DJ MÄRKTE USA/Freundlich - Stimmung für Aktie im Verlauf aufgehellt
Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Dank einer leichten Entspannung bei den Marktzinsen und beim Ölpreis hat sich die knapp behauptete Tendenz vom Start am Mittwoch an der Wall Street zum Mittag hin aufgehellt. Der Dow-Jones-Indes steigt um 0,5 Prozent. Auch der breite und aussagekräftigere S&P-500 legt um ein halbes Prozent zu und auch die Nasdaq-Indizes ziehen in dieser Größenordnung an.
Nachdem der Preis für Brent-Öl früher am Tag weiter gestiegen war auf knapp über 97 Dollar, liegt er aktuell bei 9rund 95,50 Dollar, ein halbes Prozent über Vortagsniveau. Damit ebben Inflationssorgen wieder etwas ab. "Öl steht im Zentrum von allem", kommentiert Goldman Sachs.
Zum Rückgang der Ölpreise sagt Marktkenner Samer Hasn von XS.com, der Fokus der US-Angriffe auf die Verringerung der Risiken für die Schifffahrt in der Straße von Hormus "bestärkt die Fortsetzung des breiten Seitwärtstrends der Ölpreise". Präsident Trump habe erklärt, dass er nicht versuche, den Iran an den Verhandlungstisch zu zwingen und weiter: "Unsere jetzige Position gefällt mir viel besser, mit der fast vollständigen Kontrolle über die Straße von Hormus und ihrer Wirtschaft, die völlig zusammenbricht". Unterdessen will die Opec+ bei ihrem Treffen am Sonntag Insidern zufolge keine Entscheidung zur Förderung fällen, sondern nur über die Marktlage beraten.
Derweil fiel der ADP-Arbeitsmarktbericht günstig aus, zumindest im Hinblick auf die Spekulation über steigende Zinsen. In der US-Privatwirtschaft wurden im August zwar mehr Stellen geschaffen, mit 38.000 waren es aber weniger als Ökonomen mit 47.000 getippt hatten. Das kann als Zeichen eines robusten aber nicht überhitzenden Arbeitsmarkt verstanden werden.
Am Zinsterminmarkt ist in Reaktion auf Ölpreisentwicklung und den ADP-Bericht die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September leicht auf 64 von 70 Prozent gesunken. Am Anleihemarkt verharrt die Zehnjahresrendite bei 4,80 Prozent. Sie hatte schon bei 4,82 Prozent gelegen und damit - abgesehen von einer kurzen Spitze im Oktober 2023 - auf dem höchsten Niveau seit 2007. An den Finanzmärkten wird die Marke von 5 Prozent oft als psychologisch wichtig beurteilt und als Grenze, ab der eine nachhaltige Staatsfinanzierung problematisch wird.
Mit den mehrjährigen Höchstständen verringert sich die erwartete Überrendite von Aktien gegenüber sicheren Anleihen. Gerade institutionelle Anleger reagieren darauf oft mit der Reduzierung ihrer Aktienengagements. Zudem bedeuten langfristige hohe Renditen steigende Investitions- und Refinanzierungskosten für Unternehmen, was die Gewinnmargen belastet.
Derweil sieht der Präsident der New Yorker US-Notenbankfiliale John Williams ermutigende Signale nachlassender Inflation und hält das nach der Juli-Sitzung unveränderte Zinsniveau für angemessen. Nach seiner Einschätzung werden die langfristigen Anleiherenditen von der allgemeinen Stärke der US-Wirtschaft und den hohen Investitionen in KI angetrieben.
Am Aktienmarkt geht es für Dell um 8,0 Prozent nach oben. Der Server- und Computerbauer steigerte dank der guten Nachfrage nach Servern Umsatz und Gewinn im Quartal deutlich. Nvidia stechen mit einem Plus von 4,4 Prozent heraus. Nvidia-Chef Huang bezeichnete KI als "großen Gleichmacher" und warnte davor, im KI-Wettlauf zurückzubleiben. Er rief die G20-Staaten gemeinsam mit Handelsminister Lutnick dazu auf, den Ausbau der KI-Infrastruktur zuzulassen.
Das Papier des Herstellers von Software-Entwicklungstools, Gitlab, schießt um 12,7 Prozent nach oben. Hier übertraf das Quartalsergebnis die Erwartungen deutlich. Brown-Forman legen um gut 4 Prozent zu. Der Spirituosenhersteller hat mit seinem Quartalsgewinn die Erwartungen der Analysten geschlagen.
Uber ziehen um 2,4 Prozent an. Das Unternehmen ist laut CEO Dara Khosrowshahi so stark gewachsen, dass nun 10 Prozent der weltweiten Belegschaft abgebaut würden. Das werde "Uber einfacher und schneller machen" und "mehr Kapazitäten schaffen, um in unsere Zukunft zu investieren."
Der kalifornische Versorger PG&E wird seine geplanten Ausgaben im nächsten Jahr um 2 Milliarden Dollar kürzen und eine Überprüfung seines Geschäfts einleiten, nachdem eine Debatte der Abgeordneten des Bundesstaates über die Haftung für Waldbrände ergebnislos geblieben ist. Die Aktie verliert darauf 7,2 Prozent.
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 53.015,36 +0,5 +248,48 52.766,88 S&P-500 7.670,60 +0,5 +39,13 7.631,47 NASDAQ Comp 26.219,29 +0,5 +119,51 26.099,77 NASDAQ 100 29.121,42 +0,2 +44,20 29.077,22 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,39 -0,00 4,41 4,36 5 Jahre 4,56 +0,00 4,57 4,52 10 Jahre 4,80 +0,01 4,82 4,77 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:15 Uhr EUR/USD 1,1593 +0,0 0,0001 1,1592 1,1595 EUR/JPY 184,11 -0,8 -1,5600 185,67 185,5900 EUR/CHF 0,9421 +0,2 0,0015 0,9406 0,9408 EUR/GBP 0,8584 +0,1 0,0007 0,8577 0,8566 USD/JPY 158,81 -0,9 -1,3600 160,17 160,0400 GBP/USD 1,3499 -0,1 -0,0016 1,3515 1,3529 USD/CNY 6,719 -0,0 -0,0012 6,7202 6,7202 USD/CNH 6,718 -0,1 -0,0041 6,7221 6,7213 AUS/USD 0,7169 +0,4 0,0025 0,7144 0,7154 Bitcoin/USD 77.361,64 -0,1 -67,11 77.428,75 77.804,24 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 90,83 +0,7 0,61 90,22 Brent/ICE 95,56 +1,0 0,91 94,65 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.369,99 +1,0 41,39 4.328,60 Silber 65,01 +1,2 0,76 64,25 Platin 1.756,08 +0,9 15,91 1.740,17 (Angaben ohne Gewähr)
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September 02, 2026 12:33 ET (16:33 GMT)
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