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MÄRKTE EUROPA/Leichter - DAX wieder 200 Punkte unter Rekordhoch

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichter - DAX wieder 200 Punkte unter Rekordhoch

DOW JONES--Leichter zeigen sich Europas Börsen am Montag im Frühhandel. Etwas belastend wirkt zum einen der Anstieg des Ölpreises. Mit 2 Prozent auf rund 90 Dollar fällt er nach einem militärischen Schlagabtausch zwischen den USA und dem Iran aber insgesamt moderat aus; zum anderen bremst die am Freitag deutlich gestiegene Erwartung einer US-Zinserhöhung im September. Sie liegt nun bei rund 60 nach zuvor 30 Prozent.

Die viel beachtete Rede von Fed-Chef Kevin Warsh auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole fiel nach allgemeiner Wahrnehmung falkenhaft aus und befeuert Erwartungen einer US-Zinserhöhung.

Der DAX gibt um 0,6 Prozent nach auf 26.404 Punkte. Er liegt damit wieder gut 200 Punkte unter seinem am Freitag erreichten Rekordhoch von 26.618. Der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,2 Prozent auf 6.472 Zähler nach. Am Anleihemarkt geht es weiter ruhig zu, er hatte schon am Freitag nur sehr moderat auf die zunehmende Spekulation über eine US-Zinserhöhung reagiert, während am US-Anleihemarkt die Renditen deutlich zulegten. Der Euro war darauf stark unter Druck geraten und unter die Marke von 1,16 Dollar gerutscht. Aktuell wird er leicht erholt mit 1,1599 Dollar gehandelt.

Aus Deutschland werden im Tagesverlauf Inflationsdaten erwartet, am Vormittag aus einzelnen Bundesländern, am Nachmittag um 14.00 Uhr für Deutschland insgesamt. Der Inflationsdruck dürfte im August zugenommen haben. Volkswirte rechnen damit, dass der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vorjahr um 3,2 (Juli: 2,8) Prozent gestiegen ist. Treiber dürften höhere Energiepreise infolge der Sperrung der Straße von Hormus gewesen sein, wie sich bereits an den erhöhten Preisdaten aus Frankreich und Spanien zeigte. Die Erwartungen gehen ohnehin bereits dahin, dass die EZB die Zinsen erhöhen wird.

Neue Konjunkturdaten aus China geben kaum Impulse. Die Einkaufsmanagerindizes blieben im August knapp unter der Expansionsschwelle von 50. Positiv zur Kenntnis nehmen Marktakteure, dass die Ratingagentur Fitch die Bonitätsnote Frankreichs nicht wie befürchtet gesenkt, sondern mit A+ bestätigt hat - bei einem stabilen Ausblick.

Unternehmensseitig ist die Nachrichtenlage extrem dünn. Autoaktien geben leicht nach, nachdem sei am Freitag auf breiter Front nach zuletzt wieder gestiegener Konjunkturzuversicht gestiegen waren. Chemieaktien legen weiter zu, nachdem der Ifo-Geschäftsklimaindex für die Branche am Freitag positive Signale gesendet hatte. BASF steigen um 1,1 und Brenntag um 0,8 Prozent. Im MDAX kommen Lanxess um 3,0 Prozent voran und Wacker Chemie um 0,9 Prozent.

Tagesverlierer und Bremser im DAX sind Siemens Energy. Die inzwischen mit knapp 6 Prozent im DAX gewichtete Aktie verliert 3,5 Prozent. Ein Händler verweist auf Aussagen von Elon Musk, wonach SpaceX Turbinenblätter herstellen wolle wegen der extrem langen Wartezeiten wegen der hohen Nachfrage nach Gasturbinen. Dies verzögere den Ausbau seiner Datencenter. Nordex geben um 1,7 Prozent nach,

Das Papier der Baader Bank gibt um gut 1 Prozent nach. Das Geldinstitut hat im Zuge einer Investorenkonferenz seine Ziele für das Gesamtjahr präzisiertn und rechnet nun 2026 mit einem Vorsteuergewinn, der weiterhin "deutlich" unter Vorjahr liegt, aber auch "spürbar oberhalb" des Ergebnisses im ersten Halbjahr.

Aroundtown rutschen um 2,9 Prozent ab, nachdem Goldman Sachs das Kursziel deutlich gesenkt hat. Aber auch andere Immobilienaktien geben mit der Aussicht auf höhere Zinsen nach; Vonovia um 1,4, TAG Immobilien um 1,9 und LEG Immobilien um 1,6 Prozent. Der Stoxx-Subindex Immobilien kommt um 0,6 Prozent zurück.

Wegen des Feiertages in Großbritannien fehlen wichtigen Marktteilnehmer aus London. "Sektoren wie Pharma, Banken, Rohstoffe sind daher heute gar nicht komplett handelbar", meint ein Händler.

INDEX        zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50    6.471,72  -0,2   -13,95    6.485,67   11,7 
Stoxx-50      5.466,69  -0,2   -9,35    5.476,04   11,2 
DAX        26.404,43  -0,6  -165,56    26.569,99    7,8 
MDAX        32.839,43  -0,6  -190,48    27.039,42    7,3 
TecDAX       4.090,13  -0,7   -29,26    3.091,28   12,9 
SDAX        18.949,35  -0,2   -45,84    13.062,07   10,3 
FTSE        10.824,26  +0,3   31,72    10.792,54    9,0 
CAC         8.412,47  +0,1   11,29    8.401,18    3,2 
SMI        14.386,67  -0,1   -13,10    14.399,77    8,4 
ATX         6.802,70  +0,2   16,12    6.786,58   27,7 
 
 
DEVISEN       zuletzt +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag Fr, 18:12 
EUR/USD        1,1598  +0,1   0,0014  1,1584      1,1591 
EUR/JPY        185,12  -0,1  -0,2500  185,37     185,5500 
EUR/CHF        0,937  -0,0  -0,0004  0,9374      0,9376 
EUR/GBP        0,8561  +0,1   0,0006  0,8555      0,8555 
USD/JPY        159,58  -0,3  -0,4600  160,04     160,0500 
GBP/USD        1,3541  +0,1   0,0007  1,3534      1,3546 
USD/CNY        6,7195  -0,1  -0,0065  6,7260      6,7260 
USD/CNH        6,7207  -0,1  -0,0095  6,7302      6,7301 
AUS/USD        0,7159  0,0   0,0000  0,7159      0,7163 
Bitcoin/USD    78.233,00  -0,5  -367,36 78.600,36    77.931,68 
 
 
ROHOEL        zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex       84,84  +1,7    1,44   83,4 
Brent/ICE       89,88  +2,0    1,78  88,10 
 
 
Metalle       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold        4.445,39  -0,2   -7,28    4.452,67 
Silber         66,98  +0,9    0,63      66,35 
Platin       1.803,18  -0,9   -16,97    1.820,15 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 31, 2026 04:07 ET (08:07 GMT)

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KI braucht Strom
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