Die Aktienmärkte starten auch am zweiten Tag des schwierigen Septembers schwach. In Asien setzt sich der Abverkauf fort. Brent nähert sich wieder der Marke um 100 $ (aktuell 97 $). Das drückt weiter auf die Bond-Märkte und auf Gold mit glatter 50 % Korrektur auf die jüngste Rally. Wir setzen weiter auf erhöhte Cash-Quoten.
Auch Europas Staatsfinanzen rücken wieder in den Blick. Französische Zehnjahresrenditen liegen inzwischen über den italienischen. Frankreich weist ein Defizit von mehr als 5 % des BIP aus, während Italien einen Primärüberschuss erzielt. Der Anleihemarkt erklärt Paris damit zum neuen europäischen Sorgenkind.
Passend zum Infrastrukturboom erwartet PwC bis 2050 weltweite Rechenzentrumsinvestitionen von 31,6 Bio. Dollar. Der größte Teil dürfte in Server, Chips und Netzwerktechnik fließen. In Europa kehrt Nokia am 21. September in den Euro Stoxx 50 zurück, Volkswagen scheidet aus (was für ein Debakel). GoPro wird unterdessen für 285 Mio. Dollar von Starman Optical übernommen. Des Weiteren:
Dell steigerte den Umsatz um 58 % auf 47 Mrd. Dollar und übertraf den Konsens um 2,5 Mrd. Dollar. Das bereinigte EPS von 7,04 Dollar lag sogar 2,12 Dollar über der Erwartung. Der Auftragsbestand bei KI-Servern erreichte 95 Mrd. Dollar, die Jahresprognose wurde um 25 Mrd. auf 192 Mrd. Dollar angehoben. Die Aktie steigt nachbörslich um rund 8 %.
Bei Credo reicht selbst ein Umsatzwachstum von 115 % nicht aus. Die Erlöse von 479 Mio. Dollar und das bereinigte EPS von 1,20 Dollar lagen zwar über dem Konsens, der Vorsprung fiel aber kleiner aus als in den vorherigen Quartalen. Der Q2-Ausblick von 525 bis 535 Mio. Dollar liegt ebenfalls über den Erwartungen. Dennoch verliert die Aktie nachbörslich gut 10 %.
MongoDB übertraf die Erwartungen ebenfalls deutlich. Der Umsatz stieg um 30 % auf 771,8 Mio. Dollar, das bereinigte EPS erreichte 1,90 Dollar und die Jahresprognose wurde erneut angehoben. Der freie Cashflow verdoppelte sich nahezu auf 137,6 Mio. Dollar. Trotzdem bricht die Aktie nachbörslich um rund 14 % ein. Atlas wuchs mit 29 %, beschleunigte sich damit aber nicht so stark wie von besonders optimistischen Anlegern erhofft.
Palo Alto Networks meldete einen Umsatzanstieg von 34 % auf 3,41 Mrd. Dollar und einen Rekordauftragsbestand von 21,2 Mrd. Dollar. Das wiederkehrende Geschäft mit Sicherheitslösungen der nächsten Generation wuchs um 63 % auf 9,1 Mrd. Dollar. Für 2027 stellt Palo Alto 14,1 bis 14,2 Mrd. Dollar Umsatz sowie eine bereinigte Cashflow-Marge von 38 % in Aussicht. Die Aktie verliert nachbörslich dennoch knapp 2 %. Der Markt hatte bei der Cashflow-Marge etwas mehr erwartet.
GitLab liefert die stärkste Kursreaktion. Der Umsatz stieg um 21 % auf 286,3 Mio. Dollar, das bereinigte EPS von 0,24 Dollar lag 0,06 Dollar über dem Konsens. Rekordbuchungen und ein Anstieg des Netto-ARR um mehr als 40 % lassen die Aktie nachbörslich um gut 17 % springen.
Der Zahlenkalender bleibt auch heute gut gefüllt. Im Mittelpunkt steht nach US-Börsenschluss Broadcom. Erwartet werden rund 29,4 Mrd. Dollar Umsatz und ein bereinigtes EPS von etwa 3,16 Dollar. Ebenfalls nachbörslich berichten Snowflake, Hewlett Packard Enterprise, NetApp, Five Below, C3.ai und ChargePoint. Bereits vor dem US-Handelsstart legen unter anderem Brown-Forman und Ollie's Bargain Outlet ihre Zahlen vor.
Volker Schulz
PS: Wer Lust und Zeit hat besucht uns am 12. September auf dem Düsseldorfer Anlegertag mit vielen spannenden Vorträgen: https://www.anlegertag.de/
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Auch Europas Staatsfinanzen rücken wieder in den Blick. Französische Zehnjahresrenditen liegen inzwischen über den italienischen. Frankreich weist ein Defizit von mehr als 5 % des BIP aus, während Italien einen Primärüberschuss erzielt. Der Anleihemarkt erklärt Paris damit zum neuen europäischen Sorgenkind.
Passend zum Infrastrukturboom erwartet PwC bis 2050 weltweite Rechenzentrumsinvestitionen von 31,6 Bio. Dollar. Der größte Teil dürfte in Server, Chips und Netzwerktechnik fließen. In Europa kehrt Nokia am 21. September in den Euro Stoxx 50 zurück, Volkswagen scheidet aus (was für ein Debakel). GoPro wird unterdessen für 285 Mio. Dollar von Starman Optical übernommen. Des Weiteren:
Dell steigerte den Umsatz um 58 % auf 47 Mrd. Dollar und übertraf den Konsens um 2,5 Mrd. Dollar. Das bereinigte EPS von 7,04 Dollar lag sogar 2,12 Dollar über der Erwartung. Der Auftragsbestand bei KI-Servern erreichte 95 Mrd. Dollar, die Jahresprognose wurde um 25 Mrd. auf 192 Mrd. Dollar angehoben. Die Aktie steigt nachbörslich um rund 8 %.
Bei Credo reicht selbst ein Umsatzwachstum von 115 % nicht aus. Die Erlöse von 479 Mio. Dollar und das bereinigte EPS von 1,20 Dollar lagen zwar über dem Konsens, der Vorsprung fiel aber kleiner aus als in den vorherigen Quartalen. Der Q2-Ausblick von 525 bis 535 Mio. Dollar liegt ebenfalls über den Erwartungen. Dennoch verliert die Aktie nachbörslich gut 10 %.
MongoDB übertraf die Erwartungen ebenfalls deutlich. Der Umsatz stieg um 30 % auf 771,8 Mio. Dollar, das bereinigte EPS erreichte 1,90 Dollar und die Jahresprognose wurde erneut angehoben. Der freie Cashflow verdoppelte sich nahezu auf 137,6 Mio. Dollar. Trotzdem bricht die Aktie nachbörslich um rund 14 % ein. Atlas wuchs mit 29 %, beschleunigte sich damit aber nicht so stark wie von besonders optimistischen Anlegern erhofft.
Palo Alto Networks meldete einen Umsatzanstieg von 34 % auf 3,41 Mrd. Dollar und einen Rekordauftragsbestand von 21,2 Mrd. Dollar. Das wiederkehrende Geschäft mit Sicherheitslösungen der nächsten Generation wuchs um 63 % auf 9,1 Mrd. Dollar. Für 2027 stellt Palo Alto 14,1 bis 14,2 Mrd. Dollar Umsatz sowie eine bereinigte Cashflow-Marge von 38 % in Aussicht. Die Aktie verliert nachbörslich dennoch knapp 2 %. Der Markt hatte bei der Cashflow-Marge etwas mehr erwartet.
GitLab liefert die stärkste Kursreaktion. Der Umsatz stieg um 21 % auf 286,3 Mio. Dollar, das bereinigte EPS von 0,24 Dollar lag 0,06 Dollar über dem Konsens. Rekordbuchungen und ein Anstieg des Netto-ARR um mehr als 40 % lassen die Aktie nachbörslich um gut 17 % springen.
Der Zahlenkalender bleibt auch heute gut gefüllt. Im Mittelpunkt steht nach US-Börsenschluss Broadcom. Erwartet werden rund 29,4 Mrd. Dollar Umsatz und ein bereinigtes EPS von etwa 3,16 Dollar. Ebenfalls nachbörslich berichten Snowflake, Hewlett Packard Enterprise, NetApp, Five Below, C3.ai und ChargePoint. Bereits vor dem US-Handelsstart legen unter anderem Brown-Forman und Ollie's Bargain Outlet ihre Zahlen vor.
Volker Schulz
PS: Wer Lust und Zeit hat besucht uns am 12. September auf dem Düsseldorfer Anlegertag mit vielen spannenden Vorträgen: https://www.anlegertag.de/
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