SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die Börsen in Fernost sind am Mittwoch unter Druck gekommen. Auffallend stark ging es dabei an den technologielastigen Märkten nach unten.
Hier belasteten die schwachen Vorgaben der US-Technologiewerte, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank anmerkten. Auch sonst waren die Bedingungen für Aktien ungünstig. "Die Kombination aus steigenden Ölpreisen, Inflationsangst und der Angst vor Zinserhöhungen durch die Notenbanken wirkt direkt und indirekt auf die Aktienkurse", betonte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Die USA und der Iran hatten sich im Kampf um die Kontrolle über die Straße von Hormus erneut gegenseitig angegriffen und damit die Ölpreise weiter nach oben getrieben.
Der technologielastigere japanische Nikkei 225 knickte angesichts dieser Rahmenbedingungen um 2,85 Prozent auf 64.325,64 Punkte ein. Der von Halbleiterwerten dominierte südkoreanische Kospi büßte sogar knapp vier Prozent ein.
Nicht ganz so stark waren die Abgaben an den übrigen Börsen. Der chinesische CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen sank zuletzt um 1,2 Prozent. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong verlor 0,3 Prozent.
Der australische S&P ASX 200 gab unterdessen 0,97 Prozent auf 8.978,40 Punkte nach. Die Marktstrategen der Deutschen Bank begründeten dies mit dem stärker als erwarteten Bruttoinlandsprodukt (BIP). Das habe die Zinssorgen verstärkt./mf/stk
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