DJ MAKRO TALK/Nordea: Dänemarks Nationalbank toleriert schwächere Krone
Nordea-Analyst Jan Storup Nielsen weist darauf hin, dass die dänische Nationalbank in letzter Zeit eine leichte Abschwächung der Krone gegenüber dem Euro zulässt. Wie er in einer Analyse erläutert, erlaubt der Wechselkursmechanismus 2 eine Schwankung um die zentrale Parität von 7,46038 Kronen von 2,25 Prozent in beide Richtungen. Tatsächlich aber habe die Nationalbank den Wechselkurs seit 2000 etwas asymmetrisch gesteuert, nämlich in Richtung einer Stärke gegenüber dem Euro. Die Logik dahinter sei, dass im Ernstfall eine Schwächung der Krone für die Zentralbank leichter zu bewirken sei als eine Stärkung, da die Devisenreserven endlich seien. Woher nun die größere Toleranz gegenüber einer "schwachen" Krone?
"Gemessen an fundamentalen Faktoren wie dem Leistungsbilanzüberschuss und den öffentlichen Finanzen steht Dänemark gegenwärtig viel besser da als der Euroraum", schreibt der Analyst. Zugleich seien die Devisenreserven stetig gewachsen und hätten ein Volumen von 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreicht. Das Risiko von Spekulationen zur Schwächung der dänischen Krone sei daher geringer und ein symmetrischeres Wechselkursband eine natürliche Konsequenz. "Das wird dabei helfen, die Zinsdifferenz gegenüber dem Euroraum in den nächsten Jahren konstant zu halten."
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September 02, 2026 04:52 ET (08:52 GMT)
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