ZWICKAU (dpa-AFX) - Im Ringen um die Zukunft für das VW-Werk in Zwickau sieht Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer in längeren Arbeitszeiten eine Option. "Wir sind zu teuer", sagte der CDU-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin". Dieser Realität müsse sich Deutschland stellen. Seiner Meinung nach sollte dies aber nicht damit einhergehen, dass Löhne sinken. Kretschmer plädierte für einen "Mix an Maßnahmen", wie er sagte, "auch ein Stück weit eine längere Arbeitszeit".
Mit Blick auf die Zukunft des VW-Werks im sächsischen Zwickau zeigte sich Kretschmer optimistisch. Das Werk sei das effizienteste in Deutschland. "Natürlich wird es dieses Unternehmen schaffen, wieder ganz vorn dabei zu sein." Volkswagen brauche jetzt Unterstützung von der deutschen Politik und der Europäischen Union - "und zwar nicht finanziell, sondern mit weniger Regulierung und weniger Kosten beispielsweise beim Thema Energie."
Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume hatte am Mittwoch das sächsische VW-Werk besucht. Blume hatte bekräftigt, dass es keine Entscheidungen zu Werksschließungen gebe, dass es zugleich aber für die Standorte Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm noch "keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre" gebe./htz/DP/zb




