ROUND ROCK (dpa-AFX) - Der US-Computerkonzern Dell < US24703L2025> profitiert weiter kräftig vom Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI). Nach einem starken zweiten Quartal rechnet der Konzern nun mit einem noch besseren Geschäftsjahr 2026/27 (per Ende Januar) als Branchenexperten erwartet haben. Die Aktie legte vorbörslich zweistellig zu.
Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz jetzt bei rund 192 Milliarden US-Dollar (165 Mrd Euro) liegen und damit 25 Milliarden Dollar mehr als noch im Mai veranschlagt, teilte der Konzern am Dienstag nach Börsenschluss in den USA mit. Branchenexperten hatten hier im Durchschnitt nur rund 174 Milliarden Dollar erwartet. Allein aus dem Verkauf von KI-Servern erwartet Dell Erlöse von 74 Milliarden Dollar, eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie zeigt sich das Management noch optimistischer. Hier rechnet der Konzern nun mit 25,50 Dollar nach zuvor 17,90 Dollar. Dies liegt ebenfalls deutlich über den Markterwartungen.
Im zweiten Geschäftsquartal verdoppelte sich der Umsatz mit KI-Servern auf 16,4 Milliarden US-Dollar. Insgesamt kletterte der Umsatz um fast 60 Prozent auf 47 Milliarden Dollar. Analysten hatten auch hier mit weniger gerechnet. Der operative Gewinn verdreifachte sich auf 5,4 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente Dell mit 4,1 Milliarden Dollar rund dreieinhalbmal so viel wie im Vorjahreszeitraum.
Bei den Anlegern kamen die Zahlen und der angehobene Ausblick an. Die Aktie von Dell stieg im vorbörslichen US-Handel um rund 10 Prozent auf fast 470 Dollar, nachdem sie am Dienstag noch knapp sieben Prozent gefallen war. Sollte das Dell-Papier im regulären Handel so deutlich zulegen, würde es sich wieder dem im August erreichten Rekordhoch von 514 Dollar annähern.
Der Börsenwert des Computerherstellers ist in den vergangenen zwölf Monaten um rund 250 Prozent auf 275 Milliarden Dollar gestiegen, unter anderem weil US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Monaten immer wieder Dell-Produkte zum Kauf empfahl. Zudem bekam der Computerbauer auch einen Milliardenauftrag des US-Verteidigungsministeriums./err/zb/stk




