Vaduz (ots) -
Die Regierung hat in ihrer Sitzung vom Dienstag, 1. September 2026, die Postulatsbeantwortung zur Stärkung des Forschungs- und Innovationsplatzes Liechtenstein zu Handen des Landtags verabschiedet.
Der Vorstoss vom 14. Februar 2020 verlangte eine Prüfung, wie eine Wissenschafts- und Forschungsstrategie 2030 entwickelt, die bestehende Förderlandschaft für Wissenschaft, Forschung und Innovation dargestellt, die Vor- und Nachteile eines Forschungs- und Innovationsfördergesetzes aufgezeigt sowie Massnahmen zur Stärkung der Standortattraktivität für Startups formuliert werden können. Die Prüfung zeigt, dass Liechtenstein bereits heute über ein leistungsfähiges und international vernetztes Forschungs- und Innovationssystem verfügt, das durch bestehende Strategien, gesetzliche Grundlagen, Förderinstrumente und internationale Kooperationen getragen wird.
Auf eine eigenständige Wissenschafts- und Forschungsstrategie sowie auf ein separates Forschungs- und Innovationsförderungsgesetz soll verzichtet werden. Für Liechtenstein als Kleinstaat erweist sich der bisherige rahmensetzende, flexible und technologieoffene Ansatz als zweckmässiger denn eine umfassende staatliche Steuerung. Die bestehenden Förderinstrumente, darunter der Forschungsförderungsfonds Liechtenstein, die KMU-Förderschecks sowie die Beteiligung an internationalen Programmen wie dem Digital Europe Programme und Innosuisse, haben sich in der Praxis bewährt.
Bei der Startup-Förderung setzt die Regierung auf Qualität statt Quantität: Im Zentrum stehen eine neu geschaffene zentrale Kontaktstelle im Amt für Volkswirtschaft, der Zugang zu Infrastruktur beim Forschungs- und Innovationszentrum RhySearch und am OST Campus Buchs sowie die Positionierung Liechtensteins als Venture-Clienting-Standort. Auch die Universität Liechtenstein trägt mit Angeboten wie dem Innovationslabor und dem Verein START Vaduz zur Startup-Kultur bei.
Als Handlungsfelder für die Weiterentwicklung identifiziert die Regierung die Stärkung von Begleitstrukturen für Unternehmen und Startups - etwa durch das im Aufbau befindliche KMU-Mentoring -, eine bessere Sichtbarkeit der Förderlandschaft sowie ein verhältnismässiges Wirkungsmonitoring. Zentrale Fragestellungen werden im Zuge der Aktualisierung der Standortstrategie sowie einer allfälligen EU-Programmteilnahme ab 2028 vertieft weiterverfolgt.
Pressekontakt:
Ministerium für Inneres, Wirtschaft und Sport
Stephan Jäger, Generalsekretär
T +423 236 6783
stephan.jaeger@regierung.li
Original-Content von: Fürstentum Liechtenstein, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.ch/de/pm/100000148/100941930
Die Regierung hat in ihrer Sitzung vom Dienstag, 1. September 2026, die Postulatsbeantwortung zur Stärkung des Forschungs- und Innovationsplatzes Liechtenstein zu Handen des Landtags verabschiedet.
Der Vorstoss vom 14. Februar 2020 verlangte eine Prüfung, wie eine Wissenschafts- und Forschungsstrategie 2030 entwickelt, die bestehende Förderlandschaft für Wissenschaft, Forschung und Innovation dargestellt, die Vor- und Nachteile eines Forschungs- und Innovationsfördergesetzes aufgezeigt sowie Massnahmen zur Stärkung der Standortattraktivität für Startups formuliert werden können. Die Prüfung zeigt, dass Liechtenstein bereits heute über ein leistungsfähiges und international vernetztes Forschungs- und Innovationssystem verfügt, das durch bestehende Strategien, gesetzliche Grundlagen, Förderinstrumente und internationale Kooperationen getragen wird.
Auf eine eigenständige Wissenschafts- und Forschungsstrategie sowie auf ein separates Forschungs- und Innovationsförderungsgesetz soll verzichtet werden. Für Liechtenstein als Kleinstaat erweist sich der bisherige rahmensetzende, flexible und technologieoffene Ansatz als zweckmässiger denn eine umfassende staatliche Steuerung. Die bestehenden Förderinstrumente, darunter der Forschungsförderungsfonds Liechtenstein, die KMU-Förderschecks sowie die Beteiligung an internationalen Programmen wie dem Digital Europe Programme und Innosuisse, haben sich in der Praxis bewährt.
Bei der Startup-Förderung setzt die Regierung auf Qualität statt Quantität: Im Zentrum stehen eine neu geschaffene zentrale Kontaktstelle im Amt für Volkswirtschaft, der Zugang zu Infrastruktur beim Forschungs- und Innovationszentrum RhySearch und am OST Campus Buchs sowie die Positionierung Liechtensteins als Venture-Clienting-Standort. Auch die Universität Liechtenstein trägt mit Angeboten wie dem Innovationslabor und dem Verein START Vaduz zur Startup-Kultur bei.
Als Handlungsfelder für die Weiterentwicklung identifiziert die Regierung die Stärkung von Begleitstrukturen für Unternehmen und Startups - etwa durch das im Aufbau befindliche KMU-Mentoring -, eine bessere Sichtbarkeit der Förderlandschaft sowie ein verhältnismässiges Wirkungsmonitoring. Zentrale Fragestellungen werden im Zuge der Aktualisierung der Standortstrategie sowie einer allfälligen EU-Programmteilnahme ab 2028 vertieft weiterverfolgt.
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