden CAD aus dem entsprechenden Vorjahresmonat.
China lockert Immobilienfinanzierung zur Stützung des Sektors
Die chinesischen Regulierungsbehörden haben ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Lockerung der Immobilienfinanzierung vorgestellt, da der Abschwung am Immobilienmarkt weiterhin das Wirtschaftswachstum belastet. Nach diesen neuen Regeln können chinesische Hausbesitzer ihre bestehenden hochverzinsten Hypotheken umschulden, indem sie direkt mit den Banken verhandeln oder neue, zinsgünstigere Kredite zur Ablösung aufnehmen. Da ein formelles Umschuldungssystem fehlte, nutzten viele Hausbesitzer kurzfristige Verbraucherkredite und andere Kreditlinien, um ihre Hypotheken vorzeitig zurückzuzahlen. Dies folgte auf die Leitzinssenkungen der Zentralbank, die das Wirtschaftswachstum und den schleppenden Immobilienmarkt wiederbeleben sollten.
DJG/DJN/sha
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August 28, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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