DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Chinas offizielle Konjunkturindikatoren deuten auf bevorstehende Wende hin
Ein offizieller Indikator für Chinas verarbeitendes Gewerbe hat sich im August stärker als erwartet erholt, da sich die Produktion und die Marktnachfrage erholten. Dies deutet darauf hin, dass die Verlangsamung im verarbeitenden Gewerbe im Juli ihren Tiefpunkt erreicht haben könnte. Chinas offizieller Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe sei im August auf 49,8 von 49,2 im Juli gestiegen, teilte das Nationale Statistikamt mit. Damit lag der PMI den zweiten Monat in Folge unter der Schwelle von 50, obwohl er die von Ökonomen in einer Umfrage des Wall Street Journal prognostizierten 49,5 übertraf.
Japans Industrieproduktion legt im Juli leicht zu und stützt Ausblick der BOJ
Japans Industrieproduktion ist im Juli den vierten Monat in Folge gestiegen. Dies signalisiert eine wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu einer Zeit, in der die Zentralbank eine Zinserhöhung erwägt. Die Industrieproduktion stieg gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, nach einem Anstieg von 1,9 Prozent im Juni, wie Regierungsdaten zeigten. Eine Umfrage von Ökonomen des Datenanbieters Quick hatte einen Rückgang von 0,8 Prozent prognostiziert. Japanische Unternehmen erwarten laut den Daten einen Anstieg der Industrieproduktion um 6,4 Prozent im August und einen Rückgang um 4,2 Prozent im September.
Fed-Chef Warsh sendet klare Botschaft aus Jackson Hole
Die Botschaft von Fed-Chef Warsh in Jackson Hole sei gewesen, dass "die Märkte, nicht die Fed, die Prognosen erstellen sollten, und Anleger, die auf eine vorab festgelegte Reaktionsfunktion warten, werden während seiner gesamten Amtszeit warten müssen", schreibt Natalia Lojevsky von CIFC Asset Management in einer Research Note. Die Zinsen am kurzen Ende blieben das primäre Instrument in Warshs Rahmenwerk, während die Bilanz und andere Maßnahmen aus der Krisenzeit in Reserve gehalten und nicht als ständige Politik behandelt würden, so die geschäftsführende Direktorin. Warsh habe jedoch auch den Falken echtes Material geliefert. "Inflation bleibt nach seiner eigenen Darstellung hartnäckig über dem Zielwert, und er hat die Tür offen gelassen, darauf zu reagieren."
Fed-Gouverneur Warsh korrigiert Kommunikationsfehler vom Juli
Fed-Gouverneur Kevin Warsh hat am Freitag in Jackson Hole eine klare und hawkishe Rede gehalten und damit "seine Kommunikationsfehler vom Juli zurückgenommen", schreibt die Fed-Beobachterin und US-Ökonomin von SEB, Elisabet Kopelman, in einer Research Note. "Warsh habe zwar keine klaren Signale zum Zeitpunkt von Zinsänderungen gesendet, die Rede habe aber die Markterwartungen einer Zinserhöhung im Herbst gestützt - sei es im September oder bis zum Jahresende", so Kopelman. Die Inflation und das Gleichgewicht innerhalb des derzeit gespaltenen Offenmarktausschusses (FOMC) seien entscheidend, aber die Rede deute auf ein Aufwärtsrisiko für die Prognose von SEB hin, dass die Zinsen ihren Höhepunkt erreicht hätten, so Kopelman.
Fed-Chef Warsh lässt keinen Zweifel an Inflationsfokus
Die Darstellung der Inflation sei das Kernstück der Rede von Fed-Chef Kevin Warsh gewesen, schreibt Ross Pamphilon von Impax Asset Management in einer Mitteilung. In der Rede sei mehrmals auf die noch zu leistende Arbeit und das Festhalten am Preisziel von 2 Prozent verwiesen worden. "Wir erwarten eine deutlich ruhigere Fed in der Überzeugung, dass eine Forward Guidance für normale Zeiten ungeeignet ist", so der CIO für festverzinsliche Wertpapiere. Obwohl Warsh kein direktes Signal für September gegeben habe, "erhöht diese Rede die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung", meint Pamphilon. Insgesamt sei die Rede eindeutig hawkish gewesen und habe zu einer Abflachung der Zinskurve geführt, wobei es am vorderen Ende zu Verkäufen gekommen sei. "Die Rede ließ keinerlei Zweifel hinsichtlich des Inflationsfokus aufkommen."
US-Notenbanker Warsh hat Vertrauen erfolgreich wiederhergestellt
US-Notenbankchef Kevin Warsh "habe das Vertrauen erfolgreich wiederhergestellt", sagt Larry Holzenthaler von Catalyst Funds nach der Rede von Warsh auf dem jährlichen Symposium der Fed von Kansas City in Jackson Hole am Freitag. "Er habe sehr auf die Inflation und deren Rückführung auf das 2-Prozent-Ziel der US-Notenbank fokussiert gewirkt", so der leitende Portfoliomanager. Der Markt scheine genau so zu reagieren, wie es die US-Notenbank wolle; die kurzfristigen Zinsen seien nach seinen Äußerungen höher, während die langfristigen Zinsen geringfügig niedriger seien, fügt Holzenthaler hinzu. "Anleger sollten klar damit rechnen, dass die US-Notenbank die Zinsen anheben werde, falls dies nötig sei."
Wahrscheinlichkeit für Fed-Zinserhöhung im September bleibt nach Sprung am Freitag hoch
Anleger sehen nach der Rede des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh in Jackson Hole am vergangenen Freitag eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der US-Notenbank im September. Die Geldmärkte preisen laut Daten von LSEG derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent für eine Anhebung am 16. September ein. Die Erwartungen einer Anhebung sind unmittelbar nach der Rede von Warsh von rund 35 Prozent am Freitagmorgen sprunghaft angestiegen, zunächst auf rund 48 Prozent und später im Handelsverlauf auf rund 57 Prozent.
Isländer stimmen gegen EU-Beitrittsverhandlungen
Die Isländer haben in einer Volksabstimmung gegen die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union gestimmt. Sie wiesen damit Argumente zurück, wonach sich ihre kleine Inselnation nach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Grönland zu annektieren, enger an Brüssel binden sollte. Die vom nationalen Sender RUV veröffentlichten Ergebnisse zeigten, dass 52,8 Prozent der Wähler nicht wollen, dass ihre Regierung die Gespräche mit der EU wieder aufnimmt, verglichen mit 47,2 Prozent, die sich für Gespräche aussprachen. Die Regierung erklärte, sie werde das Ergebnis respektieren.
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August 31, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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