BERLIN (dpa-AFX) - Cateringfirmen, die deutsche Schulen und Kitas beliefern, beklagen ein Missverhältnis zwischen den Anforderungen an das Schulessen und dem dafür gezahlten Geld. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die das Institut für Sozialinnovation für die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) durchgeführt hat.
Demnach erhalten die befragten Caterer im Schnitt 4,21 Euro für ein Mittagessen. 71 Prozent der Unternehmen halten das im Vergleich zu den gestellten Anforderungen wie Vielfalt und Bioqualität aber für unverhältnismäßig niedrig. Gleichzeitig geben drei Viertel der Befragten an, dass der Preis das Hauptkriterium bei der Auftragsvergabe sei.
Klage über "ruinösen Unterbietungswettbewerb"
"Wir erleben Ausschreibungen, in denen auf dem Papier sehr hohe Qualität verlangt wird, am Ende aber vor allem der Preis zählt", bemängelt der Caterer und DZG-Vorstand Markus Grube. "Gutes Schulessen lässt sich nicht über einen ruinösen Unterbietungswettbewerb sichern, der zulasten von Qualität und Speisevielfalt geht."
Die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt ist eine Interessenvertretung der Tourismus- und Ernährungswirtschaft, die nach eigenen Angaben von rund 200 Mitgliedsunternehmen getragen wird. Die von ihnen beauftragte Studie basiert auf einer bundesweiten, nicht repräsentativen Online-Befragung, an der sich rund 300 Anbieter der Kita- und Schulverpflegung beteiligt haben./ax/DP/jha
