DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
VOLKSWAGEN - Der Vorstand von Volkswagen hat das Ende der Produktion in den Werken Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm beschlossen. So soll die Produktion in Emden und Zwickau im Jahr 2031 enden, in Hannover 2032 und in Neckarsulm 2034. Das geht aus einem Papier für den Aufsichtsrat hervor, das der Wirtschaftswoche vorliegt. Das Dokument soll die Entscheidung der VW-Aufseher am Ende dieser Woche vorbereiten. Es legt schonungslos offen, in welch kritischem Zustand sich Volkswagen befindet. "Die bestehenden Geschäftsmodelle und Strukturen reichen nicht mehr aus", heißt es im Bericht, "um die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität des Volkswagen-Konzerns langfristig sicherzustellen." Es gehe auch darum, "das Rating der Volkswagen AG und damit verbundene Kapital- und Refinanzierungskosten zu stabilisieren". Deswegen will der Vorstand einen sehr weitgehenden Sanierungsplan als Ganzes durch den Aufsichtsrat bringen. In einer Unterlage für den Volkswagen-Aufsichtsrat heißt es zudem, dass die Produktionskapazität in Nordamerika ausgebaut werden soll. "Die Nordamerika-Produktionskapazität wird erweitert. Hierfür werden derzeit konkrete Szenarien für Audi mit Fokus auf SUVs durch Ausbau der Kapazitäten in bestehenden Werken, sowie einem zusätzlichen US-Werk evaluiert", zitiert die Wirtschaftswoche aus dem Dokument. (Wirtschaftswoche)
VW/BOSCH - Die Bestellung von Bosch-Managerin Erika Rasch zum Mitglied des VW-Vorstandes und zur Arbeitsdirektorin der Volkswagen AG rückt offenbar in greifbare Nähe. Dass sie komme, sei beschlossene Sache, sagte ein mit der Sache vertrauter Insider der Wirtschaftswoche. "Wir brauchen Frau Rasch besser heute als morgen", so der dringliche Wunsch. VW befindet sich in einem umfassenden Konzernumbau und baut zehntausende Stellen ab. Doch die wichtige Position des Personalvorstands wurde seit dem plötzlichen Abgang von Gunnar Kilian im Sommer 2025 nicht vergeben. Bei Bosch soll Rasch bereits freigestellt worden sein. Bosch wollte das nicht kommentieren. Volkswagen sagt, man kommentiere Personalspekulationen grundsätzlich nicht. Insider deuten an, dass Rasch womöglich schon sehr zeitnah bestellt werden könnte - möglicherweise schon am 4. September. Dann tagt der Aufsichtsrat von Volkswagen das nächste Mal. (Wirtschaftswoche)
TESLA - Tesla-Chef Elon Musk hat die Belegschaft des Elektroautoherstellers per Rundmail vor einer schweren Sicherheitslücke gewarnt und sie mit Hackerangriffen durch Künstliche Intelligenz in Verbindung gebracht. Das geht aus internen E-Mails hervor, die dem Handelsblatt vorliegen. Die Mail vom Sonntag ging an alle Beschäftigten, der Betreff lautete: "everything hackable will get hacked" - alles, was gehackt werden kann, wird gehackt. Inhaltlich stützte sich Musk auf einen Beitrag des Vercel-Chefs Guillermo Rauch auf der Plattform X. Der warnte vor einer am Freitag bekannt gewordenen Lücke in der Software Artifactory des Herstellers JFrog, die in vielen Konzernen als zentrales Lager für Software-Bausteine dient. (Handelsblatt)
ADLON - Das Luxushotel Adlon am Pariser Platz in Berlin kann vorerst nicht verkauft werden. Die notwendige Mehrheit für den Verkauf der Immobilie sei unter den Gesellschaftern nicht zustande gekommen, teilte die Immobiliengesellschaft Jagdfeld mit. Demnach stimmten zwar 86 Prozent der Gesellschafter des Adlon-Fonds für den Verkauf, sie halten aber nur 71,04 Prozent. Benötigt wurde eine Kapitalmehrheit von 75 Prozent. Das Luxushotel ist Teil eines Fonds, dem Fundus-Fonds 31, der von Jagdfeld gemanagt wird. Gegen den Verkauf hatten sich vorab vor allem größere Gesellschafter ausgesprochen. (FAZ)
AXEL SPRINGER - Der Axel-Springer-Konzern baut weiter um. Anders gesagt: Er baut weiter ab. Ende vergangener Woche habe man der Redaktion der Welt mitgeteilt, dass 50 Stellen gestrichen werden sollen, heißt es aus Redaktionskreisen. Intern war anschließend von einem "Schreck" die Rede. Springer bestätigt auf SZ-Anfrage einen "Personalabbau, der alle Bereiche von der Redaktion über die Grafik bis zu den Geschäftsbereichen betrifft". Man wolle "Doppelstrukturen oder Dreifachstrukturen nach und nach reduzieren und anpassen". Springer sei mit dem Betriebsrat im Gespräch, um "einvernehmliche und attraktive Lösungen" für die Betroffenen zu finden. Insgesamt sollen Stellen im "mittleren zweistelligen" Bereich wegfallen. Vom Personalabbau sind also auch Business Insider und Politico betroffen. Am stärksten dürfte es aber erneut die Welt treffen. (Süddeutsche)
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September 02, 2026 00:23 ET (04:23 GMT)
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