DJ XETRA-SCHLUSS/DAX fällt mit Inflationssorgen unter 26.000 Punkte
DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag mit deutlichen Verlusten geschlossen. Der weltweite Inflations- und damit auch Zinsanstieg sorgt für Vorsicht und Kaufzurückhaltung. Dazu kommt der sich hinziehende US-Iran-Konflikt mit den in der Folge dauerhaft hohen Energiepreisen. Hierzu passen die jüngsten Inflationszahlen aus der Eurozone. Der Preisdruck in der Eurozone blieb im August hoch. An den Finanzmärkten wird eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch die EZB in der kommenden Woche fest eingepreist. Der DAX verlor 1,1 Prozent auf 25.970 Punkte. Der Preis für Brent erhöhte sich um 2,3 Prozent auf 92,57 Dollar das Fass. Die deutsche Zehnjahresrendite stieg weiter auf 3,36 Prozent - das höchste Niveau seit 15 Jahren.
"Die Stimmung unter den Investoren ist nicht grundsätzlich schlecht, sie werden nur vorsichtiger und schaffen Liquidität. Es sind die Unwägbarkeiten im Nahen Osten, die sich über die Inflationserwartungen, die Zinsängste und die steigenden Anleiherenditen jetzt stärker ihren Weg an den Aktienmarkt bahnen", so CMC Markets.
Das von Symrise (+0,2%) ausgegliederte und zum Verkauf gestellte Geschäft mit Terpen-Inhaltsstoffen geht an die Münchner Beteiligungsgesellschaft Mutares (-0,4%). Die Transaktion mit AmeriTerpenes wird sofort vollzogen und führt beim deutschen Duft- und Aromenhersteller Symrise 2026 zu einem nicht zahlungswirksamen Veräußerungsverlust im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, wie dieser in einer Mitteilung erklärte. Zum Kaufpreis vereinbarten beide Seiten unterdessen Stillschweigen. MWB Research sprach von einer Verbesserung des Geschäftsportfolios von Symrise. Jefferies empfiehlt die Aktie zum Kauf.
Jefferies sieht in der Absicht der Frasers Group (-1,5%), ihre Beteiligung an Hugo Boss (+0,4%) auf über 50 Prozent aufzustocken, einen bedeutenden Meilenstein. Das Erreichen dieser Schwelle würde eine Vollkonsolidierung von Hugo Boss - inklusive Umsatz, Gewinn und Schulden - in der Bilanz von Frasers auslösen. Dies wäre für die Gewinn- und Verlustrechnung von Frasers zwar optisch transformatorisch, würde jedoch gleichzeitig die Komplexität der Finanzberichterstattung des Konzerns erheblich erhöhen.
Rüstungsaktien hatten es weiter schwer: Rheinmetall verloren 2,8 Prozent und Hensoldt 3,5 Prozent. Das DAX-Schwergewicht SAP war Tagesverlierer mit einem Minus von 3,5 Prozent. Ein schwaches Börsendebüt von Shein in Hongkong setzte europaweit Fashion-Aktien zu; im DAX gaben Zalando 1,8 Prozent nach. Verkauft wurden zudem Autotitel: BMW schlossen 1,3 Prozent niedriger oder VW 1,4 Prozent. Merck gewannen dagegen nach einem positiven Analystenkommentar 0,5 Prozent.
Index zuletzt* +/- % +/- % YTD DAX 25.970 -1,1 6,0 DAX-Future 26.012 -0,9 6,6 XDAX 25.979 -0,8 5,7 MDAX 32.173 -1,7 5,0 TecDAX 4.025 -1,4 11,0 SDAX 18.730 -1,1 9,1 zuletzt +/- Ticks Bund-Future 122,97 -29,0 *gerundet
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September 01, 2026 11:52 ET (15:52 GMT)
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