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MÄRKTE USA/Anstieg von Ölpreis und Marktzinsen belastet Börse

DJ MÄRKTE USA/Anstieg von Ölpreis und Marktzinsen belastet Börse

DOW JONES--Inflationssorgen dämpfen am Montag die Kauflaune an den US-Börsen. Der Dow-Jones-Index fällt gegen Mittag (Ortszeit New York) um 0,6 Prozent auf 53.218 Punkte. Der S&P-500 sinkt um 0,5 Prozent und der Nasdaq-Composite um 0,4 Prozent. Marktteilnehmer verweisen auf den "falkenhaften" Auftritt von US-Notenbank-Chairman Kevin Warsh am Freitag auf dem Notenbankertreffen in Jackson Hole. Die Erwartung einer Zinserhöhung der Federal Reserve im September ist an den Märkten seither deutlich gestiegen. Neue Angriffe der US-Streitkräfte auf iranische Ziele treiben derweil den Ölpreis kräftig nach oben, was Befürchtungen eines beschleunigten Preisauftriebs ebenfalls neue Nahrung gibt. Aktuell verteuert sich das Barrel Brentöl um 2,7 Prozent auf 90,47 Dollar.

Am Anleihemarkt legen die Renditen vor allem am langen Ende der Zinskurve weiter zu, nachdem sie am Freitag in Reaktion auf die Warsh-Rede schon gestiegen waren. Die Zehnjahresrendite steigt um 4 Basispunkte auf 4,76 Prozent. Der Dollar gibt derweil einen Teil seiner Gewinne ab; der Dollarindex sinkt um 0,3 Prozent. Hier dürfte die hohe Staatsverschuldung der USA belasten.

Wichtige Konjunkturdaten stehen am Montag nicht auf der Agenda. Mit dem offiziellen Arbeitsmarktbericht für August wird das Highlight der Woche erst am Freitag veröffentlicht.

Unternehmensseitig ist es zu Wochenbeginn ebenfalls noch recht ruhig. Aktien der Energiebranche folgen dem Ölpreis nach oben. Der Kurs von Chevron steigt um 1,2 Prozent, Exxon Mobil und Occidental Petroleum legen um 1,4 bzw 0,5 Prozent zu und Halliburton um 1,2 Prozent.

Die Aktien des Versorgers PG&E sacken um 18,3 Prozent ab. Sie werden belastet von einem neuen kalifornischen Gesetz zur Reduzierung der Risiken von Wald- und Buschbränden, das - anders als von Gouverneur Gavin Newsom vorgeschlagen - Versicherungen weiterhin die Möglichkeit offenhält, Versorger wegen Schadensforderungen zu verklagen, die auf solche Großfeuer zurückgehen. Veraltete Stromleitungen von PG&E hatten in der Vergangenheit verheerende Waldbrände in Kalifornien verursacht.

Mit einem Post auf X belastet Elon Musk die Aktie von GE Vernova. Demnach will SpaceX Turbinenblätter selbst herstellen. Grund seien die extrem langen Wartezeiten wegen der hohen Nachfrage nach Gasturbinen. Dies verzögere den Ausbau seiner Datencenter. Die schwache Energieversorgung in den USA werde immer mehr zum Flaschenhals, dies werde mit eigenen Turbinen umgangen. GE Vernova geben um 2,2 Prozent nach. SpaceX liegen 1,2 Prozent im Plus.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          53.218,14  -0,6  -341,85    53.559,99 
S&P-500         7.673,75  -0,5   -38,01    7.711,76 
NASDAQ Comp      26.293,49  -0,4  -108,94    26.402,42 
NASDAQ 100       29.349,57  -0,3   -83,86    29.433,43 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,35 +0,00    4,36      4,32 
5 Jahre           4,51 +0,03    4,51      4,46 
10 Jahre          4,76 +0,04    4,77      4,71 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:12 
EUR/USD          1,1616  +0,3   0,0032     1,1584   1,1591 
EUR/JPY          185,49  +0,1   0,1200     185,37  185,5500 
EUR/CHF          0,9387  +0,1   0,0013     0,9374   0,9376 
EUR/GBP          0,8571  +0,2   0,0016     0,8555   0,8555 
USD/JPY          159,67  -0,2  -0,3700     160,04  160,0500 
GBP/USD          1,3546  +0,1   0,0012     1,3534   1,3546 
USD/CNY          6,7197  -0,1  -0,0063     6,7260   6,7260 
USD/CNH          6,719  -0,2  -0,0112     6,7302   6,7301 
AUS/USD          0,7167  +0,1   0,0008     0,7159   0,7163 
Bitcoin/USD      78.713,08  +0,1   112,72    78.600,36 77.931,68 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         85,46  +2,5    2,06      83,4 
Brent/ICE         90,47  +2,7    2,37      88,10 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.435,99  -0,4   -16,68    4.452,67 
Silber           66,40  +0,1    0,05      66,35 
Platin         1.783,18  -2,0   -36,97    1.820,15 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mgo

(END) Dow Jones Newswires

August 31, 2026 12:20 ET (16:20 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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