DJ Rehn: EZB muss sich auf "Abnutzungskonflikt" im Nahen Osten einstellen
DOW JONES--Die Europäische Zentralbank (EZB) muss sich nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Olli Rehn darauf einstellen, dass der Iran-Krieg die Inflation hoch halten wird. "Wir müssen uns auf einen anhaltenden Konflikt einstellen, weil beide Seiten - die Trump-Administration und die Revolutionsgarden - wirklich gegensätzliche Ziele haben", sagte er der Financial Times und fügte hinzu: "Wir könnten im Nahen Osten einen Abnutzungskonflikt bekommen." Angesichts dieses Inflationsdrucks dürfe sich die EZB nicht nachgiebig zeigen, Europa könne sich keine Krise der Lebenshaltungskosten leisten.
Rehn zufolge gibt es zwar noch keine Zweitrundeneffekte höherer Energiepreise in Form einer Lohn-Preis-Spirale, doch habe sich die höhere Inflation nach Beginn des Ukraine-Kriegs auch nicht gleich in den Prognosen gezeigt. "Deshalb ist der EZB-Rat momentan ziemlich vorsichtig mit definitiven Urteilen und selbstkritisch bezüglich Prognosen", sagte er.
Der Finne verwies zudem auf die angesichts von hohen Energiepreisen und Handelsspannungen bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit der Euroraum-Wirtschaft. Die finnische Zentralbank werde ihre Wachstumsprognose für 2026 wahrscheinlich von 0,7 auf 1,5 bis 2 Prozent anheben. Finnland sei eine Miniaturausgabe des Euroraums und abhängig vom "Exportmotor Deutschland".
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September 01, 2026 02:43 ET (06:43 GMT)
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