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MÄRKTE USA/Aktien behauptet erwartet - Ölpreis und Renditen geben Richtung vor

DJ MÄRKTE USA/Aktien behauptet erwartet - Ölpreis und Renditen geben Richtung vor

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Mit dem Näherrücken des Starts am Mittwoch an der Wall Street hellt sich die Stimmung auf: Die Futures auf die US-Aktienindizes signalisieren inzwischen einen behaupteten Start, nachdem es zuvor noch nach Verlusten ausgesehen hatte. Dazu trägt bei, dass sich der Ölpreis wieder beruhigt. Er war am Morgan auf über 97 Dollar gestiegen, kostet aktuell aber 0,6 Prozent weniger als am Vortag, gut 94 Dollar. Damit ebben Inflationssorgen wieder etwas ab. "Öl steht im Zentrum von allem", kommentiert Goldman Sachs.

Günstig im Hinblick auf die Spekulation über steigende US-Zinsen ist derweil der ADP-Arbeitsmarktbericht ausgefallen. In der US-Privatwirtschaft wurden im August zwar mehr Stellen geschaffen, mit 38.000 waren es aber weniger als Ökonomen mit 48.000 getippt hatten. Das kann als Zeichen eines robusten aber nicht überhitzenden Arbeitsmarkt verstanden werden.

Am Zinsterminmarkt sinkt in Reaktion auf Ölpreisentwicklung und den ADP-Bericht die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf 64 von 70 Prozent. Das schlägt sich auch am Anleihemarkt nieder. Die US-Zehnjahresrendite sinkt um 2 Basispunkte auf 4,78 Prozent. Sie hatte schon bei 4,82 Prozent gelegen und damit - abgesehen von einer kurzen Spitze im Oktober 2023 - auf dem höchsten Niveau seit 2007. An den Finanzmärkten wird die Marke von 5 Prozent oft als psychologisch wichtig beurteilt und als Grenze, ab der eine nachhaltige Staatsfinanzierung problematisch wird. Die 30-Jahres-Rendite liegt mittlerweile bei 5,25 Prozent, obwohl US-Finanzminister Bessent jüngst Maßnahmen angekündigt hatte, um das Renditeniveau am langen Ende zu senken.

Mit den mehrjährigen Höchstständen verringert sich die erwartete Überrendite von Aktien gegenüber sicheren Anleihen. Gerade institutionelle Anleger reagieren darauf mit der Reduzierung ihrer Aktienengagements. Zudem bedeuten langfristige hohe Renditen steigende Investitions- und Refinanzierungskosten für Unternehmen, was die Gewinnmargen belastet.

Am Aktienmarkt werden Dell mit deutlichen Gewinnen erwartet, nachdem der Server- und Computerbauer dank der guten Nachfrage nach Servern Umsatz und Gewinn deutlich steigern konnte. Vorbörslich liegen Dell rund 9 Prozent im Plus.

Das Papier des Herstellers von Software-Entwicklungstools, Gitlab, schießt sogar um 25 Prozent nach oben. Hier übertraf das Quartalsergebnis die Erwartungen deutlich.

US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,38 -0,02    4,41      4,36 
5 Jahre       4,54 -0,02    4,57      4,52 
10 Jahre      4,78 -0,02    4,82      4,77 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:15 Uhr 
EUR/USD      1,1577  -0,1  -0,0015     1,1592     1,1595 
EUR/JPY      184,86  -0,4  -0,8100     185,67    185,5900 
EUR/CHF      0,943  +0,3   0,0024     0,9406     0,9408 
EUR/GBP      0,8588  +0,1   0,0011     0,8577     0,8566 
USD/JPY      159,65  -0,3  -0,5200     160,17    160,0400 
GBP/USD      1,3476  -0,3  -0,0039     1,3515     1,3529 
USD/CNY      6,7207  +0,0   0,0005     6,7202     6,7202 
USD/CNH      6,7214  -0,0  -0,0007     6,7221     6,7213 
AUS/USD      0,7144  0,0   0,0000     0,7144     0,7154 
Bitcoin/USD  76.821,95  -0,8  -606,80    77.428,75   77.804,24 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     89,56  -0,7   -0,66      90,22 
Brent/ICE     94,27  -0,4   -0,38      94,65 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.333,65  +0,1    5,05    4.328,60 
Silber       64,31  +0,1    0,06      64,25 
Platin     1.737,70  -0,1   -2,47    1.740,17 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/kla

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September 02, 2026 08:56 ET (12:56 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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