DJ MÄRKTE ASIEN/Etwas leichter - US-Zinserhöhungsspekulation bremst
Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Der als falkenhaft wahrgenommene Auftritt von US-Notenbankchef Kevin Warsh beim Notenbankertreffen in Jackson Hole sorgt am Montag an den Börsen in Ostasien für Vorsicht und Kaufzurückhaltung. Wie Warsh sagte, muss die US-Notenbank noch mehr tun, falls die Entscheidungsträger nicht überzeugt seien, dass die Inflation auf das 2-Prozent-Ziel zurückkehrt. Zugleich betonte er den robusten Zustand der US-Wirtschaft und des Arbeitsmarktes, wo sich keine bremsende Wirkung des aktuellen Zinsniveaus zeige. Am Zinsterminmarkt stieg darauf die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September deutlich auf fast 60 von rund 30 Prozent.
Belastend wirken daneben steigende Ölpreise, nachdem US-Streitkräfte iranische Abschussrampen in der Straße von Hormus angegriffen haben, worauf der Iran laut Berichten Vergeltungsangriffe auf US-Truppen in Jordanien startete. Noch hält sich der Preisanstieg aber in Grenzen. Brent-Öl verteuert sich um rund 2,5 Prozent und kostet wieder über 90 Dollar.
Konjunkturseitig ist der chinesische Einkaufsmanagerindex für die Industrie im August zwar leicht gestiegen, liegt aber weiter im Schrumpfungsbereich. Der Index des Dienstleistungssektors verharrte auf dem Niveau aus dem Vormonat und signalisiert ebenso weiter Schrumpfung. In Japan ist unterdessen die Industrieproduktion anders als geschätzt im Juli leicht gestiegen und nicht zurückgegangen.
Der Topix in Tokio gibt um 0,2 Prozent nach, der Kospi in Seoul um 1,7 Prozent. Der Index gilt wegen seiner Technologielastigkeit als zinsreagibler und zeigt sich seit Wochen sehr volatil. Die beiden Schwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics fallen um je rund 2 Prozent. In Hongkong fällt der HSI um 0,7 Prozent, der Shanghai-Composite gibt um 0,2 Prozent nach. In Sydney ist die Tendenz knapp behauptet.
Unter den Einzelwerten verlieren in Seoul Hanwha Aerospace gut 3 Prozent, trotz Abschluss eines Vertrags mit dem spanischen Rüstungsunternehmen Indra Sistemas über den Export von Panzerhaubitzen. Zum Vertragswert machte Hanwha keine Angaben, wird aber eine Vorauszahlung in Höhe von 20 Prozent des Vertragswertes erhalten.
In Sydney gewinnen Liontown Resources über 4 Prozent. Das Unternehmen teilte seinen ersten jährlichen Nettogewinn mit, angetrieben durch eine Erholung der Lithiumpreise.
INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss S&P/ASX 200 (Sydney) 9.082,40 -0,1 +4,2 08:00 Topix 500 (Tokio) 3.233,65 -0,2 +21,5 08:00 Kospi (Seoul) 6.676,52 -1,7 +58,5 08:30 Hang-Seng (Hongkong) 25.409,68 -0,7 -0,9 10:00 Shanghai-Composite 3.944,46 -0,2 -0,6 09:00 Straits-Times (Singapur) 5.729,35 +0,5 +23,3 11:00 IDX Comp. (Indonesien) 6.490,85 -0,4 -25,0 10:00 KLCI (Malaysia) 1.725,88 -0,9 +2,7 10:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Fr, 9:10 Uhr % YTD EUR/USD 1,1591 +0,1 1,1584 1,1644 -1,3 EUR/JPY 185,23 -0,1 185,37 185,67 +0,7 EUR/GBP 0,8556 +0,0 0,8555 0,8569 -1,8 USD/JPY 159,77 -0,2 160,04 159,45 +2,0 USD/KRW 1.372,96 -0,3 1.376,49 1.372,60 -4,7 USD/CNY 6,7205 -0,1 6,7260 6,7209 -3,9 USD/CNH 6,7220 -0,1 6,7302 6,7219 -3,6 USD/HKD 7,8385 -0,0 7,8394 7,8394 +0,7 AUD/USD 0,7166 +0,1 0,7159 0,7194 +7,4 NZD/USD 0,5919 +0,2 0,5910 0,5957 +2,8 BTC/USD 77.691,45 -1,2 78.600,36 79.694,56 -11,4 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 85,09 +2,0 1,69 83,40 Brent/ICE 90,19 +2,4 2,09 88,10 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.419,75 -0,7 -32,92 4.452,67 Silber 66,11 -0,4 -0,24 66,35 Platin 1.796,24 -1,3 -23,91 1.820,15 (Angaben ohne Gewähr)
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/gos/cbr
(END) Dow Jones Newswires
August 31, 2026 00:37 ET (04:37 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
