DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
TAGESTHEMA
Broadcom hat ihren Gewinn im dritten Quartal mehr als verdreifacht und den Umsatz fast verdoppelt. Die Nachfrage nach seinen kundenspezifischen Halbleitern in den nächsten zwei Jahren weiter wachsen, hofft das Unternehmen. Der Bericht wies für das am 2. August beendete Quartal einen Gewinn von 13,09 Milliarden US-Dollar oder 2,68 Dollar je Aktie aus verglichen mit einem Gewinn von 4,14 Milliarden Dollar oder 85 Cent je Aktie ein Jahr zuvor. Bereinigt lag der Gewinn bei 3,32 Dollar je Aktie. Analysten hatten 3,22 Dollar erwartet. Der Umsatz wuchs von 15,95 Milliarden Dollar auf 29,59 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 29,24 Milliarden Dollar. Für das vierte Quartal stellte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 34,8 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Analysten hatten mit 34,68 Milliarden Dollar gerechnet.
AUSBLICK UNTERNEHMEN +
Keine wichtigen Termine angekündigt
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: 205.000
zuvor: 203.000
14:30 Handelsbilanz Juli
PROGNOSE: -90,0 Mrd USD
zuvor: -73,26 Mrd USD
14:30 Produktivität ex Agrar (2. Veröffentlichung) 2Q
annualisiert
PROGNOSE: +1,4% gg Vq
1. Veröff.: +1,4% gg Vq
1. Quartal: +0,8% gg Vq
Lohnstückkosten
PROGNOSE: +1,3% gg Vq
1. Veröff.: +1,3% gg Vq
1. Quartal: +1,3% gg Vq
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (2. Veröffentlichung) August
PROGNOSE: 56,2
1. Veröff.: 56,8
zuvor: 53,6
16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe August
PROGNOSE: 54,1 Punkte
zuvor: 54,1 Punkte
ÜBERSICHT INDIZES
Index zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 7.677,75 +0,0 E-Mini-Future Nasdaq-100 29.184,25 -0,0 S&P/ASX 200 (Sydney) 9.014,60 +0,4 Topix-500 (Tokio) 4.106,92 +0,6 Kospi (Seoul) 6.591,83 +0,4 Shanghai-Composite 3.936,01 -0,1 Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.215,54 -0,4
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Nach den zum Teil heftigen Vortagesverlusten beruhigt sich die Lage an den Aktienmärkten. Die Leitbörsen machen einen Teil ihrer Vortagesverluste wett. Der zunächst gestoppte Anstieg der globalen Anleiherenditen und die Stabilisierung der Ölpreise, wenn auch auf hohem Niveau, stützen die Aktienkurse. Die allgemein bessere Stimmung folgt Kursgewinnen an den US-Börsen, nachdem US-Präsident Donald Trump die Aussicht auf einen langwierigen Konflikt mit dem Iran heruntergespielt hatte. Im Halbleitersektor verhilft Broadcom zu einer leichten Erholung. Geschäftszahlen und Ausblick seien überwiegend positiv ausgefallen, heißt es. Im japanischen Chipsektor gewinnen Renesas Electronics 4 Prozent und Tokyo Electron 0,9 Prozent. In Seoul ziehen Samsung Electronics und SK Hynix um 1,0 bzw. 1,1 Prozent an. In Hongkong kommen Hua Hong um 2,4 Prozent voran. Die Bekräftigung von Berkshire Hathaway-CEO Greg Abel über das langfristige Engagement des Beteiligungsgiganten in Japan stütze, sagen Marktteilnehmer. Auch sinkende Anleiherendite sorgen für Rückenwind bei japanischen Aktien. Dieser wird durch den erneut festeren Yen kaum gebremst. In China, wo die Verluste am Vortag moderater ausgefallen waren, steigt die Kurse verhaltener. Leichter Rückenwind kommt von Konjunkturseite: Der von S&P Global erstellte Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stieg im August leicht. In Australien stützen schwache Exportdaten etwas, realtivieren sie doch die jüngst soliden BIP-Daten, die Zinserhöhungsfantasien geschürt hatten.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 53.061,95 +0,6 +295,07 52.766,88
S&P-500 7.666,60 +0,5 +35,13 7.631,47
NASDAQ Comp 26.217,83 +0,5 +118,05 26.099,77
NASDAQ 100 29.143,33 +0,2 +66,11 29.077,22
Mittwoch Donnerstag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,17 Mrd 1,17 Mrd
Gewinner 1.723 834
Verlierer 1.029 1.931
Unverändert 90 74
Freundlich - Dank einer leichten Entspannung bei den Marktzinsen und beim Ölpreis hellte sich die Stimmung im Handelsverlauf auf. Damit nahmen Inflationssorgen zumindest nicht noch weiter zu. Der ADP-Arbeitsmarktbericht fiel günstig aus, zumindest im Hinblick auf die Spekulation über steigende Zinsen. Stützend wirkte auch, dass der Präsident der New Yorker US-Notenbankfiliale John Williams von ermutigenden Signalen nachlassender Inflation gesprochen hatte und das nach der Juli-Sitzung unveränderte Zinsniveau für angemessen hielt. Dell stiegen um 16 Prozent. Der Serverhersteller hatte mitgeteilt, dass die KI-Nachfrage den Auftragsbestand bis zum Ende des zweiten Quartals auf 95 Milliarden Dollar fast verdoppelt habe. Der Optimismus bezüglich des KI-Wachstums wurde durch einen PwC-Bericht neu entfacht. PwC prognostiziert, dass die kumulierten Ausgaben für KI bis 2050 die Marke von 31 Billionen Dollar übersteigen werden. Nvidia stachen mit einem Plus von 3,2 Prozent heraus. Palo Alto Networks stürzten um 9,3 Prozent ab. Selbst ein vierteljährliches Umsatzwachstum von 34 Prozent konnte die hohen Erwartungen der Anleger an ein KI-getriebenes Nachfragewachstum für die Cybersicherheitssoftware des Unternehmens nicht erfüllen. Uber zogen um 1,6 Prozent an. Das Unternehmen ist laut CEO Dara Khosrowshahi so stark gewachsen, dass nun 10 Prozent der weltweiten Belegschaft abgebaut würden. Das werde "Uber einfacher und schneller machen" und "mehr Kapazitäten schaffen, um in unsere Zukunft zu investieren."
US-ANLEIHEN
Rendite +/- 2 Jahre 4,38 -0,01 5 Jahre 4,54 +0,02 10 Jahre 4,79 0,00
Am Zinsterminmarkt sank in Reaktion auf Ölpreisentwicklung und den ADP-Bericht die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf 62 von 70 Prozent. Am Anleihemarkt kam es folglich zu einer leichten Entspannung bei den Renditen. Die Zehnjahresrendite verharrte bei 4,80 Prozent. Das ist - abgesehen von einer kurzen Spitze im Oktober 2023 - das höchste Niveau seit 2007.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 09:44 % YTD EUR/USD 1,1598 +0,1 1,1587 1,1576 -1,3 EUR/JPY 182,52 -0,8 183,92 184,80 -0,8 EUR/GBP 0,8597 +0,1 0,8589 0,8568 -1,4 USD/JPY 157,35 -0,9 158,70 159,63 +0,4 USD/KRW 1.360,17 +0,1 1.358,35 1.366,40 -5,6 USD/CNY 6,7179 -0,0 6,7190 6,7219 -3,9 USD/CNH 6,7169 -0,0 6,7178 6,7240 -3,7 USD/HKD 7,8418 0,0 7,8417 7,8419 +0,8 AUD/USD 0,7161 -0,1 0,7168 0,7145 +7,3 NZD/USD 0,5854 +0,1 0,5848 0,5831 +1,7 BTC/USD 77.754,30 +0,5 77.405,35 77.564,00 -11,3
Der Dollar tendierte insgesamt seitwärts, nachdem im Nachmittagshandel Gewinne wieder verloren gegangen waren parallel zum von den Tageshochs wieder zurückgekommenen Ölpreis und leichter Entspannung bei den Marktzinsen. Der Euro wurde zuletzt in den USA mit 1,1585 Dollar gehandelt.
Der Yen zeigt sich am Morgen fest. Hintergrund sind Ankündigungen, dass Notenbank und Finanzministerium zusammen mit den USA Maßnahmen zur Stützung der japanischen Währung ergreifen wollen. Dazu kommt die Aussicht auf eine aggressivere Straffung der Geldpolitik durch die Bank of Japan.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.432,04 +1,0 45,75 4.386,29 Silber 65,90 +0,9 0,58 65,32 Platin 1.776,88 +1,0 16,97 1.759,91 (Angaben ohne Gewähr)
Der Goldpreis zog um knapp knapp 60 Dollar an auf 4.385 an. Er profitierte davon, dass der Anstieg der Renditen am Anleihemrtkt eine Pause einlegte. Front Month Comex Gold for September delivery gained $18.30 per troy ounce, or 0.42% to $4366.30
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 89,90 -1,2 -1,11 91,01 Brent/ICE 94,43 -1,3 -1,20 95,63
Brent-Öl verteuerte sich um 1 Prozent auf 95,63 Dollar und ging klar unter dem Tageshoch aus dem Handel. Zum Rückgang von den frühen Tageshochs über 97 Dollar sagte Marktkenner Samer Hasn von XS.com, der Fokus der US-Angriffe auf die Verringerung der Risiken für die Schifffahrt in der Straße von Hormus "bestärkt die Fortsetzung des breiten Seitwärtstrends der Ölpreise". Präsident Trump habe erklärt, dass er nicht versuche, den Iran an den Verhandlungstisch zu zwingen.
MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR
BEIGE BOOK
Die gesamtwirtschaftliche Aktivität in den USA ist laut Bericht der US-Notenbank (Beige Book) moderat gestiegen. Die Verbraucher zeigten sich bei ihren Einkäufen zunehmend preissensibel. Zehn der zwölf Distrikte der Fed meldeten ein leichtes bis moderates Wachstum. Insgesamt war der allgemeine Ausblick für die kommenden Monate positiv, die Stimmung zeigte sich jedoch uneinheitlich. Grund dafür war die Unsicherheit angesichts höherer Energiepreise infolge des andauernden Konflikts im Nahen Osten. Während die Konsumausgaben insgesamt leicht zunahmen, gab es Berichte über eine "gestiegene Preissensibilität auf der einen Seite und solide Käufe im oberen Preissegment auf der anderen Seite".
KONJUNKTUR CHINA
Ein privater Indikator zeigt, dass die Aktivität im chinesischen Dienstleistungssektor im August schneller expandiert ist. Damit erholte sie sich von einer starken Verlangsamung im Juli. Gründe hierfür waren ein schnelleres Wachstum des Neugeschäfts und stärkere Einstellungen in der Branche. Der von S&P Global erstellte Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor von RatingDog stieg im August auf 51,4 von 50,4 im Juli.
COSTCO WHOLESALE
hat im August ein Umsatzwachstum von 9,9 Prozent auf 23,7 Milliarden US-Dollar gemeldet. Wie der Großhandelskonzern am Mittwoch mitteilte, erreichte der Gesamtumsatz im vierten Quartal 93,9 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den vier Wochen bis zum 30. August stieg der flächenbereinigte Umsatz unternehmensweit um 8,4 Prozent. In den USA betrug das Plus 9 Prozent, in Kanada 4 Prozent und in den anderen internationalen Märkten 9,5 Prozent. Der digital gestützte flächenbereinigte Umsatz legte um 17,9 Prozent zu. Bereinigt um die Effekte von Benzinpreisen und Wechselkursen stieg der flächenbereinigte Umsatz von Costco im August um 5,4 Prozent und im vierten Quartal um 6,7 Prozent.
HPE
hat ihre langfristigen Wachstumsziele angehoben, nachdem Umsatzsteigerungen in beiden Segmenten im dritten Quartal zu einer mehr als Verfünffachung des Gewinns geführt haben. Das Unternehmen erwartet nun für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg zwischen 34 und 37 Prozent, nach einer früheren Spanne von 29 bis 33 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2027 wird nun ein Umsatzwachstum zwischen 13 und 17 Prozent erwartet, nach einer Spanne von 8 bis 12 Prozent. Analysten erwarten für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von 45,05 Milliarden US-Dollar und für das Geschäftsjahr 2027 einen Umsatz von 50,3 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 12 Prozent entspricht. HPE teilte zudem mit, dass es für das Gesamtjahr einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 3,75 und 3,85 Dollar erwarte, nach einer vorherigen Erwartung von 3,35 bis 3,45 Dollar. Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert das Unternehmen zudem ein Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie von 16 bis 20 Prozent, nach einer Spanne von 12 bis 16 Prozent. Analysten erwarten derzeit einen bereinigten Gewinn von 3,44 Dollar je Aktie in diesem Geschäftsjahr und 4,08 Dollar je Aktie im nächsten Jahr. Das Unternehmen meldete für das beendete Quartal einen Gewinn von 1,54 Milliarden Dollar oder 1,06 Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn 305 Millionen Dollar oder 21 Cent je Aktie betragen. Bereinigt meldete das Unternehmen einen bereinigten Gewinn von 1,11 Dollar je Aktie. Analysten hatten 93 Cent je Aktie erwartet. Der Umsatz stieg auf 12,21 Milliarden Dollar von 9,14 Milliarden Dollar im Vorjahr und übertraf die Analystenerwartungen von 11,97 Milliarden Dollar.
MICROSOFT
verkürzt ihre Berichtsstruktur von drei auf zwei Segmente - "Agents and Infra" sowie "Devices and Consumer" -, um den die durch Künstliche Intelligenz (KI) bedingten Veränderungen Rechnung zu tragen. Bisher hatte der Konzern sein Geschäft in den Berichtssegmente "Productivity and Business Processes", "Intelligent Cloud" und "More Personal Computing" eingeteilt. Für das Segment "Agents and Infra" erwartet Microsoft im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 einen Umsatz zwischen 75,15 Milliarden und 75,75 Milliarden US-Dollar. Das Segment "Devices and Consumer" dürfte laut Konzernangaben im ersten Quartal einen Umsatz zwischen 14,7 und 15,2 Milliarden Dollar erwirtschaften. Microsoft kündigte an, wegen dieser Änderungen auch mehrere andere Kennzahlen zu aktualisieren.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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September 03, 2026 02:04 ET (06:04 GMT)
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