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MÄRKTE EUROPA/Leichter - Renditeanstieg und Ölpreis belasten

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichter - Renditeanstieg und Ölpreis belasten

DOW JONES--An Europas Börsen ist es am Mittwoch nach dem Rücksetzer am Dienstag weiter nach unten gegangen. Der DAX verlor 0,5 Prozent auf 25.839 Der Euro-Stoxx-50 gab um 0,1 Prozent nach.

Belastend wirkte weiter der Anstieg der Marktzinsen, wozu insbesondere auch der Ölpreisanstieg beitrug, weil das Sorgen vor weiter zu hohen Inflationsraten schürte. Die Sorte Brent überschritt wieder die 95-Dollar-Marke, sie hatte im Tageshoch aber auch schon über 97 Dollar gekostet. Der Rückgang sorgte in der zweiten Handelshälfte zumindest für leichte Entspannung bei den Marktzinsen.

Die deutsche Zehnjahresrendite stieg um knapp 2 Basispunkte auf 3,38 Prozent. Sie liegt damit auf dem höchsten Niveau seit 15 Jahren, was Anleihen als Anlage zunehmend attraktiv macht. Gerade institutionelle Anleger reagieren darauf oft mit der Reduzierung ihrer Aktienengagements. Unter anderem bedeuten langfristige hohe Renditen steigende Investitions- und Refinanzierungskosten für die Unternehmen.

Eine Zinsanhebung durch die EZB in der kommenden Woche gilt als sicher, auch bei der US-Notenbank rechnet eine steigende Anzahl Marktteilnehmer nach der falkenhaften Rede von Fed-Chairman Kevin Warsh am vergangenen Freitag mit einer Erhöhung. Die weltweite steigende Inflation setzt die Zentralbanken unter Handlungsdruck.

Aktien aus den Bereichen Konsum, Einzelhandel und Immobilien fanden sich angesichts des Zinsanstiegs unter den Verlierern des Tages. Banken gelten dagegen als Profiteure von höheren Zinsniveaus, ihre Aktien zogen vielfach an, der Stoxx-Subindex der Banken gewann 0,4 Prozent. Deutsche Bank stiegen um 1,1 Prozent, gestützt auch von einer Hochstufung auf Kaufen durch Goldman Sachs. Commerzbank legten um 1,7 Prozent zu.

Auch Volkswagen wurden verkauft. Nach den Gewinnen der Vortage ging es um 3,8 Prozent abwärts. Zum einen wird die Aktie Mitte September ihren Platz im prestigeträchtigen Euro-Stoxx-50 verlieren, zum anderen belasteten schwache Absatzzahlen von Volvo die ganze Branche. Die Zahlen hätten erneut die Absatzprobleme vor allem in China vor Augen geführt, hieß es. Mercedes-Benz verloren 1,3 und BMW 0,9 Prozent. Volvo sackten um 4,4 Prozent ab, Renault um 4,6 Prozent.

Abwärts ging es auch mit den Aktien der als besonders kapitalintensiv geltenden Versorger. Der Stoxx-Subindex büßte 1,7 Prozent ein. Um 1,2 Prozent hing es für den Index der ebenfalls stärker zinsreagiblen Immobilienaktien nach unten.

Zu den Tagesgewinnern im DAX gehörten Adidas. Hier half ein höheres Kursziel der Analysten von Barclays. Das Papier verteuerte sich um 1,1 Prozent. Klarer DAX-Verlierer waren Zalando mit einem Minus von 4,7 Prozent. Goldman Sachs hatte die Aktie von seiner Favoritenliste gestrichen.

Gea verbilligten sich um 2,6 Prozent. Belastend wirkte eine Platzierung von 5 Millionen Aktien aus dem Besitz der Kuwait Investment Authority.

Für Ryanair ging es gegen den breiten Markt und trotz der Ölpreisproblematik um 1,2 Prozent nach oben. Die Airline senkte die Kapazitätsprognose für das laufende Jahr, um das Risiko nicht abgesicherter Kerosinkosten zu reduzieren. Laut den Analysten von Davy dürften sich somit im Winter verringern.

Nestle stiegen um 0,2 Prozent mit dem Verkauf des Geschäfts mit Vitaminen, Nahrungsergänzungsmitteln und Mineralstoffen für 1 Milliarde Dollar. Nestle will sich stärker auf sein Kerngeschäft fokussieren.

Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.362       -0,1         +10,0 
Stoxx-50        5.409       -0,0         +10,0 
Stoxx-600        646       -0,2          +9,3 
DAX          25.839       -0,5          +6,0 
FTSE-100 London    10.789       -0,3          +8,6 
CAC-40 Paris      8.302       -0,3          +1,9 
AEX Amsterdam     1.102       +0,2         +15,8 
ATHEX-20 Athen     6.794       -0,3         +27,0 
BEL-20 Brüssel     5.830       -0,1         +14,8 
BUX Budapest     148.623       -1,2         +33,9 
OMXH-25 Helsinki    6.432       -0,4         +12,8 
OMXC-20 Kopenhagen   1.620       +1,1          +0,7 
PSI 20 Lissabon    9.478       -0,8         +14,7 
IBEX-35 Madrid    19.824       -0,2         +14,5 
FTSE-MIB Mailand   51.915       -0,2         +15,5 
OBX Oslo        2.037       -0,4         +27,5 
PX Prag        2.799       -0,3          +4,2 
OMXS-30 Stockholm   3.266       -0,6         +13,3 
WIG-20 Warschau   152.161       +0,3         +29,4 
ATX Wien        6.758       -0,0         +26,9 
SMI Zürich      14.335       +0,2          +8,0 
* gerundet 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag  Di, 17:15 Uhr 
EUR/USD      1,1593  +0,0  0,0001     1,1592      1,1595 
EUR/JPY      184,1  -0,9  -1,5700     185,67     185,5900 
EUR/CHF      0,9422  +0,2  0,0016     0,9406      0,9408 
EUR/GBP      0,8584  +0,1  0,0007     0,8577      0,8566 
USD/JPY      158,8  -0,9  -1,3700     160,17     160,0400 
GBP/USD      1,3502  -0,1  -0,0013     1,3515      1,3529 
USD/CNY      6,719  -0,0  -0,0012     6,7202      6,7202 
USD/CNH      6,7178  -0,1  -0,0043     6,7221      6,7213 
AUS/USD      0,717  +0,4  0,0026     0,7144      0,7154 
Bitcoin/USD  77.340,24  -0,1  -88,51    77.428,75    77.804,24 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     90,68  +0,5   0,46      90,22 
Brent/ICE     95,51  +0,9   0,86      94,65 
 
 
Metalle     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.372,11  +1,0   43,51    4.328,60 
Silber       65,05  +1,2   0,80      64,25 
Platin     1.757,80  +1,0   17,63    1.740,17 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 02, 2026 12:17 ET (16:17 GMT)

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KI braucht Strom
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