Genf (ots) -
Sechs Tage nach der verheerenden Sturzflut in Nepal ist die Lage weiterhin dramatisch. Das Gesundheitsministerium hat die seit 1996 im Land tätige Organisation Handicap International (HI) um Unterstützung gebeten. HI ist mit Teams in den betroffenen Gebieten im Einsatz, um den Bedarf der Überlebenden zu ermitteln und allen Betroffenen, insbesondere schutzbedürftigen Menschen, passende Hilfe zu leisten.
Hinweis an die Redaktion:
Zwei französisch- und englischsprachige Mediensprecher:innen stehen für Interviews zur Verfügung: die Leiterin der Nothilfe und der in Laos ansässige Regionalverantwortliche.
Die Zahl der Opfer steigt weiter, der Zugang bleibt sehr schwierig
Sechs Tage nach der Katastrophe steigen die Opferzahlen kontinuierlich: Nepal beklagt inzwischen fast 1000 Tote und über 4400 Vermisste. Die Suchaktionen zur Rettung von Überlebenden und zur Evakuierung Betroffener werden fortgesetzt. Oft finden diese in schwer zugänglichen Gebieten statt, in denen Brücken zerstört, Strassen blockiert und die Telekommunikation stellenweise weiterhin unterbrochen ist.
Ein Team von HI hat den Distrikt Nuwakot erreicht, der zu den am stärksten betroffenen Gebieten gehört. Vor Ort ermitteln die Mitarbeitenden den Bedarf der geflüchteten Menschen in den Gesundheitszentren und Notunterkünften und identifizieren diejenigen, die besondere Hilfe benötigen, wie Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen und Kinder.
Zehntausend Vertriebene befinden sich in einer äusserst prekären Lage. Sie benötigen dringend Notunterkünfte, Trinkwasser, Hygieneartikel und Nahrungsmittel. Um Kinder und Frauen vor möglichen Übergriffen zu schützen, ist besondere Wachsamkeit erforderlich. Gleichzeitig beobachten die Behörden die Gefahr von Krankheitsausbrüchen sehr genau.
Koordinierte und inklusive Nothilfe
In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden beteiligen sich die Teams von HI an der Bedarfsermittlung in den verschiedenen Gemeinden. Dabei widmen sie Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen, Kindern und Frauen besondere Aufmerksamkeit.
"Aufgrund des erschwerten Zugangs ist es derzeit schwierig, genaue Informationen zu erhalten. Da sich die Zahlen ständig ändern, sind unsere Möglichkeiten zur Planung wirksamer Hilfsmassnahmen eingeschränkt. Dennoch arbeiten wir mit unseren Partnern zusammen, um uns für besonders schutzbedürftige Menschen einzusetzen und Dienstleistungen bereitzustellen, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Die Koordination zwischen Behörden, Hilfsorganisationen, Verbänden und Gemeinschaften ist unerlässlich, um die betroffene Bevölkerung zu erreichen." - Rabindra Shrestha, Rehabilitationsspezialist und Mitglied des vor Ort eingesetzten Teams von Hl.
Hl ermittelt den Rehabilitationsbedarf in den Gesundheitszentren und Notunterkünften. Menschen, die eine hoch spezialisierte Versorgung benötigen, werden nach Kathmandu verlegt. Menschen mit leichten Verletzungen erhalten dagegen Rehabilitation in Gesundheitszentren vor Ort. Etwa hundert Mobilitätshilfen, darunter Rollstühle und Krücken, wurden bereits von Hl an die Behörden übergeben. Diese werden sie an Menschen verteilen, die sie benötigen.
"Aufgrund der aktuellen Situation ist es schwierig, Mobilitätshilfen zu beschaffen. Deshalb haben wir diesen Notvorrat mitgebracht. Zudem haben wir festgestellt, dass der Bedarf im Bereich der psychischen Gesundheit gross ist. Die Begegnungen vor Ort erinnern uns an die tiefe menschliche Not, die sich hinter dieser Katastrophe verbirgt, an die Widerstandsfähigkeit der Betroffenen, an ihr stilles Leiden und daran, wie dringend Hilfe benötigt wird." - Rabindra Shrestha
Neben der funktionellen Rehabilitation arbeitet Handicap International mit lokalen Partnerorganisationen zusammen und bereitet sich darauf vor, Unterstützung in den Bereichen psychische Gesundheit, psychosoziale Hilfe und Schutz zu leisten. Ein Team von rund zehn Personen wird voraussichtlich ab dem 3. September vor Ort sein. Zudem plant die Organisation, ihre Bedarfsanalysen auf die am schwersten zugänglichen Gebiete, darunter Trishuli und Rasuwa, auszuweiten.
Pressekontakt:
Pauline Wilhelm
Handicap International Schweiz
Kommunikationsbeauftragte
Avenue de la Paix 11 - 1202 Genéve
p.wilhelm@hi.org
022 710 93 36
www.handicap-international.ch
Original-Content von: Handicap International, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.ch/de/pm/100052779/100941977
Sechs Tage nach der verheerenden Sturzflut in Nepal ist die Lage weiterhin dramatisch. Das Gesundheitsministerium hat die seit 1996 im Land tätige Organisation Handicap International (HI) um Unterstützung gebeten. HI ist mit Teams in den betroffenen Gebieten im Einsatz, um den Bedarf der Überlebenden zu ermitteln und allen Betroffenen, insbesondere schutzbedürftigen Menschen, passende Hilfe zu leisten.
Hinweis an die Redaktion:
Zwei französisch- und englischsprachige Mediensprecher:innen stehen für Interviews zur Verfügung: die Leiterin der Nothilfe und der in Laos ansässige Regionalverantwortliche.
Die Zahl der Opfer steigt weiter, der Zugang bleibt sehr schwierig
Sechs Tage nach der Katastrophe steigen die Opferzahlen kontinuierlich: Nepal beklagt inzwischen fast 1000 Tote und über 4400 Vermisste. Die Suchaktionen zur Rettung von Überlebenden und zur Evakuierung Betroffener werden fortgesetzt. Oft finden diese in schwer zugänglichen Gebieten statt, in denen Brücken zerstört, Strassen blockiert und die Telekommunikation stellenweise weiterhin unterbrochen ist.
Ein Team von HI hat den Distrikt Nuwakot erreicht, der zu den am stärksten betroffenen Gebieten gehört. Vor Ort ermitteln die Mitarbeitenden den Bedarf der geflüchteten Menschen in den Gesundheitszentren und Notunterkünften und identifizieren diejenigen, die besondere Hilfe benötigen, wie Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen und Kinder.
Zehntausend Vertriebene befinden sich in einer äusserst prekären Lage. Sie benötigen dringend Notunterkünfte, Trinkwasser, Hygieneartikel und Nahrungsmittel. Um Kinder und Frauen vor möglichen Übergriffen zu schützen, ist besondere Wachsamkeit erforderlich. Gleichzeitig beobachten die Behörden die Gefahr von Krankheitsausbrüchen sehr genau.
Koordinierte und inklusive Nothilfe
In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden beteiligen sich die Teams von HI an der Bedarfsermittlung in den verschiedenen Gemeinden. Dabei widmen sie Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen, Kindern und Frauen besondere Aufmerksamkeit.
"Aufgrund des erschwerten Zugangs ist es derzeit schwierig, genaue Informationen zu erhalten. Da sich die Zahlen ständig ändern, sind unsere Möglichkeiten zur Planung wirksamer Hilfsmassnahmen eingeschränkt. Dennoch arbeiten wir mit unseren Partnern zusammen, um uns für besonders schutzbedürftige Menschen einzusetzen und Dienstleistungen bereitzustellen, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Die Koordination zwischen Behörden, Hilfsorganisationen, Verbänden und Gemeinschaften ist unerlässlich, um die betroffene Bevölkerung zu erreichen." - Rabindra Shrestha, Rehabilitationsspezialist und Mitglied des vor Ort eingesetzten Teams von Hl.
Hl ermittelt den Rehabilitationsbedarf in den Gesundheitszentren und Notunterkünften. Menschen, die eine hoch spezialisierte Versorgung benötigen, werden nach Kathmandu verlegt. Menschen mit leichten Verletzungen erhalten dagegen Rehabilitation in Gesundheitszentren vor Ort. Etwa hundert Mobilitätshilfen, darunter Rollstühle und Krücken, wurden bereits von Hl an die Behörden übergeben. Diese werden sie an Menschen verteilen, die sie benötigen.
"Aufgrund der aktuellen Situation ist es schwierig, Mobilitätshilfen zu beschaffen. Deshalb haben wir diesen Notvorrat mitgebracht. Zudem haben wir festgestellt, dass der Bedarf im Bereich der psychischen Gesundheit gross ist. Die Begegnungen vor Ort erinnern uns an die tiefe menschliche Not, die sich hinter dieser Katastrophe verbirgt, an die Widerstandsfähigkeit der Betroffenen, an ihr stilles Leiden und daran, wie dringend Hilfe benötigt wird." - Rabindra Shrestha
Neben der funktionellen Rehabilitation arbeitet Handicap International mit lokalen Partnerorganisationen zusammen und bereitet sich darauf vor, Unterstützung in den Bereichen psychische Gesundheit, psychosoziale Hilfe und Schutz zu leisten. Ein Team von rund zehn Personen wird voraussichtlich ab dem 3. September vor Ort sein. Zudem plant die Organisation, ihre Bedarfsanalysen auf die am schwersten zugänglichen Gebiete, darunter Trishuli und Rasuwa, auszuweiten.
Pressekontakt:
Pauline Wilhelm
Handicap International Schweiz
Kommunikationsbeauftragte
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