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AWSX der Telegram-Trader.de: Microsoft: KI-Maschine läuft - und der Chart sendet ein Goldenes Signal

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Microsoft verdient längst Geld mit KI, doch die gewaltigen Investitionen werden zur nächsten Bewährungsprobe. Gleichzeitig hat sich auch das Chartbild zuletzt deutlich verbessert.

Microsoft hat die erste Phase der KI-Revolution längst hinter sich. Die Nachfrage ist da, die Monetarisierung läuft und Copilot gewinnt zunehmend zahlende Nutzer.

Damit stellt sich inzwischen nicht mehr die Frage, ob Microsoft mit KI Geld verdienen kann.

Die entscheidende Frage lautet jetzt: Wie viel Gewinn und freier Cashflow bleiben nach den gewaltigen Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur tatsächlich übrig?

Genau darin liegt für mich die nächste große Bewährungsprobe der Microsoft-Story. Die KI-Maschine läuft bereits. Jetzt muss Microsoft beweisen, dass aus dem starken Umsatzwachstum langfristig auch entsprechend viel Gewinn und Cashflow entsteht.

Azure liefert erstmals konkrete Zahlen

Ein wichtiger Beleg dafür, dass die Monetarisierung funktioniert, ist das Cloud-Geschäft. Microsoft hat inzwischen erstmals konkrete Umsatzzahlen für Azure veröffentlicht.

Im vergangenen Quartal setzte Azure 29,4 Milliarden US-Dollar um. Im gesamten Geschäftsjahr 2026 überschritt Azure erstmals die Marke von 100 Milliarden Dollar Jahresumsatz und erreichte rund 101,9 Milliarden Dollar.

Auch das Wachstum bleibt beeindruckend. Azure legte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 um 43 Prozent zu. Für das laufende erste Quartal erwartet Microsoft erneut ein Wachstum von rund 45 Prozent.

Die Zahlen zeigen vor allem eines: Die Nachfrage nach Cloud- und KI-Rechenleistung ist längst vorhanden.

Microsoft hatte zuletzt mehrfach darauf hingewiesen, dass Kapazitätsengpässe das Wachstum zeitweise begrenzten. Die Herausforderung besteht damit aktuell weniger darin, Nachfrage zu erzeugen, sondern vielmehr darin, die notwendige Infrastruktur schnell genug bereitzustellen.

Genau das wird für Microsoft zunehmend zum entscheidenden Punkt. Denn die Nachfrage allein reicht nicht aus. Die neuen Rechenzentren und die zusätzliche Infrastruktur müssen anschließend auch effizient ausgelastet und monetarisiert werden.

Copilot wird zunehmend zu einem echten Geschäft

Auch bei Copilot wird die Entwicklung inzwischen konkreter.

Microsoft meldete zum Ende des Geschäftsjahres 2026 mehr als 30 Millionen bezahlte Microsoft-365-Copilot-Sitze. Besonders interessant: Die Nettozugänge bei den zahlenden Sitzen hatten sich gegenüber dem Vorquartal mehr als verdoppelt.

Hier spielt Microsoft ein großer Vorteil in die Karten.

Der Konzern muss keine komplett neue Kundschaft aufbauen. Mit Microsoft 365, Teams, GitHub, Dynamics und seinen zahlreichen Sicherheitslösungen verfügt das Unternehmen bereits über ein riesiges Ökosystem.

KI kann direkt in bestehende Produkte integriert und an Kunden verkauft werden, die ohnehin bereits mit Microsoft arbeiten.

Genau diese Kombination macht die Microsoft-Story für mich so interessant.

Microsoft stellt einerseits die notwendige Cloud- und KI-Infrastruktur bereit. Gleichzeitig kann der Konzern über seine etablierten Softwareprodukte zusätzliche KI-Funktionen monetarisieren.

Microsoft hängt damit nicht an einem einzelnen KI-Modell oder einem bestimmten Produkt, sondern sitzt an mehreren Stellen der Wertschöpfungskette.

KI kostet richtig viel Geld

Natürlich gibt es aber auch eine Kehrseite. Und die sollte man als Anleger nicht kleinreden.

Allein im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 lagen die Investitionen bei rund 41 Milliarden US-Dollar. Im gesamten Geschäftsjahr summierten sie sich auf rund 145 Milliarden Dollar. Das Geld fließt vor allem in Rechenzentren, Server, Netzwerke sowie CPUs und GPUs für die Cloud- und KI-Infrastruktur.

Genau hier beginnt jetzt die eigentlich spannende Phase der Microsoft-Story.

Die Frage ist nicht mehr, ob Microsoft mit KI Umsatz erzielen kann. Das sehen wir bereits.

Entscheidend wird vielmehr, wie effizient der Konzern die Milliardeninvestitionen langfristig in Umsatz, operative Gewinne und freien Cashflow umwandeln kann.

Das wird für mich einer der wichtigsten Punkte in den kommenden Quartalen.

Denn hohe Investitionen sind zunächst einmal kein Problem, solange die daraus entstehenden Kapazitäten ausreichend genutzt werden und langfristig entsprechende Erträge liefern.

Der Markt wird deshalb künftig noch genauer darauf schauen, wie sich Wachstum, Margen und Cashflow parallel entwickeln.

Analysten bleiben optimistisch

Die Analysten bleiben unterdessen überwiegend positiv.

Besonders auffällig war zuletzt die Anhebung durch Bank of America. Analyst Tal Liani erhöhte am 1. September sein Kursziel von 500 auf 600 US-Dollar und bestätigte seine Kaufempfehlung.

Als Gründe wurden unter anderem die Beschleunigung des Azure-Wachstums sowie die Fortschritte bei Copilot und der KI-Strategie von Microsoft genannt.

Auch Jefferies bleibt positiv und sieht das Kursziel bei 575 Dollar. Der Analystenkonsens bleibt insgesamt klar positiv, wobei sich die durchschnittlichen Kursziele je nach Datenanbieter und Zeitpunkt der Erhebung unterscheiden können. Zuletzt lagen sie im Bereich von rund 566 Dollar.

Das bedeutet natürlich nicht, dass die Aktie automatisch dieses Niveau erreichen muss. Es zeigt aber, dass die überwiegende Mehrheit der Analysten die operative Entwicklung weiterhin positiv einschätzt.

Was sagt der Chart?

Auch charttechnisch hat sich das Bild deutlich verbessert.

Die 50-Tage-Linie ist über die 200-Tage-Linie gestiegen und hat damit ein sogenanntes Golden Cross gebildet.

Nach dem vorherigen Anstieg konsolidiert die Aktie aktuell etwas. Das ist zunächst nichts Ungewöhnliches, denn nach dem starken Schub braucht auch ein intakter Aufwärtstrend zwischendurch eine Pause.

Die Technische Lage:

Die Microsoft-Aktie setzte nach dem Doppeltop aus dem Jahr 2025 deutlich zurück und verlor in der Spitze über 36 Prozent. Im Bereich von rund 350 Dollar bildete sich anschließend ein Doppelboden.

Von dort aus arbeitete sich die Aktie zunächst langsam wieder nach oben, ehe sie nach den Quartalszahlen einen aggressiven Spurt bis an die Widerstandszone der ehemaligen Topbildung hinlegte.

Dort verharrt der Chart aktuell.

Im Zuge des Anstiegs wurden zwei Gaps gerissen. Zusätzlich kam es bei den gleitenden Durchschnitten zum Golden Cross, nachdem die EMA 50 die EMA 200 von unten nach oben durchbrochen hatte.

Das war technisch ein deutlicher Schub.

Die Aktie präsentiert sich aber auch auf dem aktuellen Niveau weiterhin stark. Unterhalb der laufenden Bewegung liegt bei rund 470 Dollar ein kleines Gap, das möglicherweise noch geschlossen werden könnte, bevor Microsoft erneut versucht, die alten Hochs aus dem Jahr 2025 anzugreifen.

An schwächeren Tagen, idealerweise bei einem Rücksetzer in Richtung der 50-Tage-Linie, wäre Microsoft für mich mit einem Abstauberlimit wieder interessanter.

Erst ein nachhaltiger und deutlicher Rückfall unter die 200-Tage-Linie würde das aktuell bullische Szenario auf dieser Zeitebene verschieben.

Zum kostenlosen Telegram-Channel von AWSX: https://t.me/awsxtalk

Mein Fazit

Microsoft hat inzwischen einen entscheidenden Punkt erreicht: KI ist hier längst keine reine Zukunftswette mehr.

Die Nachfrage nach Rechenleistung ist vorhanden. Azure wächst weiter stark. Copilot gewinnt zunehmend zahlende Nutzer und Microsoft kann seine bestehende Kundenbasis nutzen, um KI direkt in das operative Geschäft zu integrieren.

Jetzt beginnt allerdings die nächste Bewährungsprobe.

Microsoft muss zeigen, dass die gewaltigen Investitionen langfristig nicht nur für mehr Umsatz sorgen, sondern dass daraus auch entsprechend viel Gewinn und freier Cashflow entsteht.

Genau darauf werde ich in den kommenden Quartalen besonders achten.

Denn die KI-Maschine läuft bei Microsoft bereits auf Hochtoure

Enthaltene Werte: US5949181045

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