Was ist nach dem Verdreifacher bei Moderna noch drin?
Nur begrenzte Möglichkeiten, weil die Honorierung der letzten Forschungsergebnisse überaus positiv bewertet wurde, aber auf der Zeitachse noch der Bestätigung bedarf. Das war für Moderna im Zuge der Pandemie-Therapien ähnlich. Auf die langfristige Wirkung solcher Medikamente kommt es an. Dann gilt wie fast immer: Die Honorierung der Forschungserfolge ist richtig, aber übertrieben. Also ist eine technische Korrektur nötig, bevor die langfristigen Erfolge eingepreist werden. Das erfordert etwas Geduld.
Die Chip-lastigen Indizes in Südkorea und Taiwan laufen dieses Jahr am besten. Welche Regionen finden Sie für die Zukunft spannend?
Die zwei Super-Erfolge der Südkoreaner und Taiwanesen in Sachen Chips sind einmalig und bewundernswert. Eigentlich ein gutes Vorbild dafür, was auch die Deutschen durchaus hätten erreichen können. Die Indizes in beiden Märkten sind von Kursgewinnen der führenden Chipunternehmen durchweg geprägt. Auf die Fortsetzung kommt es an. Der Trend für KI-Chips wird noch immer von Nvidia dominiert, wie die jüngsten Ergebnisse zeigen. Also auch hier: Die positive Beurteilung ist im Prinzip richtig, wird aber durchweg von Spekulationen getrieben, hinter denen keine nachhaltige langfristige Anlage steht. Die Bereinigung dieser Märkte ist deshalb zwingend. Dann sind wir wieder beim Thema "heiß gelaufen". Beide Märkte in beiden Ländern zeigen in ihren Indizes ein deutlich bescheideneres Format: Fortschrittsbezogen mit erkennbarem langfristigem Trend, aber ohne Sensationen.
Welche Schlüsse ziehen Sie aus den Nvidia-Zahlen diese Woche?
Nvidia glänzte am Mittwoch erneut mit einmaligen Ergebnissen für das zweite Quartal. Ein Plus von rund 106 % beim Umsatz und von 119 % beim Gewinn je Aktie im Vergleich zum Vorjahresquartal ist ein erneuter Weltrekord. Die Börse reagierte darauf nachbörslich mit einem Plus von 4,8 %, was ungefähr 240 Mrd. $ Marktwert ausmacht. Das ist mehr als SAP insgesamt wert ist. Dahinter stehen Finanzoperationen von Nvidia mit seinen Kunden, die sehr intelligent gedacht sind, aber zu einem Geflecht von Finanzen führen, dessen Bestand fragwürdig ist. Das 500-Mrd.-Dollar-Paket ist der Maßstab. Rückblickend ist dies nicht neu. Die Finanzkrisen von 1987 und 2000 hatten die gleichen Ursachen. Also: Die Chip-Erfolge von Nvidia sind absolut beeindruckend. Darauf haben auch schon die Analysten reagiert und nach den Q2-Zahlen ihre Kursziele nach oben angepasst: Goldman Sachs hat sein Kursziel für Nvidia auf 300 $ erhöht und JPMorgan hält jetzt 320 $ für möglich. Wir bewegen uns also in traumhaften Größenordnungen, deren Bestand noch zu prüfen ist. Ich warte auf eine erste deutliche Korrektur, bevor es weitergeht. Weitere US-Werte siehe die aktuelle Actien-Börse.
Nur begrenzte Möglichkeiten, weil die Honorierung der letzten Forschungsergebnisse überaus positiv bewertet wurde, aber auf der Zeitachse noch der Bestätigung bedarf. Das war für Moderna im Zuge der Pandemie-Therapien ähnlich. Auf die langfristige Wirkung solcher Medikamente kommt es an. Dann gilt wie fast immer: Die Honorierung der Forschungserfolge ist richtig, aber übertrieben. Also ist eine technische Korrektur nötig, bevor die langfristigen Erfolge eingepreist werden. Das erfordert etwas Geduld.
Die Chip-lastigen Indizes in Südkorea und Taiwan laufen dieses Jahr am besten. Welche Regionen finden Sie für die Zukunft spannend?
Die zwei Super-Erfolge der Südkoreaner und Taiwanesen in Sachen Chips sind einmalig und bewundernswert. Eigentlich ein gutes Vorbild dafür, was auch die Deutschen durchaus hätten erreichen können. Die Indizes in beiden Märkten sind von Kursgewinnen der führenden Chipunternehmen durchweg geprägt. Auf die Fortsetzung kommt es an. Der Trend für KI-Chips wird noch immer von Nvidia dominiert, wie die jüngsten Ergebnisse zeigen. Also auch hier: Die positive Beurteilung ist im Prinzip richtig, wird aber durchweg von Spekulationen getrieben, hinter denen keine nachhaltige langfristige Anlage steht. Die Bereinigung dieser Märkte ist deshalb zwingend. Dann sind wir wieder beim Thema "heiß gelaufen". Beide Märkte in beiden Ländern zeigen in ihren Indizes ein deutlich bescheideneres Format: Fortschrittsbezogen mit erkennbarem langfristigem Trend, aber ohne Sensationen.
Welche Schlüsse ziehen Sie aus den Nvidia-Zahlen diese Woche?
Nvidia glänzte am Mittwoch erneut mit einmaligen Ergebnissen für das zweite Quartal. Ein Plus von rund 106 % beim Umsatz und von 119 % beim Gewinn je Aktie im Vergleich zum Vorjahresquartal ist ein erneuter Weltrekord. Die Börse reagierte darauf nachbörslich mit einem Plus von 4,8 %, was ungefähr 240 Mrd. $ Marktwert ausmacht. Das ist mehr als SAP insgesamt wert ist. Dahinter stehen Finanzoperationen von Nvidia mit seinen Kunden, die sehr intelligent gedacht sind, aber zu einem Geflecht von Finanzen führen, dessen Bestand fragwürdig ist. Das 500-Mrd.-Dollar-Paket ist der Maßstab. Rückblickend ist dies nicht neu. Die Finanzkrisen von 1987 und 2000 hatten die gleichen Ursachen. Also: Die Chip-Erfolge von Nvidia sind absolut beeindruckend. Darauf haben auch schon die Analysten reagiert und nach den Q2-Zahlen ihre Kursziele nach oben angepasst: Goldman Sachs hat sein Kursziel für Nvidia auf 300 $ erhöht und JPMorgan hält jetzt 320 $ für möglich. Wir bewegen uns also in traumhaften Größenordnungen, deren Bestand noch zu prüfen ist. Ich warte auf eine erste deutliche Korrektur, bevor es weitergeht. Weitere US-Werte siehe die aktuelle Actien-Börse.
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