Zürich (ots) -
Das "Septembre Musical Montreux-Vevey" vom 9. bis 18. September 2026 stellt Aserbaidschan ins Rampenlicht. Dabei wird der autoritär regierte Staat als "Wiege einer über 5'000-jährigen, faszinierenden Kultur" beschrieben. Das sorgt bei NGOs und zahlreichen Kulturschaffenden für Verwunderung. Ist diese unvoreingenommene Annäherung gerechtfertigt, angesichts der ethnischen Säuberung und kulturellen Zerstörung durch Aserbaidschan im angrenzenden Armenien?
Der Rat der armenischen und armenienfreundlichen Vereinigungen der Schweiz (CAAS), die Gesellschaft Schweiz-Armenien (GSA) und die Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) sind erstaunt, dass eine Schweizer Kulturveranstaltung Aserbaidschan (https://www.septembremusical.ch/programme/azerbaijan-culture/) einseitig positiv darstellt. Im September 2023 zwang das aserbaidschanische Regime mehr als 120'000 Armenier aus Bergkarabach zur Flucht (https://www.csi-schweiz.ch/news/armenien-uno-ethnische-saeuberung-bergkarabach-untersucheneln-auf/) aus ihrer Heimat. Seither werden armenische Verantwortungsträger aus dieser Enklave in Aserbaidschan in Haft gehalten und Scheingerichten unterzogen, während das armenische Kulturerbe in Bergkarabach ausgelöscht wird.
Diese Zerstörung wird von der Regierung Aserbaidschans damit gerechtfertigt, das seit Jahrtausenden in dieser Region lebende armenische Volk sei lediglich das Ergebnis jüngster Einwanderungen und in offiziellen Verlautbarungen wird die gesamte Republik Armenien kurzerhand als "West-Aserbaidschan" bezeichnet.
Kultur ist ein Raum des Dialogs, nicht der Auslöschung. Ein internationales Musikfestival kann sehr wohl zur Annäherung zwischen den Völkern beitragen. Das "Septembre Musical Montreux-Vevey" sollte jedoch nicht - auch nicht unbeabsichtigt - zu einem Schaufenster werden, das es einem Staat ermöglicht, sein Image aufzupolieren, ohne dass die Stimmen derer Gehör finden, die unter den Folgen seiner Unterdrückung gelitten haben.
Die unterzeichnenden NGOs fordern die Organisatoren und Sponsoren des "Septembre Musical Montreux-Vevey" auf, sich ihrer kulturellen und ethischen Verantwortung bewusst zu werden. Der beschönigende Hinweis, Aserbaidschan sei "eine Wiege mit 5'000 Jahren Kultur", muss gestrichen werden. Es gilt zu verhindern, dass diese kulturelle Veranstaltung einem autoritären Regime hilft, die Geschichte zu verzerren und sein öffentliches Image aufzubessern.
Der Dialog zwischen den Völkern ist unverzichtbar. Doch es gibt keine Authentizität ohne historische Wahrheit, ohne die Achtung der Menschenrechte und ohne Gedenken an die Opfer.
- Rat der armenischen und armenienfreundlichen Vereinigungen der Schweiz (CAAS)
- Schweizerisch-Armenische Gesellschaft (GSA) (https://gsa.swiss/de/about/)
- Christian Solidarity International (CSI) (http://www.csi-schweiz.ch)
Einladung zur Medienkonferenz
Die oben genannten Organisationen laden Medienvertreterinnen und -vertreter herzlich ein zu einer Medienkonferenz, und zwar am:
Dienstag, 8. September 2026, um 11 Uhr, Hotel Royal Plaza, Montreux
Pressekontakt:
Joel Veldkamp, Leiter Public Advocacy CSI, +41 44 982 33 10, joel.veldkamp@csi-int.org (E)
Sarkis Shahinian, Präsident CAAS, info@caas-swiss.ch
Original-Content von: CSI Christian Solidarity International, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.ch/de/pm/100007062/100941996
Das "Septembre Musical Montreux-Vevey" vom 9. bis 18. September 2026 stellt Aserbaidschan ins Rampenlicht. Dabei wird der autoritär regierte Staat als "Wiege einer über 5'000-jährigen, faszinierenden Kultur" beschrieben. Das sorgt bei NGOs und zahlreichen Kulturschaffenden für Verwunderung. Ist diese unvoreingenommene Annäherung gerechtfertigt, angesichts der ethnischen Säuberung und kulturellen Zerstörung durch Aserbaidschan im angrenzenden Armenien?
Der Rat der armenischen und armenienfreundlichen Vereinigungen der Schweiz (CAAS), die Gesellschaft Schweiz-Armenien (GSA) und die Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) sind erstaunt, dass eine Schweizer Kulturveranstaltung Aserbaidschan (https://www.septembremusical.ch/programme/azerbaijan-culture/) einseitig positiv darstellt. Im September 2023 zwang das aserbaidschanische Regime mehr als 120'000 Armenier aus Bergkarabach zur Flucht (https://www.csi-schweiz.ch/news/armenien-uno-ethnische-saeuberung-bergkarabach-untersucheneln-auf/) aus ihrer Heimat. Seither werden armenische Verantwortungsträger aus dieser Enklave in Aserbaidschan in Haft gehalten und Scheingerichten unterzogen, während das armenische Kulturerbe in Bergkarabach ausgelöscht wird.
Diese Zerstörung wird von der Regierung Aserbaidschans damit gerechtfertigt, das seit Jahrtausenden in dieser Region lebende armenische Volk sei lediglich das Ergebnis jüngster Einwanderungen und in offiziellen Verlautbarungen wird die gesamte Republik Armenien kurzerhand als "West-Aserbaidschan" bezeichnet.
Kultur ist ein Raum des Dialogs, nicht der Auslöschung. Ein internationales Musikfestival kann sehr wohl zur Annäherung zwischen den Völkern beitragen. Das "Septembre Musical Montreux-Vevey" sollte jedoch nicht - auch nicht unbeabsichtigt - zu einem Schaufenster werden, das es einem Staat ermöglicht, sein Image aufzupolieren, ohne dass die Stimmen derer Gehör finden, die unter den Folgen seiner Unterdrückung gelitten haben.
Die unterzeichnenden NGOs fordern die Organisatoren und Sponsoren des "Septembre Musical Montreux-Vevey" auf, sich ihrer kulturellen und ethischen Verantwortung bewusst zu werden. Der beschönigende Hinweis, Aserbaidschan sei "eine Wiege mit 5'000 Jahren Kultur", muss gestrichen werden. Es gilt zu verhindern, dass diese kulturelle Veranstaltung einem autoritären Regime hilft, die Geschichte zu verzerren und sein öffentliches Image aufzubessern.
Der Dialog zwischen den Völkern ist unverzichtbar. Doch es gibt keine Authentizität ohne historische Wahrheit, ohne die Achtung der Menschenrechte und ohne Gedenken an die Opfer.
- Rat der armenischen und armenienfreundlichen Vereinigungen der Schweiz (CAAS)
- Schweizerisch-Armenische Gesellschaft (GSA) (https://gsa.swiss/de/about/)
- Christian Solidarity International (CSI) (http://www.csi-schweiz.ch)
Einladung zur Medienkonferenz
Die oben genannten Organisationen laden Medienvertreterinnen und -vertreter herzlich ein zu einer Medienkonferenz, und zwar am:
Dienstag, 8. September 2026, um 11 Uhr, Hotel Royal Plaza, Montreux
Pressekontakt:
Joel Veldkamp, Leiter Public Advocacy CSI, +41 44 982 33 10, joel.veldkamp@csi-int.org (E)
Sarkis Shahinian, Präsident CAAS, info@caas-swiss.ch
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Originalmeldung: https://www.presseportal.ch/de/pm/100007062/100941996
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