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MÄRKTE ASIEN/Börsen unter Abgabedruck - Eskalation in Nahost

DJ MÄRKTE ASIEN/Börsen unter Abgabedruck - Eskalation in Nahost

DOW JONES--Mit zum Teil heftigen Abschlägen haben sich die Leitbörsen in Südostasien am Mittwoch gezeigt. Hintergrund waren die wegen einer erneuten Eskalation im Iran-Krieg über Nacht deutlich gestiegenen Ölpreise. US-Präsident Donald Trump erklärte, die US-Angriffe seien als Vergeltung für den Versuch des Iran erfolgt, die Straße von Hormus am Wochenende zu verminen und US-Soldaten im Nahen Osten anzugreifen. Der Iran reagierte mit dem Abfeuern von Raketen und Drohnen. Jordanien, Kuwait und Bahrain meldeten feindlichen Beschuss. Die höheren Ölpreise trieben indes die globalen Anleiherenditen nach oben und schürten erneut die Befürchtung von Leitzinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation. Höhere Marktzinsen belasteten die Aktienmärkte - vor allem die technologielastigen in Japan und Südkorea. Auch Rekordumsätze und eine angehobene Jahresprognose von Dell Technologies in den USA hoben die Stimmung im Technologiesektor kaum.

"Steigende Ölpreise verschlechtern die Handelsbedingungen für Netto-Energieimporteure wie Thailand, die Philippinen, Indien und Südkorea, während sie gleichzeitig die Inflationserwartungen anheizen", erläuterte der leitende Währungsanalyst Lloyd Chan von der MUFG Bank.

Der japanische Nikkei-225 sank um 2,9 Prozent auf 64.326 Punkte - angeführt von Verlusten unter Halbleiterwerten. Softbank Group gaben um 6,4 Prozent nach, Advantest verloren 2,5 Prozent, und Tokyo Electron fielen um 3,4 Prozent. Anleger richteten ihre Aufmerksamkeit weiterhin auf die Zinsentscheidung der Bank of Japan im Verlauf des Monats. Der Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, hatte erklärt, die Zentralbank werde weitere Zinserhöhungen prüfen. Zuvor hatte US-Finanzminister Scott Bessent Ueda getroffen und zu "entschlossenen" geldpolitischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Yen-Schwäche aufgerufen. Der Yen legte in der Folge zu.

In Südkorea verlor der Kospi nach einer zweitägigen Aufwärtsphase mit 4 Prozent noch deutlicher. Die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix gaben 4 bzw 4,7 Prozent ab. Die Gesamtinflation war im August wieder über 3 Prozent gestiegen, nachdem sie im Vormonat nachgelassen hatte. Dies stützte die jüngsten Zinserhöhungen der Zentralbank zur Eindämmung des Preisdrucks. Seit März liegt die Inflation über dem Jahresziel der Notenbank von 2,0 Prozent. Der chinesische Shanghai-Composite büßte 1,0 Prozent ein, der HSI in Hongkong im späten Handel 0,3 Prozent.

In Australien ist das BIP im zweiten Quartal stärker als erwartet gestiegen, in Neuseeland wurden die Leitzinsen wie prognostiziert erhöht. Der australische S&P/ASX-200 fiel um 1,0 Prozent. Australische Rentenrenditen setzten ihre Aufschläge fort - 10-jährige Papiere klettern auf den höchsten Stand seit 2011. Das australische BIP habe eine überraschende Wendung enthalten, die die Reserve Bank of Australia einer erneuten Zinserhöhung näher bringen werde, urteilte Paul Bloxham, HSBC-Chefvolkswirt für Australien.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.978,40  -1,0    +3,0      08:00 
Nikkei-225        64.325,64  -2,9    -       08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.188,87  -2,4   +19,9      08:00 
Kospi (Seoul)       6.562,72  -4,0   +55,7      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.256,84  -0,3    -1,5      10:00 
Shanghai-Composite     3.941,39  -1,0    -0,7      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.733,04  +0,4   +23,4      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.577,96  -0,3   -23,9      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.707,66  +0,4    +1,6      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Di, 09:19 % YTD 
EUR/USD           1,1578  -0,1   1,1592     1,1601  -1,4 
EUR/JPY           184,73  -0,5   185,67     185,56  +0,4 
EUR/GBP           0,8568  -0,1   0,8577     0,8567  -1,7 
USD/JPY           159,55  -0,4   160,17     159,94  +1,9 
USD/KRW          1.367,73  -0,4  1.373,07    1.373,18  -5,1 
USD/CNY           6,7224  +0,0   6,7202     6,7208  -3,9 
USD/CNH           6,7240  +0,0   6,7221     6,7216  -3,6 
USD/HKD           7,8413  +0,0   7,8409     7,8392  +0,8 
AUD/USD           0,7147  +0,0   0,7144     0,7162  +7,1 
NZD/USD           0,5839  -0,9   0,5891     0,5909  +1,4 
BTC/USD          77.562,32  +0,2 77.428,75    78.731,93 -11,6 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           90,17  -0,1   -0,05      90,22 
Brent/ICE           94,88  +0,2    0,23      94,65 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.327,74  -0,0   -0,86    4.328,60 
Silber            64,04  -0,3   -0,21      64,25 
Platin           1.733,97  -0,4   -6,20    1.740,17 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 02, 2026 03:54 ET (07:54 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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