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MÄRKTE USA/Gestiegene Marktzinsen belasten Wall Street

DJ MÄRKTE USA/Gestiegene Marktzinsen belasten Wall Street

DOW JONES--An den US-Börsen geht es zum Start in den Dienstagshandel abwärts. Der Dow-Jones-Index fällt um 0,4 Prozent auf 52.986 Punkte. Der S&P-500 verliert 0,7 Prozent und der Nasdaq-Future 1,4 Prozent. Die kräftig gestiegenen Marktzinsen lasten auf den Aktienmärkten und dort besonders auf den als zinsempfindlich geltenden Technologiewerten.

Ursächlich für den Anstieg der Anleiherenditen ist die wachsende Überzeugung am Markt, dass die US-Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung noch in diesem Monat die Zinsen erhöhen wird. Genährt wird diese Erwartung von der als "falkenhaft" interpretierten Rede des US-Notenbankchefs Kevin Warsh am Freitag auf dem Notenbankertreffen in Jackson Hole. Daneben befeuert der deutliche Anstieg der Ölpreise Inflationsängste.

Aktuell verteuert sich das Barrel Brentöl um 2,2 Prozent auf 92,48 Dollar. Die jüngst wieder aufgeflammten wechselseitigen Angriffe der USA und des Irans treiben den Preis nach oben. Zunächst hatten US-Streitkräfte iranische Ziele angegriffen, worauf der Iran Ziele in Jordanien angriff, wo US-Truppen stationiert sind. Die Bedingungen für den Schiffstransport von Öl seien nach wie vor schwierig, kommentierte MUFG und verwies auf einen Bericht, wonach ein Öltanker in der Nähe des Omans attackiert wurde. Allerdings transportierten Ölproduzenten trotz der Risiken weiter Öl durch die Straße von Hormus, was eine gewisse Erleichterung bedeute.

Am Anleihemarkt lassen die Zinserhöhungserwartungen die Zehnjahresrendite um 3 Basispunkte auf 4,79 Prozent steigen. Der Dollar folgt den Marktzinsen nach oben. Der Dollarindex gewinnt 0,2Prozent. Der Goldpreis gibt derweil um 2,1 Prozent auf 4.353 Dollar je Feinunze nach. Steigende Zinsen mindern die Attraktivität des zinslos gehaltenen Edelmetalls.

An Konjunkturdaten werden der Einkaufsmanagerindex von S&P Global und der ISM-Index jeweils für das verarbeitende Gewerbe aus dem August, die Bauausgaben aus dem Juli und die Daten zu Stellenangeboten aus dem Juli veröffentlicht.

Unternehmensnachrichten sind rar. Erst nach Börsenschluss werden Dell und Palo Alto Networks Geschäftszahlen vorlegen.

Im besonders belasteten Technologiesektor verbilligen sich Nvidia um 2 und Advanced Micro Devices um 2,8 Prozent. Micron geben um 1,5 Prozent nach.

In der dritten Reihe sind Gopro zunächst vom Handel ausgesetzt, nachdem der angeschlagene Kamerahersteller den Zusammenschluss mit Starman Optical bekanntgegeben hat. Vorbörslich waren die Titel zeitweise um rund 70 Prozent gestiegen. Grund für den vorbörslichen Kurssprung war nach Angaben aus dem Handel die Nachricht, dass der Youtuber Mark Fischbach (Markiplier) einen Anteil von 8,5 Prozent an dem angeschlagenen Kamerahersteller erworben habe.

Sono Group verteuern sich um 50 Prozent. Das Unternehmen hat eine unverbindliche Absichtserklärung zur Fusion mit der Sport-Investmentgesellschaft Sports One abgegeben, um künftig Minderheitsanteile an Profisport-Franchises wie etwa NFL oder NBA zu erwerben.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.985,53  -0,4  -200,37    53.185,90 
S&P-500         7.631,99  -0,7   -54,15    7.686,14 
NASDAQ Comp      26.008,05  -1,4  -362,84    26.370,89 
NASDAQ 100       29.000,80  -1,5  -456,17    29.456,97 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,37 +0,02    4,38      4,35 
5 Jahre           4,53 +0,02    4,54      4,51 
10 Jahre          4,78 +0,02    4,80      4,76 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:12 
EUR/USD          1,1598  -0,2  -0,0018     1,1616   1,1591 
EUR/JPY          185,64  +0,0   0,0700     185,57  185,5500 
EUR/CHF          0,9393  +0,1   0,0005     0,9388   0,9376 
EUR/GBP          0,8564  -0,1  -0,0009     0,8573   0,8555 
USD/JPY          160,04  +0,2   0,3100     159,73  160,0500 
GBP/USD          1,354  -0,1  -0,0007     1,3547   1,3546 
USD/CNY          6,722  +0,0   0,0023     6,7197   6,7260 
USD/CNH          6,7224  +0,1   0,0046     6,7178   6,7301 
AUS/USD          0,715  -0,2  -0,0016     0,7166   0,7163 
Bitcoin/USD      77.598,02  -1,6 -1.266,88    78.864,90 77.931,68 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         88,37  +3,0    2,61      85,76 
Brent/ICE         92,48  +2,2    1,99      90,49 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.352,85  -2,1   -95,44    4.448,29 
Silber           64,74  -2,7   -1,78      66,52 
Platin         1.764,28  -1,5   -26,64    1.790,92 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/hab

(END) Dow Jones Newswires

September 01, 2026 09:46 ET (13:46 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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