DJ Aktien Schweiz gut behauptet - SMI von defensiver Ausrichtung gestützt
Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch von seiner defensiven Zusammensetzung profitiert und gut behauptet geschlossen. Stützend wirkten auch die im Leitindex SMI überproportional enthaltenen Finanzwerte. Europaweit lag er damit im Vorderfeld, weil andernorts der Anstieg der Marktzinsen insbesondere Aktien von Konjunkturzyklikern bremste. Hintergrund waren der jüngste falkenhafte Auftritt von US-Notenbankchef Warsh und zuletzt wieder höhere Ölpreise, auch wenn sich die Situation bei den Marktzinsen im Verlauf des Tages zumindest leicht entspannte mit wieder etwas nachgebenden Ölpreisen.
Der SMI gewann 0,2 Prozent auf 14.363 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 11 Kursgewinner und 8 -verlierer gegenüber, unverändert schlossen Geberit. Umgesetzt wurden 22,74 (Dienstag: 27,39) Millionen Aktien.
Unter den defensiven Schwergewichten schlossen Roche 0,5 Prozent höher, Novartis 0,3 Prozent, während Nestle um 0,2 Prozent zulegten. Der Lebensmittelriese hatte mitgeteilt, sein Geschäft mit Vitaminen, Nahrungsergänzungsmitteln und Mineralstoffen für 1 Milliarde Dollar zu verkaufen als weiteren Schritt zur Konzentration auf Kernkategorien. Die Analysten von JP Morgan sagten, der Schritt dürfte nur zu einer minimalen Gewinnverwässerung führen. Roche schloss derweil eine Lizenzvereinbarung mit dem chinesischen Unternehmen Simcere Pharmaceutical zur Entwicklung eines Medikaments gegen Blutkrebs und zahlt vorab 75 Millionen Dollar für die exklusiven weltweiten Rechte.
Stützend wirkten daneben Kursgewinne von Aktien aus dem Finanzsektor. Banken und Versicherer profitierten von höheren Niveaus bei den Marktzinsen, hieß es; Banken über höhere Kreditzinsen, Versicherer über lukrativere Anlagemöglichkeiten. UBS gewannen 1,1 Prozent. Swiss Re und Swiss Life kamen um 0,4 bzw. 0,1 Prozent voran. Mit Swisscom (+1,1%) und Alcon (+1,8%) fanden sich weitere eher wenig zinsempfindliche Aktien weit oben im SMI.
Am Ende rangierten zyklische Aktie wie die Bauwerte Amrize (-1,3%) und Holcim (-1,4%).
Partners Group gaben nach dem starken Minus vom Vortag um weitere 1,0 Prozent nach. Der Vermögensverwalter hatte mit Vorlage von Halbjahreszahlen die Prognose für die Gebühreneinnahmen gesenkt.
In der zweiten Reihe verteuerten sich Comet um 3,4 Prozent nach einer Kurszielerhöhung durch die UBS, die die Aktie bereits zuvor zum Kauf empfahl. Gleiches galt für VAT Group, die um 4,0 Prozent zulegten.
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September 02, 2026 11:58 ET (15:58 GMT)
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