DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Ifo-Institut erhöht BIP-Prognosen für 2026 und 2027
Das Ifo-Institut rechnet in seiner aktuellen Prognose mit einer spürbaren Belebung der deutschen Wirtschaft. Die Konjunkturexperten erhöhten ihre Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr auf 1,4 Prozent (zuvor: 0,8 Prozent). Für das Jahr 2027 erwarten sie nun ein Wachstum von 1,2 Prozent (zuvor: 0,8 Prozent) und für 2028 von 0,8 Prozent. "Deutliche Impulse aus dem Ausland und die Mehrausgaben für Infrastruktur, Klima und Verteidigung in Deutschland verhindern stärkere Bremsspuren beim Wachstum durch den Energiepreisschock und das Niedrigwasser auf den Flüssen. Vor allem für die krisengeplagte Industrie zeigen sich Lichtblicke", sagte ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. 2Die Erholung der deutschen Wirtschaft setzt sich fort."
IWH: Konjunktur erholt sich dank Weltwirtschaft und Finanzpolitik
Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hat seine Prognose für die deutsche Wirtschaft überarbeitet und rechnet für dieses Jahr mit einer spürbaren Erholung. Die Konjunkturexperten erwarten jetzt in diesem Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,4 (zuvor: 0,9) Prozent und im nächsten Jahr von 0,8 (0,9) Prozent. Während die Auslandsnachfrage im ersten Halbjahr trotz höherer Energiepreise für Anschub sorgte, dürften in den kommenden Quartalen vor allem steigende staatliche Investitionen die Konjunktur stützen. In Ostdeutschland fällt die Belebung etwas schwächer aus.
IfW hebt deutsche BIP-Prognose für 2026 an - bestätigt für 2027
Das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft im laufenden Jahr deutlich angehoben und für das nächste Jahr stabil gehalten. Wie das IfW mitteilte, rechnet es für 2026 nun mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,3 (Juni-Prognose: 0,8) Prozent und für 2027 unverändert mit 1,0 Prozent Wachstum. Für 2028 wird ein BIP-Anstieg von nur 0,5 Prozent prognostiziert.
RWI hebt deutsche Wachstumsprognosen für 2026 und 2027 an
Das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft für die Jahre 2026 und 2027 angehoben. Für das laufende Jahr rechnet das Institut nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 (zuvor: 0,8) Prozent. Für das Jahr 2027 prognostiziert das RWI ein Wachstum von 1,1 (0,8) Prozent. Für das Jahr 2028 veranschlagen die Konjunkturexperten ein Plus von 0,5 Prozent. Ausschlaggebend für die Anhebung war die überraschend kräftige Erholung im ersten Halbjahr, die vor allem von den Exporten und den staatlichen Ausgaben getragen wurde.
S&P Global: Wirtschaft der Eurozone wächst im August
Die Wirtschaft der Eurozone hat im August ein solides Wachstum verzeichnet. Der Sammelindex für die Produktion der Privatwirtschaft der Eurozone, der Industrie und Dienstleistungen umfasst, stagnierte bei 52,0 Zählern, wie S&P Global bei einer zweiten Veröffentlichung berichtete. Beim ersten Ausweis war ein Anstieg auf 52,1 Punkte gemeldet worden. Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf ein Schrumpfen.
S&P Global: Deutsche Dienstleister beschleunigen Talfahrt im August
Der deutsche Servicesektor hat im August seine Talfahrt leicht beschleunigt. Der von S&P Global für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex schwächte sich ab auf 49,7 von 49,8 Punkten, wie aus den finalen Daten für den Monat hervorgeht. Vorläufig war für August ein Wert von 48,5 ermittelt worden.
Schweizer Inflation zieht wegen höherer Energiepreise an
Die Schweizer Inflation ist im August stark angestiegen und hat damit einen mehrmonatigen Trend nachlassenden Preiswachstums umgekehrt, da erneute Spannungen im Nahen Osten die globalen Energiekosten in die Höhe trieben. Die jährliche Inflationsrate habe bei 0,8 Prozent gelegen, verglichen mit 0,4 Prozent im Juli, teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mit. Dies ist der höchste Inflationsstand seit 2024.
RBC: EZB-Wortlaut zu Energiepreisen im Fokus
Die RBC-Volkswirte George Moran und Peter Schaffrik halten eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der nächsten Woche für eine nahezu ausgemachte Sache. Worauf sie ein Augenmerk legen werden, ist die Formulierung der EZB zur Einschätzung der Energiepreise. "Eine erneute Bekräftigung, dass sich die Rohstoffpreise im Großen und Ganzen im Rahmen des Basisszenarios entwickeln, würde als 'dovish' aufgefasst werden. Dies würde implizieren, dass die EZB den Anstieg der Margen bei raffinierten Produkten und der Erdgaspreise zugunsten des Rohölpreises ausblendet", schreiben sie in ihrem Ausblick auf die Ratssitzung am 9./10. September. Umgekehrt dürfte jedes Eingeständnis einer Abweichung vom Basisszenario eine eher "hawkishe" Marktreaktion auslösen.
Schnabel könnte EZB vorzeitig Richtung IWF verlassen - Zeitung
EZB-Direktorin Isabel Schnabel will laut einem Zeitungsbericht die Europäische Zentralbank (EZB) vor dem Ende ihrer Amtszeit verlassen und den Deutschen Tobias Adrian beim Internationalen Währungsfonds (IWF) beerben. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Regierungs- und Finanzkreise berichtet, verhandelt die Ökonomin derzeit mit dem IWF darüber, die Leitung der Abteilung Märkte zu übernehmen. Schnabel würde damit beim anstehenden Umbau der EZB-Führungsspitze definitiv keine Rolle mehr spielen. Eine EZB-Sprecherin lehnte einen Kommentar zu dem Bericht ab.
DJG/DJN/apo
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September 03, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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