DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
FEIERTAGSHINWEIS
MONTAG: Summer-Bank-Holiday in England.
TAGESTHEMA
Chinas offizieller Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe ist im August auf 49,8 von 49,2 im Juli gestiegen. Damit lag er den zweiten Monat in Folge unter der Schwelle von 50, obwohl er die von Ökonomen in einer Umfrage des Wall Street Journal prognostizierten 49,5 übertraf. "Wir erwarten für den Rest des Jahres eine weitere Verbesserung der wirtschaftlichen Dynamik, da die widrigen Wetterbedingungen nachlassen und die lokalen Regierungen ihre bereits budgetierten Ausgaben beschleunigen", sagte Nguyen Hoang Nam, ein Ökonom bei Capital Economics. Chinas PMI für das nicht-verarbeitende Gewerbe, der sowohl den Dienstleistungssektor als auch das Baugewerbe abdeckt, blieb im August unverändert bei 49,0.
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AUSBLICK KONJUNKTUR
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ÜBERSICHT INDIZES
zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 7.701,00 -0,3 E-Mini-Future Nasdaq-100 29.430,00 -0,2 S&P/ASX 200 (Sydney) 9.073,50 -0,2 Topix-500 (Tokio) 4.153,95 +0,2 Kospi (Seoul) 6.764,66 -0,4 Shanghai-Composite 3.961,34 +0,2 Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.485,70 -0,4
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Leichter -Der als falkenhaft wahrgenommene Auftritt von US-Notenbankchef Kevin Warsh beim Notenbankertreffen in Jackson Hole sorgt für Vorsicht und Kaufzurückhaltung. Wie Warsh sagte, muss die US-Notenbank noch mehr tun, falls die Entscheidungsträger nicht überzeugt seien, dass die Inflation auf das 2-Prozent-Ziel zurückkehrt. Zugleich betonte er den robusten Zustand der US-Wirtschaft und des Arbeitsmarktes, wo sich keine bremsende Wirkung des aktuellen Zinsniveaus zeige. Am Zinsterminmarkt stieg darauf die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September deutlich auf fast 60 von rund 30 Prozent. Belastend wirken daneben steigende Ölpreise, nachdem US-Streitkräfte iranische Abschussrampen in der Straße von Hormus angegriffen haben, worauf der Iran laut Berichten Vergeltungsangriffe auf US-Truppen in Jordanien startete. Konjunkturseitig ist der chinesische Einkaufsmanagerindex für die Industrie im August zwar leicht gestiegen, liegt aber weiter im Schrumpfungsbereich. Der Index des Dienstleistungssektors verharrte auf dem Niveau aus dem Vormonat und signalisiert ebenso weiter Schrumpfung. In Japan ist unterdessen die Industrieproduktion anders als geschätzt im Juli leicht gestiegen und nicht zurückgegangen. Etwas stärker fällt der Kospi in Seoul, er gilt wegen seiner Technologielastigkeit als zinsreagibler. Die beiden Schwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics fallen um je rund 2 Prozent.
WALL STREET
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 53.559,99 -0,0 -9,45 53.569,44
S&P-500 7.711,76 -0,3 -19,23 7.730,99
NASDAQ Comp 26.402,42 -0,5 -138,93 26.541,35
NASDAQ 100 29.433,43 -0,7 -208,13 29.641,56
Freitag Donnerstag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,01 Mrd 1,03 Mrd
Gewinner 1.160 1.206
Verlierer 1.571 1.517
unverändert 105 108
Knapp behauptet - Die mit großer Spannung erwartete Rede des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh beim Notenbankertreffen in Jackson Hole bewegte den Aktienmarkt kaum, den Anleihemarkt aber deutlich - vor allem am kurzen Ende. Hier zogen die Renditen merklich an. Der Markt interpretierte die Warsh-Ausführungen falkenhaft. Warsh merkte an, dass die Inflation über dem 2-Prozent-Ziel der Zentralbank liege, und bekräftigte seine Entschlossenheit, die Inflation zu bekämpfen. Zugleich betonte er die Stärke der Wirtschaft. Die gelassene Reaktion am Aktienmarkt erklärten Marktbeobachter damit, dass angesichts der weiter zu hohen Inflation eine Zinserhöhung eher angemessen sei. Die Konjunkturdaten des Tages gingen unter, obgleich der August-Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago deutlich schlechter als erwartet ausgefallen war. Dafür fiel der von der Uni Michigan ermittelte Index der Verbraucherstimmung in zweiter Lesung etwas besser aus als gedacht. Unternehmensseitig übertraf der Chipdesigner Marvell mit seinen Quartalszahlen und dem Ausblick die Erwartungen des Marktes zwar leicht, die "Flüsterschätzungen" hätten aber höher gelegen, zumal nachdem Nvidia am Vortag die Latte sehr hoch gelegt habe, hieß es. Marvell gaben um rund 10 Prozent nach. Nvidia kamen um 4,6 Prozent zurück. Am Donnerstag war der Kurs in Reaktion auf die starken Zahlen und einen beeindruckenden Ausblick um 8,7 Prozent gestiegen. Der Markt wog die rosigen langfristigen Umsatzaussichten gegen die Sorge ab, dass das Kapital, das für den Bau von Rechenzentren aufgenommen wird, aufgrund steigender Kreditzinsen teurer werden könnte. Auch die Chipaktien AMD und Intel geben deutlicher nach um je über 2 Prozent.
US-ANLEIHEN
Rendite +/- 2 Jahre 4,35 +0,12 5 Jahre 4,48 +0,08 10 Jahre 4,72 +0,05
In Reaktion auf die falkenhaft ankommende Rede des neuen US-Notenbankchefs Warsh stiegen die Renditen deutlich, insbesondere am kurzen Ende. Am Zinsterminmarkt wird nun mit fast 60- nach zuvor noch rund 30-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine Zinssenkung im September eingepreist.
DEVISEN
zuletzt +/- % 00:00 Fr, 9:10 % YTD EUR/USD 1,1587 +0,0 1,1584 1,1644 -1,4 EUR/JPY 185,18 -0,1 185,37 185,67 +0,7 EUR/GBP 0,8554 -0,0 0,8555 0,8569 -1,9 USD/JPY 159,79 -0,2 160,04 159,45 +2,0 USD/KRW 1.374,07 -0,2 1.376,49 1.372,60 -4,6 USD/CNY 6,7208 -0,1 6,7260 6,7209 -3,9 USD/CNH 6,7217 -0,1 6,7302 6,7219 -3,6 USD/HKD 7,8391 0,0 7,8394 7,8394 +0,7 AUD/USD 0,7163 +0,1 0,7159 0,7194 +7,4 NZD/USD 0,5915 +0,1 0,5910 0,5957 +2,8 BTC/USD 77.890,87 -0,9 78.600,36 79.694,56 -11,2
Der Dollar zog mit den Marktzinsen kräftig an, der Euro verbilligte sich im US-Handel deutlich auf 1,1582 Dollar.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.435,33 -0,4 -17,34 4.452,67 Silber 66,60 +0,4 0,25 66,35 Platin 1.803,63 -0,9 -16,52 1.820,15
Die Aussicht auf höhere Zinsen nach der Warsh-Rede in Jackson Hole wie auch der teurere Dollar drückten den Goldpreis stark um über 3 Prozent oder 148 auf 4.452 Dollar.
ÖL
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 86,00 +3,1 2,60 83,40 Brent/ICE 90,68 +2,9 2,58 88,10
Bei den Ölpreisen ging es ruhig zu, auch angesichts fehlender neuer Entwicklungen um die Straße von Hormus. Brentöl kostet zuletzt im US-Handel 0,4 Prozent weniger, rund 89,40 Dollar.
MELDUNGEN SEIT FREITAG 20.00 UHR
JAPAN - Konjunktur
Japans Industrieproduktion ist im Juli den vierten Monat in Folge gestiegen. Sie legte gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent zu, nach einem Anstieg von 1,9 Prozent im Juni. Ökonomen hattee einen Rückgang von 0,8 Prozent prognostiziert. Japanische Unternehmen erwarten laut den Daten einen Anstieg der Industrieproduktion um 6,4 Prozent im August und einen Rückgang um 4,2 Prozent im September. Der Einzelhandelsumsatz in Japan fiel unterdessen im Juli 4,0 Prozent höher als im Vorjahr aus.
USA / VENEZUELA
US-Präsident Trump hat bestätigt, dass die USA eine Vereinbarung mit Venezuela getroffen haben, um die Kontrolle über einen großen Teil der Ölreserven des lateinamerikanischen Landes zu sichern. "Auf meine Anweisung hin haben Außenminister Marco Rubio und Kriegsminister Pete Hegseth in enger Zusammenarbeit mit der hochgeschätzten Interimspräsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, und durch eine Partnerschaft mit der Privatwirtschaft die US-Mehrheitskontrolle über mehr als 65 Milliarden Barrel nachgewiesener Ölreserven in Venezuela gesichert - ohne jegliche Kosten für den amerikanischen Steuerzahler", erklärte er. Die Ölindustrie des Landes ist nach jahrelanger Misswirtschaft marode. Seit dem Sturz von Präsident Maduro im Januar durch die USA hat Trump US-Ölkonzerne dazu gedrängt, Geld in das Land zu pumpen, um die Ölförderung zu stützen.
AON / USI
Aon steht offenbar kurz vor einer Vereinbarung zur Übernahme des Versicherungsmaklers USI Insurance vom Private-Equity-Unternehmen KKR für rund 17 Milliarden Dollar inklusive Schulden. Ein Deal könnte bereits am Montag bekannt gegeben werden, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Aon ist ein anglo-amerikanischer Dienstleister in den Bereichen Risikomanagement, Versicherungsmaklerwesen, Rückversicherung und Human-Capital-Beratung.
LIONTOWN
hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 93 (Vorjahr: Verlust von 193,3) Millionen australischen Dollar erzielt. Analysten hatten einen Verlust von 78,4 Millionen Dollar erwartet. Das bereinigte EBITDA erreichte 147 Millionen, blieb aber hinter den erwarteten 206,5 Millionen australischen Dollar zurück. Für das Geschäftsjahr 2027 wurde die Produktions-, Kosten- und Investitionsprognose bestätigt.
PETROCHINA
verzeichnet im ersten Halbjahr einen Nettogewinn von 103,94 Milliarden Yuan beziehungsweise 15,45 Milliarden Dollar - ein Anstieg um 24 Prozent. Der Umsatz stieg um 5,3 Prozent auf 1,53 Billionen Yuan.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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August 31, 2026 01:49 ET (05:49 GMT)
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