DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
TAGESTHEMA
Die USA und der Iran haben sich am Dienstag gegenseitig angegriffen. US-Präsident Donald Trump erklärte, die US-Angriffe seien als Vergeltung für den Versuch des Iran erfolgt, die Straße von Hormus am Wochenende zu verminen und amerikanische Soldaten im Nahen Osten anzugreifen. Der Iran reagierte mit dem Abfeuern von Raketen und Drohnen über den Persischen Golf. Jordanien, das auf Stützpunkten im gesamten Land US-Soldaten beherbergt, meldete nach Angaben seiner Streitkräfte das Abfangen von 13 ballistischen Raketen, die in seinen Luftraum eingedrungen waren. Auch Kuwait und Bahrain meldeten feindlichen Beschuss.
TAGESTHEMA
Dell Technologies hat ihre Umsatzprognose für das Geschäftsjahr um 25 Milliarden US-Dollar angehoben. Die Nachfrage nach den Servern des Unternehmens trieb den Umsatz im zweiten Quartal auf Rekordhoch. Das Technologieunternehmen erwartet für das laufende Geschäftsjahr nun einen Umsatz von 192 Milliarden Dollar erwarte. Zuvor lag der Mittelpunkt (der Zielspanne) bei 167 Milliarden Dollar plus oder minus 2 Milliarden Dollar. Die neue Prognose liegt über den Analystenerwartungen von 174,05 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn belief sich im am 31. Juli beendeten Quartal auf 4,13 Milliarden Dollar oder 6,34 Dollar je Aktie verglichen mit 1,16 Milliarden Dollar oder 1,70 Dollar je Aktie ein Jahr zuvor. Auf bereinigter Basis lag der Gewinn bei 7,04 Dollar je Aktie. Analysten hatten 4,91 Dollar je Aktie erwartet. Der Umsatz stieg um 58 Prozent auf 46,97 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 44,89 Milliarden Dollar.
AUSBLICK UNTERNEHMEN +
22:05 US/Hewlett Packard Enterprise Co, Ergebnis 3Q
22:15 US/Broadcom Inc, Ergebnis 3Q
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht August
Beschäftigung privater Sektor
PROGNOSE: +47.000 Stellen
zuvor: +44.000 Stellen
16:00 Auftragseingang Industrie Juli
PROGNOSE: +0,7% gg Vm
zuvor: -0,3% gg Vm
16:30 US/Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen Energy Information
Administration (EIA) Vorwoche
20:00 US/Fed, Beige Book
- CA
15:45 Bank of Canada (BoC), Ergebnisse des geldpolitischen Rats
PROGNOSE: 2,25%
zuvor: 2,25%
ÜBERSICHT INDIZES
Index zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 7.636,25 -0,1 E-Mini-Future Nasdaq-100 29.065,50 -0,2 S&P/ASX 200 (Sydney) 8.977,10 -1,0 Topix-500 (Tokio) 4.089,07 -2,2 Kospi (Seoul) 6.582,35 -3,7 Shanghai-Composite 3.946,90 -0,8 Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.176,23 -0,6
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Mit zum Teil heftigen Abschlägen präsentieren sich die Leitbörsen im späten Geschäft. Hintergrund sind die wegen einer erneuten Eskalation im Iran-Krieg über Nacht deutlich gestiegenen Ölpreise. Die höheren Ölpreise treiben indes die globalen Anleiherenditen nach oben und schüren erneut die Befürchtung von Leitzinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation. Höhere Marktzinsen belasten die Aktienmärkte - vor allem die technologielastigen in Japan und Südkorea. Auch Rekordumsätze und eine angehobene Jahresprognose von Dell in den USA heben die Stimmung im Technologiesektor kaum. In Japan werden die Verluste von Halbleiterwerten angeführt. In Südkorea verliert der Kospi in ähnlicher Größenordnung. Die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix geben jeweils über 3 Prozent ab. In Chna fallen die Verluste moderater. In Australien ist das BIP stärker als erwartet gestiegen. Der australische S&P/ASX-200 fällt - die Rentenrenditen setzten ihre Aufschläge fort, 10-jährige Papiere klettern auf den höchsten Stand seit 2011.
WALL STREET
Index Stand %-Veränderung
Dow-Jones 52.766,88 -0,8
S&P-500 7.631,47 -0,7
Nasdaq Composite 26.099,77 -1,0
Umsatzdaten
Wochentag Wochentag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,17 Mrd 1,72 Mrd
Gewinner 834 966
Verlierer 1.931 1.781
Unverändert 74 89
Leichter - Die kräftig gestiegenen Marktzinsen lastete auf den Aktienmärkten und dort besonders auf den als zinsempfindlich geltenden Technologiewerten. Ursächlich für den Anstieg der Anleiherenditen war die wachsende Überzeugung am Markt, dass die US-Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung noch in diesem Monat die Zinsen erhöhen wird. Genährt wurde diese Erwartung von der als "falkenhaft" interpretierten Rede des US-Notenbankchefs Kevin Warsh am Freitag auf dem Notenbankertreffen in Jackson Hole. Daneben befeuert der deutliche Anstieg der Ölpreise Inflationsängste. Die Konjunkturdaten des Tages enthielten Licht und Schatten, setzten aber keine Akzente am Markt. Im besonders belasteten Technologiesektor verbilligten sich Advanced Micro Devices um 2,4Prozent. Micron gaben um 2,6Prozent nach. Amazon (-1,9) wurden erneut belastet von der drohenden Klage der US-Wettbewerbsbehörde wegen des Vorwurfs der Irreführung von Werbekunden. In der dritten Reihe machten Gopro einen Sprung von 40Prozent nach oben, nachdem der angeschlagene Kamerahersteller den Zusammenschluss mit Starman Optical bekanntgegeben hatte. Sono Group verteuerten sich um 77Prozent. Das Unternehmen hat eine unverbindliche Absichtserklärung zur Fusion mit der Sport-Investmentgesellschaft Sports One abgegeben, um künftig Minderheitsanteile an Profisport-Franchises wie etwa NFL oder NBA zu erwerben.
US-ANLEIHEN
Treasuries Rendite +/- 2 Jahre 4,39 +0,04 10 Jahre 4,80 +0,04 30 Jahre 5,27 +0,02
Die Erwartung einer Zinserhöhung auf der Fed-Sitzung im laufenden Monat trieb die Anleiherenditen weiter nach oben. Die Zehnjahresrendite erhöhte sich um 4Basispunkte auf 4,80 Prozent.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 09:19 % YTD EUR/USD 1,1580 -0,1 1,1592 1,1601 -1,4 EUR/JPY 185,12 -0,3 185,67 185,56 +0,6 EUR/GBP 0,8574 -0,0 0,8577 0,8567 -1,6 USD/JPY 159,82 -0,2 160,17 159,94 +2,0 USD/KRW 1.367,54 -0,4 1.373,07 1.373,18 -5,1 USD/CNY 6,7214 +0,0 6,7202 6,7208 -3,9 USD/CNH 6,7224 0,0 6,7221 6,7216 -3,6 USD/HKD 7,8409 0,0 7,8409 7,8392 +0,8 AUD/USD 0,7142 -0,0 0,7144 0,7162 +7,0 NZD/USD 0,5841 -0,9 0,5891 0,5909 +1,5 BTC/USD 77.699,77 +0,4 77.428,75 78.731,93 -11,4
Der Dollar folgte den Marktzinsen nach oben - für den Dollarindex ging es um 0,2 Prozent aufwärts. Der Euro ermäßigte sich um 0,2 Prozent auf 1,1594 Dollar.
Der Yen steigt am Morgen. Der Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, hat erklärt, die Zentralbank werde weitere Zinserhöhungen prüfen. Zuvor hatte US-Finanzminister Scott Bessent Ueda getroffen und zu "entschlossenen" geldpolitischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Yen-Schwäche aufgerufen.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.320,07 -0,2 -8,53 4.328,60 Silber 63,95 -0,5 -0,30 64,25 Platin 1.739,68 -0,0 -0,49 1.740,17 (Angaben ohne Gewähr)
Die höheren Marktzinsen belasteten den Goldpreis, der um 2,7 Prozent auf 4.329 Dollar je Feinunze sank. Höhere Zinsen mindern die Attraktivität des zinslos gehaltenen Edelmetalls.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 90,74 +0,6 0,52 90,22 Brent/ICE 95,39 +0,8 0,74 94,65
Die andauernden wechselseitigen Angriffe von USA und Iran trieben den Ölpreis weiter nach oben. Das Barrel Brentöl verteuerte sich um 4,6 Prozent auf 94,65 Dollar.
MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR
GELDPOLITIK JAPAN
Japans Finanzpolitiker haben versprochen, den Yen-Kurs genau im Auge zu behalten, und erklärten, dass die Stabilität des Devisenmarktes sowohl für die Inflation des Landes als auch für die Weltwirtschaft von entscheidender Bedeutung sei. Eine koordinierte Devisenmarktintervention "trägt dazu bei, die Stabilität der globalen Märkte und Volkswirtschaften zu unterstützen", sagte Finanzministerin Satsuki Katayama bei einer Pressekonferenz im Anschluss an den Gipfel der G20-Finanzminister. Katayama erklärte, sie habe auf dem Treffen die Maßnahmen der japanischen Regierung auf dem Devisenmarkt erläutert - die sie in Abstimmung mit den USA durchgeführt habe - und keiner der globalen Finanzchefs habe sein Missfallen geäußert. In einem Gespräch mit Ueda am Rande des G20-Treffens drückte US-Finanzminister Bessent seine Unterstützung für Japans entschlossene Schritte gegen die Unterbewertung des Yen aus.
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