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MÄRKTE ASIEN/Aktien von Vortagesverlusten leicht erholt

DJ MÄRKTE ASIEN/Aktien von Vortagesverlusten leicht erholt

DOW JONES--Nach den zum Teil heftigen Vortagesverlusten beruhigt sich die Lage an den asiatischen Aktienmärkten am Donnerstag. Die Leitbörsen machen einen Teil ihrer Vortagesverluste wett. Der zunächst gestoppte Anstieg der globalen Anleiherenditen und die Stabilisierung der Ölpreise, wenn auch auf hohem Niveau, stützen die Aktienkurse. Die allgemein bessere Stimmung folgt Kursgewinnen an den US-Börsen vom Vorabend, nachdem US-Präsident Donald Trump die Aussicht auf einen langwierigen Konflikt mit dem Iran heruntergespielt hatte.

Im Halbleitersektor verhilft Broadcom zu einer leichten Erholung. Zwar sank der Kurs des Chipherstellers im nachbörslichen US-Handel leicht, Geschäftszahlen und Ausblick seien aber überwiegend positiv ausgefallen, heißt es. Broadcom hat seinen Gewinn im dritten Quartal mehr als verdreifacht und seinen Umsatz fast verdoppelt. Dazu rechnet Broadcom mit weiter wachsender Nachfrage nach kundenspezifischen Halbleitern in den nächsten zwei Jahren. Im japanischen Chipsektor gewinnen Renesas Electronics 4 Prozent und Tokyo Electron 0,9 Prozent. In Seoul ziehen Samsung Electronics und SK Hynix um 1,0 bzw. 1,1 Prozent an. In Hongkong kommen Hua Hong um 2,4 Prozent voran.

In Japan steigt der Nikkei-225 um 0,4 Prozent auf 64.557 Punkte - der breiter aufgestellte Topix steigt um 1,0 Prozent. Die Bekräftigung von Berkshire Hathaway-CEO Greg Abel über das langfristige Engagement des Beteiligungsgiganten in Japan stütze, sagen Marktteilnehmer. Auch sinkende Anleiherendite sorgen für Rückenwind bei Aktien. Dieser wird durch den erneut festeren Yen kaum gebremst. Hintergrund sind Ankündigungen, dass Notenbank und Finanzministerium zusammen mit den USA Maßnahmen zur Stützung der japanischen Währung ergreifen wollen. Dazu kommt die Aussicht auf eine aggressivere Straffung der Geldpolitik durch die Bank of Japan.

Der südkoreanische Kospi erholt sich um 1,3 Prozent. In China, wo die Verluste am Vortag moderater ausgefallen waren, steigt der Shanghai-Composite um 0,4 Prozent - der HSI in Hongkong stagniert. Rückenwind kommt von Konjunkturseite: Der von S&P Global erstellte Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stieg im August leicht, bereits das vierte Mal in Folge. Der Indikator fiel besser aus als der offizielle.

In Australien steigt der S&P/ASX-200 um 0,4 Prozent. Der Handelsüberschuss des Landes im Juli lag zwar über den Erwartungen, verringerte sich jedoch gegenüber dem Vormonat, weil die Exporte im Monatsvergleich zurückgingen.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    9.015,80  +0,4    +3,5      08:00 
Nikkei-225        64.557,20  +0,4    -       08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.220,99  +1,0   +21,1      08:00 
Kospi (Seoul)       6.646,95  +1,3   +57,8      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.317,49  +0,0    -1,2      10:00 
Shanghai-Composite     3.958,19  +0,4    -0,3      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.775,16  +0,5   +24,3      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.666,42  +1,1   -22,9      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.710,54  +0,1    +1,8      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Mi, 09:44 % YTD 
EUR/USD           1,1599  +0,1   1,1587     1,1576  -1,2 
EUR/JPY           182,84  -0,6   183,92     184,80  -0,6 
EUR/GBP           0,8591  +0,0   0,8589     0,8568  -1,4 
USD/JPY           157,62  -0,7   158,70     159,63  +0,6 
USD/KRW          1.358,30  0,0  1.358,35    1.366,40  -5,7 
USD/CNY           6,7178  -0,0   6,7190     6,7219  -3,9 
USD/CNH           6,7173  -0,0   6,7178     6,7240  -3,7 
USD/HKD           7,8418  0,0   7,8417     7,8419  +0,8 
AUD/USD           0,7170  +0,0   0,7168     0,7145  +7,5 
NZD/USD           0,5867  +0,3   0,5848     0,5831  +1,9 
BTC/USD          77.551,34  +0,2 77.405,35    77.564,00 -11,6 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           90,67  -0,4   -0,34      91,01 
Brent/ICE           95,20  -0,5   -0,43      95,63 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.437,78  +1,2   51,49    4.386,29 
Silber            66,18  +1,3    0,87      65,32 
Platin           1.778,91  +1,1   19,00    1.759,91 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf

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September 03, 2026 01:07 ET (05:07 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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