Die Aktienmärkte starten zum Wochenstart moderat und unaufgeregt im Minus. Auslöser sind die falkenhaften Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole, die die Spekulation auf eine Zinserhöhung im September deutlich verstärkt haben. Nach seinem Auftritt stieg die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung von rund 34 auf 60 %. Warsh erklärte, die Inflation verlangsame sich nicht ausreichend, die Finanzierungsbedingungen seien derzeit nicht restriktiv und die Fed habe noch "Arbeit zu erledigen". Und dennoch:
Eine Zinserhöhung im September unterstützte er allerdings nicht ausdrücklich - wie auch wenn der Staat sich vornehmlich am kurzen Ende verschluldet und auf tiefe Zinsen hier angewiesen ist. Einige Bondinvestoren bleiben deshalb skeptisch und halten auch ein erneutes Stillhalten der Fed für möglich.
Gold kam stärker unter Druck. Höhere Zinserwartungen belasten das unverzinste Edelmetall, welches aber auch technisch überkauft war. Zuletzt hatte sich der Goldpreis von der Zinstendenz ohnehin gelöst. Der innere Trend bei Gold liegt in der ausufernden Staatsverschuldung.
Die Venezuela-Story wird investierbarer. Der Pentagon-Finanzierungsarm OSC soll Unternehmen, die neue Förderlizenzen übernehmen, gegen einen Teil der finanziellen und politischen Risiken absichern. Gleichzeitig sollen über eine neue Gesellschaft 17 Ölfelder mit mehr als 65 Mrd. Barrel Reserven für US-Konzerne und andere Investoren geöffnet werden. Für Titel wie SLB, Chevron und indirekt auch Repsol sind das positive News.
Auf Unternehmensebene sorgte BYD für Aufmerksamkeit. Erstmals übertraf der Auslandsumsatz den Umsatz im chinesischen Heimatmarkt, womit eine längere Gewinnschwäche beendet wurde. Die Aktie verlor in Hongkong dennoch deutlich. Meituan stieg dagegen zeitweise um 3,6 %, nachdem der Umsatz die Erwartungen deutlich übertroffen hatte und mehrere Broker ihre Kursziele anhoben.
PS: Heute läuft unsere besondere Rabattaktion für die Termin-Börse daily aus. Eine kostenlose Leseprobe finden Sie hier: https://www.bernecker.info/tbd-aktionswochen
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Eine Zinserhöhung im September unterstützte er allerdings nicht ausdrücklich - wie auch wenn der Staat sich vornehmlich am kurzen Ende verschluldet und auf tiefe Zinsen hier angewiesen ist. Einige Bondinvestoren bleiben deshalb skeptisch und halten auch ein erneutes Stillhalten der Fed für möglich.
Gold kam stärker unter Druck. Höhere Zinserwartungen belasten das unverzinste Edelmetall, welches aber auch technisch überkauft war. Zuletzt hatte sich der Goldpreis von der Zinstendenz ohnehin gelöst. Der innere Trend bei Gold liegt in der ausufernden Staatsverschuldung.
Die Venezuela-Story wird investierbarer. Der Pentagon-Finanzierungsarm OSC soll Unternehmen, die neue Förderlizenzen übernehmen, gegen einen Teil der finanziellen und politischen Risiken absichern. Gleichzeitig sollen über eine neue Gesellschaft 17 Ölfelder mit mehr als 65 Mrd. Barrel Reserven für US-Konzerne und andere Investoren geöffnet werden. Für Titel wie SLB, Chevron und indirekt auch Repsol sind das positive News.
Auf Unternehmensebene sorgte BYD für Aufmerksamkeit. Erstmals übertraf der Auslandsumsatz den Umsatz im chinesischen Heimatmarkt, womit eine längere Gewinnschwäche beendet wurde. Die Aktie verlor in Hongkong dennoch deutlich. Meituan stieg dagegen zeitweise um 3,6 %, nachdem der Umsatz die Erwartungen deutlich übertroffen hatte und mehrere Broker ihre Kursziele anhoben.
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Volker Schulz
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