DJ VDMA: Auftragsplus für Maschinenbau im Juli
Von Andreas Plecko
DOW JONES--Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau ist mit einem Zuwachs beim Auftragseingang in die zweite Jahreshälfte gestartet. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte, stiegen die Bestellungen im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 2 Prozent. Während das Inlandsgeschäft abermals enttäuschte und hier ein Auftragsminus von 3 Prozent verzeichnet wurde, kamen die Wachstumsimpulse aus dem Ausland. Die Auslandsbestellungen legten insgesamt um 4 Prozent zu. Dabei steuerten die Nicht-Euro-Länder ein Orderplus von 5 Prozent bei, während die Orders aus den Euro-Partnerländern um 1 Prozent zulegten.
VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt verwies auf die verhaltene Investitionsneigung im Inland, hob jedoch das Auslandsgeschäft hervor: "In Deutschland wird unverändert viel zu wenig investiert. Auch deshalb, weil die Bundesregierung die angekündigten Reformen zur Stärkung des Standorts Deutschland bislang nicht konsequent umgesetzt hat. Der Maschinenbau zeigt allerdings wieder einmal seine Stärke im Exportgeschäft. Die positive Entwicklung der Auslandsbestellungen spiegelt das zuletzt verbesserte Geschäftsklima wider und ist insgesamt ein erfreuliches Signal für unsere Branche."
Die Gesamtbilanz des VDMA für die ersten sieben Monate des Jahres bleibt positiv: Im Zeitraum von Januar bis Juli 2026 ergibt sich ein Auftragsplus in der Branche von real 5 Prozent.
Auch der weniger schwankungsanfällige Dreimonatszeitraum von Mai bis Juli lag im Plus. Hier verzeichneten die Unternehmen einen Orderzuwachs von real 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während die Inlandsbestellungen um 1 Prozent sanken, legte das Ausland um 11 Prozent zu. Aus den Nicht-Euro-Ländern kamen dabei 23 Prozent mehr Bestellungen, während die Euro-Länder ein Minus von 13 Prozent verbuchten.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/apo/rio
(END) Dow Jones Newswires
September 03, 2026 03:02 ET (07:02 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
