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MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Banken vorne mit hohen Renditen

DJ MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Banken vorne mit hohen Renditen

DOW JONES--Europas Börsen sind mit kleinen Abgaben in den Handel am Mittwoch gestartet. Die Ölpreise ziehen weiter an, wenngleich nicht mehr so stark wie am Vortag. Die militärischen Schlagabtausche zwischen dem Iran und den USA setzen sich unvermindert fort. Brent geht in der Zwischenzeit bei knapp 95 Dollar das Fass um; damit rückt die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar wieder in Sichtweite. Die Rendite 10-jähriger Treasurys liegt in der Zwischenzeit bei 4,80 Prozent. Einige Strategen glauben, dass ein Niveau von 5 Prozent zu einem ernsten Problem für die Aktienmärkte werden könnte.

Der DAX verliert 0,4 Prozent auf 25.878 Punkte, der Euro-Stoxx-50 sinkt um 0,1 Prozent auf 6.363 Stellen. Am Devisenmarkt tut sich wenig; der Euro geht bei 1,1577 Dollar um.

Die steigende Inflation setzt die Zentralbanken zunehmend unter Handlungsdruck. Am Morgen hat die neuseeländische Notenbank die Zinsen um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent erhöht. Eine Zinsanhebung durch die EZB in der kommenden Woche gilt als ausgemacht, eine Anhebung durch die US-Notenbank auf ihrer September-Sitzung wird von den Märkten nach der falkenhaften Rede von Fed-Chairman Kevin Warsh mit knapp 60 Prozent eingepreist. Am Nachmittag trifft die kanadische Zentralbank ihre geldpolitische Entscheidung.

"Die Stimmung unter den Investoren ist nicht grundsätzlich schlecht, sie werden nur vorsichtiger und schaffen Liquidität", heißt es bei CMC. An Wirtschaftsdaten steht am Nachmittag die Veröffentlichung der ADP-Arbeitsmarktdaten an. Erwartet wird für August ein Stellenaufbau von 47.000. Daneben veranstaltet Bayer einen Kapitalmarkttag zu Crop Science.

Mit Aufschlägen von 0,4 Prozent führen Banken die Gewinnerliste in Europa an. Die Branche ist ein Profiteur des hohen Renditeniveaus an den Anleihemärkten. Dieses treibt das Fixed Income Geschäft. Deutsche Bank gewinnen - auch gestützt durch eine Kaufempfehlung von Goldman Sachs - 1,6 Prozent, Commerzbank 1 Prozent, ING 1,5 Prozent oder BBVA 0,8 Prozent. Tagesgewinner im DAX sind Adidas mit plus 2 Prozent nach einer Hochstufung durch Barclays.

Als grundsätzlich positiv wird im Handel der Verkauf des Geschäfts mit Vitaminen, Nahrungsergänzungsmitteln und Mineralstoffen durch Nestle eingestuft. Die Sparte geht für 1 Milliarde Dollar an die Private-Equity-Gesellschaft Yellow Wood Partners. Nestle konzentriere sich damit verstärkt auf das Kerngeschäft, heißt es. Ganz überraschend komme die Ankündigung allerdings nicht. Das Nestle-Papier gibt 0,9 Prozent nach.

Für Gea geht es um 2,3 Prozent auf 65,30 Euro nach unten. Belastend wirkt nach Angaben aus dem Handel eine Platzierung von 5 Millionen Gea-Stücken. Diese sollen aus dem Besitz der Kuwait Investment Authority stammen. Die Titel sollen in einer Spanne zwischen je 64,85 Euro und 65,50 Euro angeboten worden sein.

Erwartungsgemäß reagiert die Hugo-Boss-Aktie nicht auf das überraschende Ende des Aktienrückkaufprogramms des Modekonzerns. Das erst am 8. September gestartete Programm wird bis auf Weiteres eingestellt. Die Entscheidung folgt auf die Mitteilung des größten Aktionärs Frasers Group, die Mehrheit an dem Modekonzern übernehmen und die Unterstützung für Aufsichtsratschef Stephan Sturm überprüfen zu wollen. Im Handel sieht man den Gebotspreis von Frasers von 38 Euro je Aktie als Boden für das Papier. Hugo Boss gewinnen 0,3 Prozent auf 39,13 Euro.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.362,50  -0,1   -6,48    6.368,98      9,9 
Stoxx-50        5.399,86  -0,2   -9,90    5.409,76      9,8 
DAX          25.878,09  -0,4   -92,02    25.970,11      5,7 
MDAX          31.900,03  -0,9  -273,23    27.039,42      4,2 
TecDAX         4.006,94  -0,4   -17,91    3.091,28      10,6 
SDAX          18.573,39  -0,8  -157,05    13.062,07      8,1 
FTSE          10.759,85  -0,3   -29,43    10.789,28      8,3 
CAC           8.280,67  -0,3   -21,18    8.301,85      1,6 
SMI          14.299,89  -0,2   -34,90    14.334,79      7,8 
ATX           6.769,87  +0,2   11,68    6.758,19      27,1 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:15 Uhr 
EUR/USD          1,1577  -0,1  -0,0015     1,1592     1,1595 
EUR/JPY          184,8  -0,5  -0,8700     185,67    185,5900 
EUR/CHF          0,9411  +0,1   0,0005     0,9406     0,9408 
EUR/GBP          0,8569  -0,1  -0,0008     0,8577     0,8566 
USD/JPY          159,61  -0,4  -0,5600     160,17    160,0400 
GBP/USD          1,3508  -0,1  -0,0007     1,3515     1,3529 
USD/CNY          6,7219  +0,0   0,0017     6,7202     6,7202 
USD/CNH          6,7237  +0,0   0,0016     6,7221     6,7213 
AUS/USD          0,7144  0,0   0,0000     0,7144     0,7154 
Bitcoin/USD      77.548,01  +0,2   119,26    77.428,75   77.804,24 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         89,95  -0,3   -0,27      90,22 
Brent/ICE         94,91  +0,3    0,26      94,65 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.324,04  -0,1   -4,56    4.328,60 
Silber           63,98  -0,4   -0,27      64,25 
Platin         1.733,33  -0,4   -6,84    1.740,17 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

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September 02, 2026 03:49 ET (07:49 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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