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MÄRKTE USA/Etwas leichter - Zins- und Inflationssorgen belasten Börse

DJ MÄRKTE USA/Etwas leichter - Zins- und Inflationssorgen belasten Börse

DOW JONES--An den US-Börsen geht es am Dienstag abwärts. Der Dow-Jones-Index fällt gegen Mittag (Ortszeit New York) um 0,6 Prozent auf 52.882 Punkte. Der S&P-500 verliert 0,6 Prozent und der Nasdaq-Composite 0,8 Prozent. Die kräftig gestiegenen Marktzinsen lasten auf den Aktienmärkten und dort besonders auf den als zinsempfindlich geltenden Technologiewerten.

Ursächlich für den Anstieg der Anleiherenditen ist die wachsende Überzeugung am Markt, dass die US-Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung noch in diesem Monat die Zinsen erhöhen wird. Genährt wird diese Erwartung von der als "falkenhaft" interpretierten Rede des US-Notenbankchefs Kevin Warsh am Freitag auf dem Notenbankertreffen in Jackson Hole. Daneben befeuert der deutliche Anstieg der Ölpreise Inflationsängste.

Aktuell verteuert sich das Barrel Brentöl um 2,6 Prozent auf 92,86 Dollar. Die jüngst wieder aufgeflammten wechselseitigen Angriffe der USA und des Irans treiben den Preis nach oben. Zunächst hatten US-Streitkräfte iranische Ziele angegriffen, worauf der Iran Ziele in Jordanien angriff, wo US-Truppen stationiert sind. Die Bedingungen für den Schiffstransport von Öl seien nach wie vor schwierig, kommentierte MUFG und verwies auf einen Bericht, wonach ein Öltanker in der Nähe des Omans attackiert wurde. Allerdings transportierten Ölproduzenten trotz der Risiken weiter Öl durch die Straße von Hormus, was eine gewisse Erleichterung bedeute.

Am Anleihemarkt lassen die Zinserhöhungserwartungen die Zehnjahresrendite um 3 Basispunkte auf 4,79 Prozent steigen. Der Dollar folgt den Marktzinsen nach oben. Der Dollarindex gewinnt 0,2 Prozent. Der Goldpreis gibt derweil um 2,1 Prozent auf 4.357 Dollar je Feinunze nach. Steigende Zinsen mindern die Attraktivität des zinslos gehaltenen Edelmetalls.

Unter den Konjunkturdaten des Tages gingen die Bauausgaben im Juli etwas zurück, während Volkswirte eine Stagnation erwartet hatten. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg im August wider Erwarten geringfügig. Der ISM-Index - ebenfalls für das verarbeitende Gewerbe - sank im vergangenen Monat stärker als angenommen. Die Zahl der offenen Stellen erhöhte sich im Juli.

Unternehmensnachrichten sind rar. Erst nach Börsenschluss werden Dell und Palo Alto Networks Geschäftszahlen vorlegen.

Im besonders belasteten Technologiesektor verbilligen sich Advanced Micro Devices um 2,6 Prozent. Micron geben um 0,7 Prozent nach. Amazon (-2,1%) werden erneut belastet von der drohenden Klage der US-Wettbewerbsbehörde wegen des Vorwurfs der Irreführung von Werbekunden.

In der dritten Reihe machen Gopro einen Sprung von 44 Prozent nach oben, nachdem der angeschlagene Kamerahersteller den Zusammenschluss mit Starman Optical bekanntgegeben hat. Am Vortag waren die Titel schon um über 40 Prozent gestiegen in Reaktion auf die Nachricht, dass der Youtuber Mark Fischbach (Markiplier) einen Anteil von 8,5 Prozent an dem angeschlagenen Kamerahersteller erworben habe.

Sono Group verteuern sich um 50 Prozent. Das Unternehmen hat eine unverbindliche Absichtserklärung zur Fusion mit der Sport-Investmentgesellschaft Sports One abgegeben, um künftig Minderheitsanteile an Profisport-Franchises wie etwa NFL oder NBA zu erwerben.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.882,36  -0,6  -303,54    53.185,90 
S&P-500         7.642,97  -0,6   -43,17    7.686,14 
NASDAQ Comp      26.150,48  -0,8  -220,41    26.370,89 
NASDAQ 100       29.137,08  -1,1  -319,89    29.456,97 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,38 +0,03    4,38      4,35 
5 Jahre           4,54 +0,04    4,55      4,51 
10 Jahre          4,79 +0,03    4,80      4,75 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:55 
EUR/USD          1,1586  -0,3  -0,0030     1,1616   1,1617 
EUR/JPY          185,52  -0,0  -0,0500     185,57  185,5800 
EUR/CHF          0,941  +0,2   0,0022     0,9388   0,9389 
EUR/GBP          0,8566  -0,1  -0,0007     0,8573   0,8572 
USD/JPY          160,13  +0,3   0,4000     159,73  159,7200 
GBP/USD          1,3519  -0,2  -0,0028     1,3547   1,3551 
USD/CNY          6,7202  +0,0   0,0005     6,7197   6,7197 
USD/CNH          6,722  +0,1   0,0042     6,7178   6,7189 
AUS/USD          0,7154  -0,2  -0,0012     0,7166   0,7166 
Bitcoin/USD      77.519,51  -1,7 -1.345,39    78.864,90 78.570,66 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         89,57  +4,4    3,81      85,76 
Brent/ICE         92,86  +2,6    2,37      90,49 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.357,07  -2,1   -91,22    4.448,29 
Silber           64,98  -2,3   -1,54      66,52 
Platin         1.767,44  -1,3   -23,48    1.790,92 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/sha

(END) Dow Jones Newswires

September 01, 2026 12:28 ET (16:28 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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